wir lebens Bunt

WIR für Menschlichkeit und Vielfalt

Wir sind dabei!
Unser Lebenshilfe-Werk positioniert sich für eine menschliche und lebenswerte Zukunft. Deshalb haben wir die Erklärung der Aktion “WIR für Menschlichkeit und Vielfalt” mitgezeichnet. Damit zeigen wir zum Auftakt des Superwahljahres 2021 gemeinsam mit Hunderten von Verbänden, Initiativen und Einrichtungen aus dem Bereich der Behindertenhilfe und der Sozialen Psychiatrie eine klare Haltung gegen Rassismus und Rechtsextremismus.

Wir setzen uns deshalb dafür ein, dass

  • sich Hass und Gewalt nicht weiter ausbreiten können,
  • niemand das Recht auf Leben von Menschen mit Behinderungen in Frage stellen darf und
  • Menschen nicht ausgegrenzt, benachteiligt und diskriminiert werden.

WIR für Menschlichkeit und Vielfalt

Der Eltern- und Angehörigen-Rat und der Lebenshilfe Landesverband haben eine Petition zur Verbesserung der Situation von Menschen mit geistiger und/oder Mehrfachbehinderung im Krankenhaus in den Thüringer Landtag eingereicht.
Die Petition wird bis zum 12.04.2021 online veröffentlicht und kann in dieser Zeit mitgezeichnet werden.
Gebraucht werden 1.500 Mitzeichnungen!

In Thüringen können Petitionen nur online mitgezeichnet werden.
Zusätzlich sollen aber auch Unterschriftenlisten eingereicht werden, als Beteiligungsmöglichkeit für alle, für die das Internet eine Barriere darstellt. Die Unterschriftenlisten müssen vom Petitionsausschuss allerdings nicht anerkannt werden.

Dies ist der Link zur Online-Petition: https://petitionen.thueringer-landtag.de/

Bitte machen Sie unsere Petition in Ihren Einrichtungen und Diensten und bei den Eltern und Angehörigen bekannt.
Diese Unterlagen können verschickt und ausgelegt werden:

Zu den Unterschriftenlisten: Es ist ausreichend, dass Name, Vorname und Unterschrift auf den Listen vorhanden sind.
In einem dafür vorgesehenen Kästchen bitte noch den Namen und die Anschrift der Einrichtung/des Dienstes eingetragen, in dem die jeweiligen Listen ausliegen. Die Listen bitte bis zum 13.04.2021 an uns zurücksenden (wir leiten Sie an den Petitionsausschuss weiter).

Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung –
Landesverband Thüringen e.V.
Rudolstädter Str. 39
07745 Jena
Tel: 03641 334395
Fax: 03641 336507
Katja.heinrich(at)lebenshilfe-thueringen.de

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Petition für Menschen mit Behinderungen im Krankenhaus – Bitte um Unterstützung

In seinem Info-Brief #21 stellt der Lebenshilfe Landesverband Thüringen aktuelle Entwicklungen, die Menschen mit Behinderungen und deren Angehörige betreffen, kurz und verständlich zusammen.

Info-Brief des Lebenshilfe Landesverbandes für Angehörige

Die Stiftung Lebenshilfe Weimar/Apolda erhielt im Rahmen der Aktion „Mehrwert statt Mini-Rabatte“ der Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaft eG Weimar (EVG) eine Spende in Höhe von 3418 EUR.
Durch die Gelder können nun Projekte von und für Menschen mit Behinderungen unterstützt werden.
„Vielen Dank an die EVG, dass sie unsere Stiftung für die Teilnahme an ihrer Spendenaktion ausgewählt hat. Und ein herzliches Dankeschön natürlich auch an alle, die im Dezember für uns abgestimmt und so dazu beigetragen haben, dass die Mittel Menschen mit Behinderungen in Weimar und dem Weimarer Land zugutekommen können. Wir freuen uns sehr!“, sagt Rola Zimmer, Vorsitzende des Stiftungsvorstands.

