wir lebens Bunt

Projekt 1000 Buchen: 87. und 88. Baumpflanzaktionen

  1. Baumpflanzung: Ein Baum für Éva Fahidi-Pusztai

Am 12. April fand wieder eine Pflanzaktion statt. In der Weimarer Andersenstraße pflanzten wir einen Apfelbaum für die Holocaust-Überlebende Éva Fahidi-Pusztai. Sie ist am 11. September 2023 im Alter von 97 Jahren verstorben.

Am Tag der Pflanzung war herrlichstes Frühlingswetter. Unsere Flötistin Martina Rother sorgte für die musikalische Umrahmung.

Unser Aufsichtsratsvorsitzender Justus Lencer hielt eine bewegende Eröffnungsrede. Er sprach darüber, dass wir Erinnerungskultur pflegen müssen, damit sich negative Geschichte nicht wiederholt.

Aber nicht nur er, sondern auch Weimars Oberbürgermeister Peter Kleine richtete mahnende Worte an uns. Nie wieder ist jetzt. Naftali Fürst, Präsident des Internationalen Komitees Buchenwald-Dora, sagte, dass Frieden geschützt werden muss. Prof. Dr. Jens-Christian Wagner, Direktor der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald, sagte, dass es wichtig ist, vor allem junge Menschen mit Friedensbotschaften zu erreichen. Unsere Pflanzaktionen sind dafür genau richtig.

Auch Évas Lebensgefährte Andor Andrási nahm an der Veranstaltung teil und reiste dafür extra aus Budapest an. Er hielt nicht nur eine bewegende Rede, sondern vollzog gemeinsam mit Naftali Fürst den symbolischen Pflanzakt für Évas Bäumchen.

  1. Baumpflanzung: 4 Gedenkbäume in Nohra

Am 13. April 2024 war es wieder soweit. Es fand eine große Pflanzaktion anlässlich des diesjährigen Jahrestages der Befreiung statt. Diesmal wurde der symbolische Pflanzakt auf dem ehemaligen Militär-Übungsplatz in Nohra begangen. Hier befand sich 1933 das ehemalige Konzentrationslager Nohra.

An diesem Samstag herrschte traumhaftes Frühlingswetter. Es waren sehr viele Menschen anwesend. Sogar das tschechische Fernsehen war dabei.

Jetzt wachsen vier neue Bäume an einem weiteren Erinnerungsort rund um Weimar. Drei junge Posaunisten vom Weimarer Musikgymnasium spielten stimmungsvolle Lieder. Nicht nur unser Aufsichtsratsvorsitzender Justus Lencer, sondern auch Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow und Weimars Bürgermeister Ralf Kirsten hielten emotionale Reden.

Die Baumpatenschaften übernahmen Katinka Poensgen, die Landesverbände des VVN-BdA Sachsen-Anhalt und Thüringen, Margret Rest und Familie sowie die Kinder und Enkelkinder von Erich Loch. Sie sind Angehörige und Freunde ehemaliger Häftlinge des KZ Buchenwald.

Auch die Zwangsarbeiter dürfen nicht vergessen werden. Da die meisten Männer im Krieg an die Front mussten, fehlten überall Arbeitskräfte. Die Zwangsarbeiter sollten diese ersetzen und arbeiteten oft unter unmenschlichen Bedingungen. Sie kamen aus ganz Europa.

 

Diese beiden Pflanzaktionen waren mal wieder sehr gelungen und sehr bewegend – sie werden uns noch lange in Erinnerung bleiben. Sie haben mal wieder gezeigt, wie wichtig es ist, an die Nazi-Zeit zu erinnern.

Doreen Hadlich

Webseite 1000 Buchen

Projekt 1000 Buchen: 87. und 88. Baumpflanzaktionen

Manchmal freut man sich so sehr über etwas, dass man am liebsten tanzen möchte. So etwas nennt man dann Freuden-Tanz. Ende Januar/ Anfang Februar ging es uns so. Denn unsere Sportler*innen aus dem Lebenshilfe-Werk waren sehr erfolgreich bei einem Sport-Wettbewerb. Bei den Special Olympics Winterspielen 2024. Sie fanden diesmal in Thüringen statt. Es war die größte inklusive Sportveranstaltung in diesem Jahr in Deutschland. Sportler*innen aus dem Lebenshilfe-Werk haben aktiv teilgenommen, viele haben Medaillen gewonnen. Gold, Silber und Bronze. Manche gewannen sogar mehrerer Medaillen. Sie waren die allerbesten im Klettern, im Eiskunstlauf und im Skilanglauf. Das macht uns stolz. Wir freuen so sehr darüber, dass wir unsere Sportlerinnen und Sportler auch nochmal ehren wollten. Ganz viele Menschen aus dem LHW waren ins mon ami gekommen, auch Gäste von der Stadt Weimar, dem Stadtsportbund und der Special Olympics Thüringen. Sogar das Maskottchen der Winterspiele überraschte uns. Weimars Oberbürgermeister Peter Kleine und Rolf Beilschmidt, Präsident der Special Olympics in Thüringen, haben Grußworte gesprochen. Und dann haben wir alle getanzt – voll Freude!

