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Spendensammlung der Villa Winzig: Kindergarten sammelt Sachspenden für die Ukraine

Weimar. Die Ukraine-Krise und das damit verbundene Schicksal der geflüchteten Ukrainer*innen bewegt die Menschen der Stadt Weimar auf allen Ebenen. Auch die Villa Winzig des Lebenshilfe-Werks Weimar/Apolda startete einen Spendenaufruf unter den Eltern und Angestellten. Auf diesem Wege kam eine Vielzahl an Sachspenden zusammen. Die gespendeten Windeln, Zahnbürsten, Damenhygiene-Artikel, Shampoos und Seifen sowie Decken und Schlafsäcke wurden in der vergangenen Woche in die Sammelstelle in der Marienstraße gebracht. Von dort aus organisierte die AWO-Mitte-West-Thüringen den Transport zu den ukrainischen Geflüchteten.

Spendensammlung der Villa Winzig: Kindergarten sammelt Sachspenden für die Ukraine

Wer von einem kleinen Stückchen Land träumt, auf dem Gemüse angebaut werden kann und die Kinder viel Platz zum Spielen in der Natur haben, ist in Egendorf bei Blankenhain genau richtig. Denn auf dem Naturhof Egendorf kann dieser Traum Wirklichkeit werden.

Hobbygärtner*innen und die, die es werden möchten, können von Mai bis November eine 40 qm große Parzelle pachten und bearbeiten. Die Beete werden mit einer Vielzahl von Gemüsesorten wie Möhren, Zwiebeln, Kartoffeln, Erbsen sowie Sonnenblumen vorbreitet. Gärtnerische Vorerfahrungen sind dabei nicht nötig, denn der Gärtner vom Naturhof Egendorf stehen bei allen Fragen rund um das Thema Gemüse zur Seite.

In der Saisonpacht von 140 Euro sind Wasser, Gerätenutzung und Erstbepflanzung inklusive. Bei Bedarf bietet der Naturhof auch die Pflege der Parzelle an.

Das weitläufige, ruhige Gartengelände steht zur Mitnutzung zur Verfügung. Hier kann nach getaner Arbeit unter den großen Kastanienbäumen relaxed oder gegrillt werden.

Anmeldung und weitere Infos auf: www.naturhof-egendorf.de/saisongaerten

Start ins Gartenglück mit den Saisongärten in Egendorf

Das Geld kommt dem Internet-Angebot „Corona-Virus in Leichter Sprache“ zugute

Berlin. Seit Ausbruch der Pandemie stellt die Bundesvereinigung Lebenshilfe aktuelle Informationen über das Corona-Virus und seine Folgen im Internet auf www.lebenshilfe.de zur Verfügung. Kostenfrei und in Leichter Sprache. Dieses wichtige Online-Angebot wird jetzt von Siemens Deutschland mit 35.000 Euro unterstützt. „Wir sind sehr dankbar für die Spende“, freut sich Ulla Schmidt, Lebenshilfe-Bundesvorsitzende und Gesundheitsministerin a.D. „Gerade Menschen mit geistiger Beeinträchtigung haben große Angst vor Corona, weil sie oft vorerkrankt sind und bei ihnen eine Ansteckung mit dem Virus häufig schwer verläuft. Nun können wir weiter ausführlich über die Pandemie informieren. Und zwar so, dass alle es verstehen.“

Wie hilfreich Leichte Sprache mit großem „L“ ist, haben längst auch Suchmaschinen erkannt. Wer etwa bei Google die Frage „Soll ich mich gegen Corona impfen lassen?“ eingibt, bekommt seit vielen Monaten als Erstes die Lebenshilfe-Seite vorgeschlagen – vor Quellen wie dem Robert-Koch-Institut oder dem Gesundheitsministerium. In Leichter Sprache zu schreiben, ist aber gar nicht so einfach, wie manche vielleicht denken. Es gibt viele Regeln, die eingehalten werden müssen, und Text-Abschnitte werden zusätzlich durch Bilder erklärt. Die Bundesvereinigung Lebenshilfe beschäftigt eine eigene Fachreferentin für Leichte Sprache und hat eine ehrenamtliche Prüfergruppe. Ihr gehören Menschen mit geistiger Beeinträchtigung an, die alle Texte ganz genau auf ihre Verständlichkeit hin abklopfen. Fällt bei ihnen eine Formulierung durch, wird so lange nach einer neuen gesucht, bis die Prüferinnen und Prüfer zufrieden sind.