Von Juli bis Dezember 2020 galten ermäßigte Mehrwertsteuer-Sätze. Die EVG beschloss, ihre Preise nicht anzupassen, sondern die entstehenden Mehreinnahmen in voller Höhe an verschiedene Initiativen und Organisationen zu spenden. Monatlich konnte online abgestimmt werden, wer welchen Anteil an den Spenden erhalten soll. Insgesamt sind bei der Aktion 29.600 EUR zusammengekommen.

Die Stiftung Lebenshilfe Weimar/Apolda setzt sich für die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und somit die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Leben in der Gemeinschaft ein. Sie fördert und unterstützt vor allem Projekte und Personen im Lebenshilfe-Werk und in der Region und zwar immer dann, wenn die staatlichen Hilfen nicht greifen und andere Finanzierungsquellen ausgeschöpft sind. Das können zum Beispiel besondere Spielgeräte in der Frühförderung, ein inklusives Freizeitprojekt oder Bildungsangebote für einzelne Menschen sein – Dinge, die ohne die Unterstützung der Stiftung nicht realisiert werden können.

Das Lebenshilfe-Werk hat sich 2008 zur Gründung der Stiftung Lebenshilfe Weimar/Apolda entschlossen, um aktiv die Zukunft zu gestalten – in der Überzeugung, dass bürgerschaftliches Engagement zukünftig immer wichtiger wird, um die Vision einer inklusiven Gesellschaft umzusetzen.

Mehrwert statt Mini-Rabatte – EVG unterstützt Stiftung Lebenshilfe Weimar/Apolda

Traditionell erinnert das Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda mit Vertreter*innen der Stadt, der SPD Weimar und Weimarer Bürgerinnen und Bürgern jedes Jahr an der Gedenktafel am Kindergarten Hufeland an die Opfer der Bombenangriffe vom 9. Februar 1945. Bedingt durch die Pandemie und nun auch den massiven Schneefall kann am Jahrestag die Veranstaltung leider auch nicht in kleinem Rahmen stattfinden. Justus Lencer, dem Aufsichtsratsvorsitzenden des Lebenshilfe-Werks Weimar/Apolda, und der Vorstandsvorsitzenden Rola Zimmer ist es jedoch ein großes Anliegen, dass auch ohne Feierlichkeiten am heutigen Tag der Opfer der alliierten Luftangriffe gedacht wird. Die Veranstaltung selbst wird zeitnah mit der Einweihung einer neuen Gedenktafel und der Niederlegung eines Blumenbuketts nachgeholt.

„Auch wenn die Bombardierung Weimars nicht durch die Nazis selbst erfolgte, so tragen sie doch die Verantwortung dafür. Damit ist der Krieg, der von Deutschland ausgegangen ist, auf schreckliche Weise hierher zurückgekehrt. Unsere Aufgabe ist es nun, niemals zu vergessen, wie es so weit gekommen ist. Dass der bloße Gedanke, ein Leben könne weniger wert sein als ein anderes, die ganze Welt in Krieg und Verderben stürzen kann und viele unschuldige Opfer fordert“, erklärt Lencer.

Rola Zimmer fügt hinzu: „Das Gedenken an die Opfer des NS-Terrors und die Positionierung gegen jede Art von rechter Hetze, Gewalt und Diskriminierung sind zu einem festen Bestandteil unseres Selbstverständnisses geworden. Dabei denken wir nicht nur an Menschen mit Behinderung, die in furchtbarster Weise von den Auswirkungen der NS-Rassenideologie betroffen waren, sondern auch an alle, die aufgrund ihrer Religion, ihrer Herkunft, ihres Geschlechts, ihrer sexuellen Orientierung oder anderen Gründen Opfer von Verfolgung, Diskriminierung und Ausgrenzung wurden und werden.“

