Tolle Fest, tolle Menschen! Riesengroßes Dankeschön an alle Beteiligten und die vielen motivierten Helfer*innen.
Tolle Fest, tolle Menschen! Riesengroßes Dankeschön an alle Beteiligten und die vielen motivierten Helfer*innen.
Die große Gesprächsrunde vor den Wahlen für alle war ein toller Erfolg. Am 22. Mai waren die vielfältigen Angebote gut und rege besucht. Ganz herzlichen Dank allen Beteiligten, Gästen und Interessierten!
Heute fand ein Radio-Interview des MDR Hörfunks mit Vertreter*innen unseres Projekts „Wir sind wahlklar 2024“ statt.
Florian Ulrich und Franziska Jung standen dabei Corinna Ritter-Kallwitz vom MDR zu ihren Fragen rund um die anstehenden Wahlen und die Unterstützungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen Rede und Antwort.
Alle waren ziemlich aufgeregt, aber es war ein schönes Gespräch – zu einem wichtigen Thema.
Der Beitrag wird wahrscheinlich bereits am Samstag zw. 18 und 19 Uhr beim „Fazit vom Tag“ zuhören sein.

Am 10. Mai haben Weimarer Bürger*innen auf dem Theaterplatz Texte vorgelesen. Katharina Winter und Florian Ulrich als Selbstvertreter*innen unserer Werkstätten haben dabei mitgemacht. Sie haben ganz großartig kurze Texte vorgelesen, unter anderem von den Autoren Erich Fried und Kurt Tucholsky! Viele Menschen haben ihnen zugehört. Warum? Am 10. Mai 1933 brannten deutschlandweit die Bücher von Autor*innen zumeist jüdischer Herkunft. Es war eine der ersten Aktionen eines unmenschlichen politischen Systems, das am 8. Mai 1945 besiegt wurde. Immer noch und immer wieder gibt es genügend Stimmen, die die Verbrechen des Nationalsozialismus verharmlosen oder ganz und gar aus dem Gedächtnis streichen wollen.
Dank an das @bgr_weimar . Wir als LHW waren Kooperationspartner, genau wie die @stadtweimar und das @dntweimar
Am 8. Mai 2024 setzen wir in Weimar gemeinsam ein Zeichen für Diversität und Toleranz. Goldene Rettungsdecken schmücken Weimar als Symbol der Solidarität mit Geflüchteten und des Widerstands gegen Hass und Diskriminierung.
Wir leben’s bunt – heute mal: Wir leben’s gold!
„Teilhabe statt Ausgrenzung. Keine Stimme für die AfD.“
Lebenshilfe gibt Wahlempfehlung anlässlich des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai
Berlin. „Die AfD ist gegen eine vielfältige, inklusive Gesellschaft und grenzt so Menschen mit Behinderung aus. Als Verband, der sich seit mehr als 65 Jahren für die Rechte von Menschen mit Behinderung einsetzt, können wir das nicht hinnehmen und rufen dazu auf, bei der Europawahl im Juni und den anstehenden Kommunal- und Landtagswahlen nicht die AfD zu wählen.“ Das erklärt Ulla Schmidt, Vorsitzende der Bundesvereinigung Lebenshilfe und Bundesministerin a.D., anlässlich des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai. „Wir stehen für Menschlichkeit und Vielfalt – daher haben wir bereits 2021 ein gleichnamiges Bündnis mit initiiert, dem sich mehr als 700 Vereine und Organisationen angeschlossen hatten. Schon damals wollten wir deutlich machen, dass die Ziele der AfD mit einer inklusiven und vielfältigen Gesellschaft nicht vereinbar sind. Das reicht angesichts der aktuellen Entwicklung der AfD heute nicht mehr aus.“
„Teilhabe statt Ausgrenzung. Keine Stimme für die AfD.“, heißt es deshalb klipp und klar bei der Lebenshilfe. Bundesvorstand und Bundeskammer – dazu gehören alle Landesvorsitzenden der Lebenshilfe – haben das jetzt gemeinsam beschlossen. Nie zuvor hat es eine solche Wahlempfehlung der rund 120.000 Mitglieder starken Vereinigung gegeben. Außerdem ist die Bundesvereinigung Lebenshilfe der Initiative #Zusammenland – Vielfalt macht uns stark“ beigetreten.
„Wir wollen damit Flagge zeigen und rechtspopulistischen und rechtsextremen Kräften die Stirn bieten“, betont Ulla Schmidt. „Unsere Demokratie ist in großer Gefahr. Spätestens nachdem bekannt wurde, dass sich AfD-Vertreter mit namhaften Rechtsradikalen in Potsdam getroffen haben, um unter dem Deckmantel einer sogenannten ‚Remigration“ massenhafte Abschiebungen auch deutscher Bürgerinnen und Bürger zu beraten, muss allen klar sein, was die Stunde geschlagen hat. Dieses Treffen weckt Erinnerungen an das dunkelste Kapitel unserer Geschichte, als die Nazis die Macht in unserem Land übernahmen.“
Bereits am 21. März 2017 haben Bundesvorstand und Bundeskammer in einem gemeinsamen Beschluss deutlich gemacht, dass Lebenshilfe und AfD unvereinbar sind. In der Folge hat die Lebenshilfe, auch gemeinsam mit anderen Verbänden, immer wieder darauf hingewiesen, dass die AfD Inklusion als „Ideologie-Projekt“ ablehnt und Menschen diskriminiert, die nicht ins völkisch-nationalistische Weltbild passen. Ulla Schmidt: „Die Wahlen in diesem Jahr werden darüber entscheiden, ob unsere Demokratie wehrhaft bleibt oder weiter beschädigt wird.“
Auf www.lebenshilfe.de gibt es unter der Überschrift „WIR für Menschlichkeit und Vielfalt“ ausführliche Informationen, darunter eine Broschüre der Lebenshilfe mit Empfehlungen zum Umgang mit der AfD, ein Magazin mit Leichter Sprache zur Europawahl und eine Webseite in Leichter Sprache zum Thema „Menschen mit Behinderung in der Nazi-Zeit“.
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Die Thüringer Specialolympics starten die 3. Förderphase des Projekts “Beuge” – Bewegung und Gesundheit im Alltag stärken (BeuGe). Über das Projekt werden Workshops angeboten, in denen Menschen mit geistiger Beeinträchtigung ihr Wissen über Bewegung, Ernährung und Gesundheit auffrischen können. Die erste Aktion fand nun als Schnupperangebot Crossboccia in unserem Kultursaal in Egendorf statt – mit großer Begeisterung. Hier zum ausführlichen Bericht Crossboccia SO THÜ