Freuden-Tanz Party zu Ehren unserer Special-Olympics-Sportler*innen!

Am 26. März übergaben Katrin Teichmann und Benno Ottlewski unserem inklusiven Gedenkprojekt 1000 Buchen die stolze Summe von 945€! Projektleiterin Martina Heller nahm die großzügige Spende sehr dankend entgegen.

Das Paar mit Wohnort Berlin/ Oranienburg hatte durch einen Presseartikel über die mutwilligen Baumbeschädigungen von diesem Projekt erfahren und sich mit einem „Jetzt erst recht!“ bewusst für die Unterstützung entschieden. Da Karin Teichmann einen engen Bezug zu Weimar hat, kam sie auf die Idee, bei ihrer Geburtstagsfeier mit rund 50 Leuten im Weimarer “Masha” Spenden zu sammeln. Sie verzichtete auf schöne Geschenke, weil sie (frei nach Janosch) „… fast nichts braucht, und deswegen alles hat.“

Frau Teichmann informierte ihre Gäste im Vorfeld ausführlich über die Aktion, der kleine Enkel half beim Basteln des Spendenkartons und beim Einsammeln der Spenden. Das Ergebnis sah zunächst nach einer kleinen Enttäuschung aus, da sich der Karton am Ende des Abends sehr leicht anfühlte – aber weit gefehlt, denn er war mit Scheinen gefüllt!

Bislang war es eher eine Ausnahme, dass sich Menschen von außerhalb unserer Region durch Spenden beteiligen. Katrin Teichmann und Benno Ottlewski möchten keine Patenschaft für einen Baum übernehmen, sondern spenden die Summe für die vielen Arbeiten und Tätigkeiten des Projekts, aktuell zum Beispiel eine notwendige Umpflanzaktion in Herdersruh.

Ganz herzlichen Dank für diese Spende und den sehr netten Kontakt mit zwei neuen Unterstützer*innen des Projekts 1000 Buchen!

Projekt 1000 Buchen: Großzügige Spende nach Sammlung auf Geburtstagsfeier!

Die Osterhäsin war da! Die Legefelder Ortsteilbürgermeisterin und Freundin des LHW, Frau Seidel, kam im Kostüm in der Legefelder Werkstatt. Sie hat die Mitarbeitenden mit lecker Schokohasen beglückt und frohe Ostergrüße überbracht. Wir freuten uns sehr und sagen herzlich: Dankeschön!

Werkstatt Legefeld: Überraschung von der Osterhäsin!

Am 21. März trugen wir zum Welt-Down-Syndrom-Tag bunte verschiedene Socken – wie hier unsere dualen Studentinnen.
Wir leben’s bunt – wir tragen bunt!
Warum tragen viele Menschen am Welt-Down-Syndrom-Tag 2 verschiedene Socken?

Immer am 21.3. ist Welt-Down-Syndrom-Tag.
Weil Menschen mit Down-Syndrom das 21. Chromosom dreimal haben.
Menschen mit Down-Syndrom auf der ganzen Welt feiern diesen Tag.
Eine Down-Syndrom-Gruppe aus dem Libanon hatte die Idee.
Das war im Jahr 2013.
Die Gruppe hat sich gewünscht:
Alle Menschen sollen an dem Tag 2 verschiedene Socken anziehen.
Geringelte Socken, bunte Socken, verschiedene Socken, keine Socken, lange Socken, kurze Socken, mehrere Socken übereinander…
Sie finden:
“We are all different – our socks should be too!”
Übersetzt heißt das:
“Wir sind alle unterschiedlich – unsere Socken sollten es auch sein!”
Menschen auf der ganzen Welt finden die Idee gut.
Darum tragen sie heute verschiedene Socken. Und wir auch!