Neben der Lebenshilfe fördert Siemens vier weitere gemeinnützige Organisationen. Insgesamt spendet die deutsche Vertriebs- und Service-Organisation von Siemens 360.000 Euro. Damit soll die zum großen Teil ehrenamtliche Arbeit im Sozialbereich, die durch die Corona-Lage erheblich erschwert wurde, unterstützt werden. Der Fokus liegt auf Digitalisierungs- und Transformationsprojekten. Über die Verteilung der Spendensumme entschieden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Siemens Deutschland.

„Siemens war trotz herausfordernder Rahmenbedingungen im vergangenen Geschäftsjahr außerordentlich erfolgreich. Wir möchten deshalb in größerem Maß Organisationen unterstützen, die sich gerade in diesen Zeiten um die Schwächeren in unserer Gesellschaft kümmern“, sagt Siemens-Deutschland-CEO Uwe Bartmann. „Die Spenden sehen wir auch als Anerkennung der ehrenamtlichen Arbeit an, von der soziales Engagement lebt.“

Link zum Internet-Angebot „Corona-Virus in Leichter Sprache“:

https://www.lebenshilfe.de/informieren/familie/empfehlungen-zu-covid-19-corona-virus/corona-ueberblick-leichte-sprache

Link zur Pressemitteilung von Siemens:

https://press.siemens.com/de/de/pressemitteilung/siemens-deutschland-spendet-hilfsorganisationen

Siemens Deutschland unterstützt Bundesvereinigung Lebenshilfe mit 35.000 Euro

Die Bundesvereinigung der Lebenshilfe plädiert für eine allgemeine Impfpflicht, um eine weitere Corona-Welle im Herbst zu verhindern. Die langsam sinkenden Ansteckungszahlen dürfen uns keine falsche Sicherheit vermitteln. Nur mit einer ausreichend hohen Impfquote können wir wieder die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für alle ermöglichen.

Menschen mit Behinderung sind von der Pandemie besonders betroffen. In den ersten Corona-Wellen mussten sie meist zu Hause bleiben und konnten nicht zur Arbeit oder in die Schule gehen. Diese Situation müssen wir mit allen Kräften verhindern.

Die Bundesvereinigung der Lebenshilfe hat dazu eine Medienmitteilung veröffentlicht. Informationen zur Corona-Impfung sind auf der Internetseite der Lebenshilfe auch in leichter Sprache erhältlich.

Allgemeine Impfpflicht bedeutet Teilhabe

Weimar. Jedes Jahr erinnern die Stadt Weimar und auch der Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda e.V. an die Opfer der Bombenangriffe vom 9. Februar 1945. Bereits zum zweiten Mal fand das Gedenken vor dem Kindergarten Hufeland des Lebenshilfe-Werkes pandemiebedingt nur in sehr kleiner Runde statt. Dennoch hielt das diesjährige Gedenken einen besonderen Moment bereit: Die Einweihung einer neuen Gedenktafel an dem Kindergarten, in dem bei der Bombardierung rund 30 Kinder und zahlreiche Erwachsene ums Leben kamen.

Etwa 1.100 Menschen starben am 9. Februar 1945 bei den schweren Fliegerangriffen der Alliierten auf Weimar. Ziel waren die Gustloff-Rüstungswerke, doch auch Teile der Innenstadt wurden getroffen. Unter den Toten waren auch rund 600 KZ-Häftlinge und Kriegsgefangene, die in dem Rüstungswerk Zwangsarbeit verrichteten. Eine Bombe schlug in den Kindergarten der damaligen Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt ein – genau an der Stelle, an der heute der Kindergarten Hufeland des Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda e.V. steht.

Diese Zahlen ergeben sich aus der neueren Forschung, weshalb die bisherige Gedenktafel entsprechend erneuert und nun offiziell übergeben wurde. Rola Zimmer, Vorstandsvorsitzende des Lebenshilfe-Werkes Weimar/Apolda, erinnert: „Wenn wir heute der Opfer der Bombardements auf Weimar gedenken, geschieht dies im Wissen darum, dass dieser schreckliche Weltkrieg von deutschem Boden ausging. Auch nach den Angriffen ging das Morden im Konzentrationslager Buchenwald weiter. An die abschließenden Todesmärsche der Gefangenen erinnern wir mit unserem lebendigen Gedenkprojekt 1000 Buchen.“ So stehen auch Bäume des Projektes in der Andersenstraße und der Kromsdorfer Straße bei den ehemaligen Gustloff-Rüstungswerken.