Kinderkram und mehr! Entdeckt und findet schöne Sachen beim Flohmarkt unseres Kindergartens Hufeland.

Am 12. April fand wieder eine Pflanzaktion statt. In der Weimarer Andersenstraße pflanzten wir einen Apfelbaum für die Holocaust-Überlebende Éva Fahidi-Pusztai. Sie ist am 11. September 2023 im Alter von 97 Jahren verstorben.
Am Tag der Pflanzung war herrlichstes Frühlingswetter. Unsere Flötistin Martina Rother sorgte für die musikalische Umrahmung.
Unser Aufsichtsratsvorsitzender Justus Lencer hielt eine bewegende Eröffnungsrede. Er sprach darüber, dass wir Erinnerungskultur pflegen müssen, damit sich negative Geschichte nicht wiederholt.
Aber nicht nur er, sondern auch Weimars Oberbürgermeister Peter Kleine richtete mahnende Worte an uns. Nie wieder ist jetzt. Naftali Fürst, Präsident des Internationalen Komitees Buchenwald-Dora, sagte, dass Frieden geschützt werden muss. Prof. Dr. Jens-Christian Wagner, Direktor der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald, sagte, dass es wichtig ist, vor allem junge Menschen mit Friedensbotschaften zu erreichen. Unsere Pflanzaktionen sind dafür genau richtig.
Auch Évas Lebensgefährte Andor Andrási nahm an der Veranstaltung teil und reiste dafür extra aus Budapest an. Er hielt nicht nur eine bewegende Rede, sondern vollzog gemeinsam mit Naftali Fürst den symbolischen Pflanzakt für Évas Bäumchen.
Am 13. April 2024 war es wieder soweit. Es fand eine große Pflanzaktion anlässlich des diesjährigen Jahrestages der Befreiung statt. Diesmal wurde der symbolische Pflanzakt auf dem ehemaligen Militär-Übungsplatz in Nohra begangen. Hier befand sich 1933 das ehemalige Konzentrationslager Nohra.
An diesem Samstag herrschte traumhaftes Frühlingswetter. Es waren sehr viele Menschen anwesend. Sogar das tschechische Fernsehen war dabei.
Jetzt wachsen vier neue Bäume an einem weiteren Erinnerungsort rund um Weimar. Drei junge Posaunisten vom Weimarer Musikgymnasium spielten stimmungsvolle Lieder. Nicht nur unser Aufsichtsratsvorsitzender Justus Lencer, sondern auch Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow und Weimars Bürgermeister Ralf Kirsten hielten emotionale Reden.
Die Baumpatenschaften übernahmen Katinka Poensgen, die Landesverbände des VVN-BdA Sachsen-Anhalt und Thüringen, Margret Rest und Familie sowie die Kinder und Enkelkinder von Erich Loch. Sie sind Angehörige und Freunde ehemaliger Häftlinge des KZ Buchenwald.
Auch die Zwangsarbeiter dürfen nicht vergessen werden. Da die meisten Männer im Krieg an die Front mussten, fehlten überall Arbeitskräfte. Die Zwangsarbeiter sollten diese ersetzen und arbeiteten oft unter unmenschlichen Bedingungen. Sie kamen aus ganz Europa.
Diese beiden Pflanzaktionen waren mal wieder sehr gelungen und sehr bewegend – sie werden uns noch lange in Erinnerung bleiben. Sie haben mal wieder gezeigt, wie wichtig es ist, an die Nazi-Zeit zu erinnern.
Doreen Hadlich