Bunte Socken am Welt-Down-Syndrom-Tag (21- März)

Markus Wurzbacher, Inhaber der Atrium-, Nord- und Stadtapotheke in Weimar, übergab in unserem “Haus bunte Wege” einen Spendenscheck über 1.000 €. Schon seit vielen Jahren unterstützt er zuverlässig unsere Wohnstätte für Kinder und Jugendliche in der Tiefurter Allee.
Simone Noch und eine bunte Gruppe aus Bewohner*innen freuten sich wieder riesig, so treue und großzügige Spender zu haben. Eine solche Spende ermöglichen Dinge, die im normalen Budget nicht vorgesehen sind.
Ein riesengroßes Dankeschön an Markus Wurzbacher und das gesamte Team der Atrium-, Nord- und Stadtapotheke!

Haus bunte Wege: Große Freude über großzügige Spende

Betriebsversammlung im LHW in der Werkstatt Kromsdorf! Rola Zimmer legte den Kolleg*innen mit ihrer Rede dar, wie das Lebenshilfe-Werk gerade und vor allem als werteorientiertes Unternehmen mit einem weltoffenen Leitbild hervorragende Arbeit geleistet hat. Im Superwahljahr 2024 ist eine Besinnung auf unsere verbindlichen Grundsätzen wichtig: für menschenfeindliche Ideologien kann das LHW nicht der richtige Ort sein. #wirlebensbunt heißt: Bei uns ist jeder Mensch willkommen – unabhängig von Herkunft, Religion, Geschlecht, körperlicher oder psychischer Verfassung. Wir verstehen Vielfalt als Bereicherung und freuen uns über alle, die sich mit uns für eine weltoffene und bunte Gesellschaft einsetzen. (Wir leben’s bunt)
Im zweiten Teil ihrer Rede blickte Rola Zimmer auf die Erfolge des LHW-internen Krisenstabs zurück und löste ihn offiziell auf: dankbar für die darin Mitarbeitenden und dankbar allen Kolleg*innen im LHW, die durch die schweren Pandemie-Jahre so toll und solidarisch weiter gearbeitet haben.
Aniela Lazari blickte auf die vielen Einsatze des Betriebsrats im Jahr 2023 zurück und veranschaulichte die z.T. sehr unterschiedlichen Arbeitsfelder für jede einzelne unserer Einrichtungen. Genauso beeindruckend waren die große Zahl und mehr noch die Inhalte von abgeschlossenen Betriebsvereinbarungen. Im zweiten Teil ihrer Rede gab sie Einblick in die laufenden Gespräche und die kommenden BVs 2024 sowie weitere Aktionen unter Betriebsrat-Beteiligung, z.B. im Bereich des betrieblichen Gesundheitsmanagements.
Nach einer Pause mit anregenden Gesprächen erzählte unser Gast von der GÖD, Wolfgang Schneider, von der Gewerkschaftsarbeit, vor allem aber von den PATT-Tarif-Verhandlungen. Er gab Ausblick auf die Ziele der kommenden Runden, aber auch Grenzen der Tarifmöglichkeiten. Im Anschluss gab es eine intensive Frage- und Antwortrunde. Ganz herzlichen Dank, Wolfgang Schneider!

Betriebsversammlung 2024

Rege Teilnahme an der Tagung Sozialraumorientierung in Weimar am 12.03.! Viele Mitarbeitende aus dem Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda und der Inklusiven Bildung
Lebenshilfe Weimar/Apolda gGmbH verfolgten die Diskussion unter dem Titel: “5 Jahre, 5 Prinzipien – Das Fachkonzept Sozialraumorientierung in Weimar.” Neben Vertreter*innen aus Politik, freien Trägern, Verwaltung nahm auch Prof. Wolfgang Hinte zu Gast, der das Fachkonzept der Sozialraumorientierung für Weimar maßgeblich begleitet.

Tagung Sozialraumorientierung Weimar am 12. März 2024

Herzlichen Glückwunsch, Gabriele Zirkel! Auf der Gala des Weimarer Sports wurde sie am Samstagabend als Sportpädagogin des Jahres ausgezeichnet.
Wir schätzen Gabi Zirkel als leidenschaftliche Pädagogin und freuen uns riesig mit ihr über den (verdienten!) Preis – sie fördert maßgeblich die Bewegungsfreude in unserem Weimarer Kindergarten Hufeland, der mit dem Prädikat „Bewegungsfreundliche Kita“ ausgezeichnet ist und Kindersport in der Turnhalle, Wassergewöhnung in der Schwimmhalle und im hauseigenen Badebecken anbietet.

Zudem gibt es unter intensiver Mitarbeit von Gabi Zirkel regelmäßig tolle inklusive Bewegungsveranstaltungen wie z.B. den Nachmittag mit den SO Young Athletes.

Gabi Zirkel ist Weimarer Sportpädagogin des Jahres!

Social media & sharing icons powered by UltimatelySocial
Facebook
Instagram