Der 9. Februar 1945 ging als „Schwarzer Freitag“ in die Weimarer Geschichte ein. Er wurde zur größten Katastrophe, welche die Stadt bis dahin heimgesucht hatte. Gegen Mittag warfen Bomber der US Airforce 418 Tonnen hochexplosive Sprengbomben auf die Innenstadt, das Gustloff-Werk I und das Reichsbahngelände. Die Innenstadt mit ihren zahlreichen Kulturbauten wurde vollends zerstört, Wohnhäuser schwerstens beschädigt, Strom- und Wasserversorgung brachen zusammen. 2000 Menschen verloren ihr Heim, 461 Einwohner, mit ausländischen Arbeitern, Kriegsgefangenen und Häftlingen über 1100 Menschen, ihr Leben. Darunter auch Kinder: Im Kindergarten der Nationalsozialistische Volkswohlfahrt in der Richard-Strauß-Straße starben durch einen Volltreffer 31 Kinder, insgesamt in Weimar etwa 85. An der Stelle des damaligen Kindergartens steht heute der Kindergarten Hufeland des Lebenshilfe-Werks.

Gedenken an jüngste Opfer des Bombardements vom 9. Februar 1945

Menschen mit schwerstmehrfachen Behinderunge gehören zur Risikogruppe, so dass im Falle einer Corona-Infektion die Wahrscheinlichkeit eines schweren Verlaufs besonders hoch ist. Viele von ihnen verzichten deshalb seit Monaten auf Teilhabe: Sie gehen nicht zur Arbeit, haben keine feste Tagesstruktur und meiden soziale Kontakte. Die Lebenshilfe Thüringen fordert, Spielräume zu nutzen und Menschen mit Behinderungen in Härtefällen früher als geplant zu impfen.

Lesen Sie mehr in einem Artikel der Thüringer Allgemeine vom 1. Februar 2021.

Schnellere Impfungen für Schwerstbehinderte gefordert

Am heutigen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus konnte das Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda zerstörte und entwendete Gedenktafeln des Projektes „1000 Buchen“ ersetzen. Finanziert wurden die Tafeln vom Lokalen Aktionsplan Weimar, der Demokratieprojekte unterstützt. Seit 1999 erinnert das inklusive Gedenkprojekt „1000 Buchen“ an die Opfer der Todesmärsche aus Buchenwald.

2016 wurde in der Weimarer Andersenstraße ein Baum gepflanzt, im Gedenken an Lise London (1916 – 2012). Lise London war französisches Mitglied der Internationalen Brigaden und kommunistische Widerstandskämpferin und überlebte mehrere deutsche Konzentrationslager. 2019 wurde der Baum, wie zahlreiche andere, mutwillig beschädigt und die Gedenktafel entwendet.

Die Beschädigungen oder Zerstörungen von Gedenkbäumen und -tafeln in 2019 und 2020 hatten tiefe Betroffenheit, Solidarität und eine Welle der Hilfsbereitschaft weit über Weimars Stadtgrenzen hinaus ausgelöst, die bis heute anhält. Die jüngste Unterstützung kommt vom Lokalen Aktionsplan Weimar (LAP), der die Fördergelder für die Ersatzanschaffung von acht Gedenktafeln bereitgestellt hat. „Wir waren bestürzt, als wir vom Vandalismus an den Bäumen und Schildern erfahren haben. Mit unserer Unterstützung möchten wir auch ein Zeichen für Vielfalt und gegen Hass, Gewalt und Menschenfeindlichkeit setzen“, so Anika Thiele, Koordinatorin des LAP Weimar.

Dank der Förderung wurden heute fünf zerstörte Gedenktafeln in Erinnerung an ehemalige Häftlinge und Häftlingsgruppen in der Ettersburger Straße und in der Andersenstraße ersetzt. Die französische Botschafterin in Deutschland, Anne-Marie Décôtes, zeigte sich bewegt: „Ich bin dem Lebenshilfe-Werk dankbar, dass es sich der Pflege des Gedenkens widmet und mutwillig zerstörte Bäume und Tafeln ersetzt. Ich freue mich, dass zum diesjährigen Holocaust-Gedenktag die Tafel erneuert wurde, die der französischen Résistance-Kämpferin Lise London (1916-2012) gewidmet ist.“