Gedenken an die Opfer des Bombenangriffs vom 9. Februar 1945 – Neue Gedenktafel am Kindergarten Hufeland

Jena. Am 27. Januar ist der Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus. Dieser Tag erinnert an die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau durch sowjetische Soldaten 1945. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurden Millionen Menschen – Juden, Sinti und Roma, politisch Gefangene, Homosexuelle, Zeugen Jehovas aber auch zahlreiche Menschen mit Behinderungen – verfolgt, gefoltert und ermordet.

Eine der Auschwitz-Überlebenden ist die ungarische Jüdin Éva Fahidi-Pusztai. Mit ihr beschäftigte sich eine Gruppe von Menschen mit Behinderungen in Erfurt. Im Rahmen der Sonderausstellung „Évas Apfelsuppe oder der Duft von Heimat. Eine Hommage an Éva Fahidi-Pusztai und das Leben“ im Erinnerungsort Topf & Söhne – Die Ofenbauer von Auschwitz setzten sie sich in einem Workshop mit Évas Leben und der Zeit des Nationalsozialismus auseinander. Sie lernten eine Frau kennen, die als Jüdin verfolgt wurde, einen großen Verlust erlitten hat und heute an die Verantwortung eines jeden in der Gesellschaft appelliert. Während des Workshops entwickelten die Teilnehmenden die Idee, eine Tandemführung durch die Sonderausstellung anzubieten, welche im Frühjahr dieses Jahres im Erfurter Erinnerungsort Topf & Söhne zu erleben sein wird. Dabei führen Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam durch die Sonderausstellung. Weiterhin können Gruppen und Einzelpersonen an einer Führung in Leichter Sprache durch die Dauerausstellung im Erinnerungsort Topf & Söhne teilnehmen.

Die aufgeführten Veranstaltungen wurden gemeinsam mit dem Erinnerungsort Topf & Söhne entwickelt und sind ein Teil der Bildungsangebote, welche im Rahmen des Projektes „Barrierefrei erinnern – Das Zentrum für Thüringen“ angeboten werden. Während der Projektlaufzeit werden Angebote zur Erinnerung und Aufarbeitung in Leichter und einfacher Sprache auf den Weg gebracht. Die Aufklärung über die Verbrechen des Nationalsozialismus, die Erinnerung an die Opfer sowie die Sensibilisierung zu aktuellen Gefahren der Ausgrenzung stehen dabei im Mittelpunkt.
Kooperationspartner des Projektes sind neben dem Erinnerungsort Topf & Söhne – Die Ofenbauer von Auschwitz auch die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau Dora.

Die Angebote des Projektes, weitere Informationen und Kontaktdaten der Ansprechpartner finden Sie auf der Internetseite der Lebenshilfe Thüringen (Barrierefrei erinnern).

 

Die Lebenshilfe ist ein gemeinnütziger Verein, der 1958 von Eltern geistig behinderte Kinder und engagierten Fachleuten in Marburg gegründet wurde. Der Landesverband der Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung in Thüringen, 1990 gegründet, ist ein Zusammenschluss von 39 rechtlich eigenständigen regionalen Mitgliedsorganisationen mit rund 3.000 Mitgliedern. Etwa 8.000 Menschen mit vorrangig geistiger Behinderung nutzen die Vielzahl der Angebote der Mitgliedsorganisationen der Lebenshilfe Thüringen, angefangen von der Frühförderung und integrativen Kindertagesstätten, über Wohneinrichtungen bis hin zu Ausbildungs- und Arbeitsangeboten.

Geschichte inklusiv | Projekt „Barrierefrei erinnern – Das Zentrum für Thüringen“ der Lebenshilfe Thüringen

Berlin. Die Bundesvereinigung Lebenshilfe fordert die zügige Einführung einer allgemeinen Impfpflicht, um Menschen mit Behinderung vor der Ansteckung mit Covid-19 wirksam zu schützen und ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu sichern.