Rola Zimmer, Vorstandsvorsitzende des Lebenshilfe-Werks, ist dankbar für die Solidarität und breite Unterstützung, die dem inklusiven Projekt seither entgegengebracht wird. „Unser Gedenkprojekt bewahrt die Erinnerung an die Opfer der Todesmärsche aus dem KZ Buchenwald, es steht aber auch für das Gedenken an alle Menschen, die dem Nationalsozialismus zum Opfer fielen. Es freut mich, auch in Zeiten der Corona-Pandemie weitere Anwärter*innen für Baumpatenschaften und Unterstützung an unserer Seite zu wissen, die uns helfen den lebendigen Erinnerungsweg zu bewahren und weiter anwachsen zu lassen.“

Zur Erinnerung an die Todesmärsche aus Buchenwald sowie die Opfer des Euthanasie-Programms der Nationalsozialisten zur Beseitigung „unwerten Lebens“ rief das Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda im Weimarer Kulturstadtjahr 1999 das inklusive Gedenkprojekt „1000 Buchen“ ins Leben. Entlang der ehemaligen Marschroute der Häftlinge entsteht Stück für Stück ein lebendiger Erinnerungsweg, versinnbildlicht durch Bäume, die Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam pflanzen und durch Baumpatenschaften unterstützt werden.

Der Lokale Aktionsplan wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms »Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit« und vom Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport im Rahmen des Thüringer Landesprogramms »denkbunt – für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit«.

Beiliegend 2 Bilder:
1. Bild: Von links nach rechts: Rola Zimmer, Vorstandsvorsitzende des Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda, und Anika Thiele, Koordinatorin Lokaler Aktionsplan Weimar, am ersetzten Gedenkschild und Baum von Lise London (1916 – 2012)
2. Bild: Ersetztes Gedenkschild für den 2016 gepflanzten Gedenkbaum in Erinnerung an Lise London (1916 – 2012). Das Schild ist bei einem Angriff auf die Gedenkbäume 2019 entwendet worden

Holocaust-Gedenktag – zerstörte Gedenktafeln im Projekt „1000 Buchen“ ersetzt

Traditionell führt in der Werkstatt Tröbsdorf die Zirkus- und Theatergruppe zur Weihnachtsfeier eine kleine Vorstellung auf. Das musste in diesem Jahr leider ausfallen. Trotzdem hat sich die Gruppe um Theaterpädagogin Silvie Roth etwas Tolles überlegt. Sehen Sie selbst …

Theater neu gedacht

Das Büro für Selbstvertretung in der Lebenshilfe Berlin
hat einen Erklär-Film über Selbstvertretung gemacht.
Der Film zeigt, was Selbstvertretung ist.
Und er möchte Mut machen.
Sascha Ubrig ist Selbstvertreter.
Er sagt: Dran bleiben! Weitermachen!

Erklär-Film zum Thema Selbst-Vertretung

Eine Vorweihnachtszeit ohne gemeinsamen Adventsnachmittag mit den Kindern und ihren Familien? Für die Pädagoginnen und Therapeutinnen der Interdisziplinären Frühförderstelle Weimar unvorstellbar. Und doch muss durch Corona das gemütliche Beisammensein in diesem Jahr ausfallen. Deshalb verzauberten die Mitarbeiterinnen der Frühförderung die Räume in der Belvederer Allee 17 kurzerhand in Back- und Bastelstuben. Viele fleißige Hände siebten Mehl, kneteten Teig und es entstanden in Heimarbeit Sterne, Häuser, Lebkuchenmänner und Herzen aus leckerem Plätzchenteig. Nun werden in allen Räumen der Frühförderung Basteleien vorbereitet, Schablonen erstellt, Rezepte für die Weihnachtsbäckerei und Liedtexte für Weihnachtslieder aufgeschrieben. Im langen Flur werden all diese bunten Überraschungen dann liebevoll verpackt und anschließend zu den Kindern auf die Reise geschickt.
„Da wir in diesem Jahr unsere beliebten Adventsnachmittage mit den Kindern und Familien nicht in unserer Frühförderstelle durchführen können, kommen die entstandenen Vorweihnachtsüberraschungen nun zu jedem Kind nach Hause.“, berichtet die Leiterin der Frühförderstelle, Birgit Hochbach, „Damit danken wir allen Familien für die gute Zusammenarbeit und das Vertrauen in uns und wünschen eine schöne und besinnliche Weihnachtszeit.“

Frühförderstelle Weimar