„In den ersten Corona-Wellen haben Menschen mit Beeinträchtigung unglaublich unter Absonderung und Isolation leiden müssen. Dass sie ihre Wohneinrichtungen nicht mehr verlassen dürfen, dass Werkstätten, Schulen und Kitas geschlossen und so die Familien mit der Betreuung und Pflege ihrer behinderten Angehörigen allein gelassen werden, darf auf gar keinen Fall noch einmal passieren“, betont Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und Bundesgesundheitsministerin a.D. „Damit Teilhabe für alle funktioniert, muss die ganze Gesellschaft Verantwortung übernehmen. Deshalb setzt sich die Lebenshilfe für eine allgemeine Impflicht ein.“

Das vollständige Positionspapier zum Nachlesen gibt es über diesen Link:
Bundesvereinigung Lebenshilfe | Zur Prävention von Corona-Infektionen bei Menschen mit Behinderung durch Impfpflicht und Auffrischimpfungen

Menschen mit Behinderung vor Corona schützen: Lebenshilfe für Impfpflicht und rasche Impfungen

Zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung haben unsere Selbstvertreterin und Werkstatträtin Doreen Hadlich und unsere Vorstandsvorsitzende Rola Zimmer auf Radio Lotte Weimar ein Interview gegeben.

Nachzuhören ist dieses in der Radio Lotte Mediathek unter folgendem Link:
Internationaler Tag der Behinderung – Radio LOTTE Weimar

Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung

Am 3. Dezember – zufällig  auch dem Tag der Menschen mit Behinderung – hat Dr. Manfred Röhrs von Weimars Oberbürgermeister Peter Kleine die goldene Ehrennadel für sein ehrenamtliches Engagement verliehen bekommen. Vor rund 40 Jahren engagierte er sich bereits zu DDR-Zeiten u.a. in Saalborn für die Töpferei, die sich heute in Tröbsdorf befindet.
Zur Wende war er Mitbegründer unseres Lebenshilfe-Werks und erster Vorsitzender in unserem Verein und engagiert sich bis heute im Aufsichtsrat.

Die Goldene Ehrennadel wird seit 2001 für eine herausragende Lebens­leistung auf den Gebieten der Wissenschaft, der Umwelt, der Wirtschaft, der Kultur, des Sozialwesens, des Sports und des öffentlichen Lebens an eine Person verliehen, die das Ansehen der Stadt Weimar gemehrt haben.

Wir sind stolz und glücklich Dr. Röhrs an unserer Seite zu wissen und beglückwünschen ihn zu seiner Ehrung.

Goldene Ehrennadel der Stadt Weimar für Dr. Manfred Röhrs

Berlin. Anlässlich des Welttages der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember nimmt Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und Bundesministerin a.D., Stellung zum Koalitionsvertrag der künftigen Bundesregierung:

„Die Lebenshilfe sieht in dem Koalitionsvertrag eine große Chance für mehr Teilhabe von Menschen mit Behinderung. An vielen Stellen werden Forderungen der Lebenshilfe aufgegriffen. Dass zum Beispiel Familien mit behinderten Kindern in der Pflege stärker entlastet werden sollen, begrüßen wir sehr. Gleichzeitig erneuern wir unsere Forderung, dass endlich die Diskriminierung von erwachsenen Menschen mit Behinderung in der Pflegeversicherung beendet wird. Als Versicherte dürfen sie nicht länger benachteiligt werden, wenn sie in gemeinschaftlichen Wohnformen leben. Aktuell erhalten sie dort nur eine Pauschale von 266 Euro und nicht die Pflegesachleistung, die ihnen laut Pflegegrad zustehen müsste. Der Paragraf 43a im Sozialgesetzbuch XI gehört daher endlich abgeschafft!

Die Lebenshilfe begrüßt überdies den durch die Ampel-Koalition angekündigten Beteiligungsprozess für eine inklusive Kinder- und Jugendhilfe und das Vorhaben, die Verfahrenslotsen für Familien von Kindern mit Behinderung bei den Jugendämtern schnell und unbefristet einzusetzen. Diese Versprechen sollten ebenso zügig in Angriff genommen werden wie die Ankündigung, die Barrierefreiheit in Deutschland auch im privaten Sektor voranzubringen.“