wir lebens Bunt

Mit Archie geht’s in Weimar in die Steinzeit

Kinder mit und ohne Behinderung erlebten aufregende Ferienzeit im Museum für Ur- und Frühgeschichte Thüringens

Link zum Zeitungsartikel der Thüringer Allgemeine 24.10.2019
https://www.thueringer-allgemeine.de/regionen/weimar/mit-archie-geht-s-in-weimar-in-die-steinzeit-id227450069.html#coral_talk_stream

Mit Archie geht’s in Weimar in die Steinzeit

Tiefe Betroffenheit, grenzüberschreitende Solidarität und eine Welle der Hilfsbereitschaft lösten im Sommer die zwei Angriffe auf Bäume des integrativen Gedenkprojekts „1000 Buchen“ in Weimar aus. Dabei waren mindestens sieben Bäume, die an die Todesmärsche von Buchenwald erinnern, an- oder abgesägt worden. Im Rahmen der inzwischen 53. Pflanzaktion pflanzte die Weimarer Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen am Donnerstag in Kromsdorf einen Apfelbaum.

Die erste Nachpflanzung zerstörter Bäume erfolgt Dienstag, 29.10.2019, in Weimar-Schöndorf unterhalb der Alten Bahnhofstraße. Beginn ist 13.30 Uhr. Alle sind herzlich eingeladen.

In Schöndorf sägten Unbekannte Anfang Juli die kompletten kronenführenden Äste zweier Kastanien ab, die im Jahr 2007 im Rahmen des Gedenkprojekts „1000 Buchen“ gepflanzt worden waren. Eine Rotblühende Kastanie, für die Weimars damaliger Bürgermeister Christoph Schwind Pate gestanden hatte, ging ein. Der zweite Baum überstand den Angriff, gegen die Prognosen hinzugezogener Fachleute.

Die Ersatzpflanzung wird Weimars Bürgermeister Ralf Kirsten vornehmen. Paten für weitere Bäume an diesem Tag sind:

Thomas Gottweiss, Bürgermeister der Gemeinde Ilmtal-Weinstraße.
Gunter Braniek, Ortsteilbürgermeister von Kromsdorf.
Prof. Dr. Köhler aus Jena, dessen erster Baum die Attacke beschädigt überstand, pflanzt im Namen seiner verstorbenen Frau eine Esskastanie.

Zur Erinnerung an die Todesmärsche aus Buchenwald sowie die Opfer des Euthanasie-Programms der Nationalsozialisten zur Beseitigung „unwerten Lebens“ rief der Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda e.V. im Weimarer Kulturstadtjahr 1999 das integrative Gedenkprojekt „1000 Buchen“ ins Leben. Entlang der ehemaligen Marschroute entsteht Baum für Baum ein lebendiger Erinnerungsweg, versinnbildlicht durch Bäume, die Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam pflanzen und durch Baumpatenschaften finanzieren.

Alle beigefügten Inhalte sind zur Veröffentlichung in diesem Kontext freigegeben. Personen auf dem Bild sind von links nach rechts:

Falk Jonscher, Leiter der Gartengruppe,
Martina Heller, Projektleiterin „1000 Buchen“,
Ann-Sophie Bohm-Eisenbrandt, Vorsitzende der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Weimarer Stadtrat,
Ines Bolle, Fraktionsgeschäftsführerin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Weimarer Stadtrat.
Im Hintergrund der gepflanzte Apfelbaum.

Erinnerung lebendig halten – Neupflanzungen im Projekt „1000 Buchen“

Am 16.10.2019 war der erste Spatenstich für den Neubau unseres Kindergartens Moorentaler Spatzen. Wir alle freuen uns sehr auf das neue Haus.

Danke an die Stadt Apolda als Bauherr!

Neubau unseres Kindergartens Moorentaler Spatzen

Die Verständlichkeit der Wahlprogramme für Menschen mit Behinderungen wird von vielen Befragten bemängelt, so ein Ergebnis des 4. Inklusionsmonitors. Genau an diesem Punkt setzte der Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda e.V. an und startete bereits im Juni eine umfangreiche Informationskampagne rund um die Thüringer Landtagswahl 2019. Ziel ist es, vor allem Menschen mit Behinderungen über die Wahl, die einzelnen Parteien und deren Programme zu informieren, um sie nicht nur zum Wählen zu motivieren, sondern ihnen gleichzeitig eine gut fundierte Entscheidung zu ermöglichen.

In enger Zusammenarbeit mit dem Büro für Leichte Sprache und den Selbstvertretungen der Menschen mit Behinderungen wurden zahlreiche Informationsangebote auf den Weg gebracht. So widmen sich verschiedene Workshops leicht verständlichen Fragen wie „Wie geht das mit dem Wählen?“, „Warum sollte ich wählen?“ oder „Was hat Politik mit mir und meinem Leben zu tun?“. In einer Werkstatt des Vereins wurde eigens ein mobiles Wahllokal gebaut, das von Einrichtung zu Einrichtung wandert und den Menschen dort ermöglicht, das Wählen schon einmal vorab auszuprobieren und so Berührungsängste abzubauen. Ein Spezial-Teil zur Wahl in Leichter Sprache informiert in der Zeitschrift „mittendrin“ über den Landtag, die Parteien, die Wahl im Wahllokal und per Briefwahl und vieles mehr. Darüber hinaus sammelten Menschen mit Behinderungen Fragen, die ihnen wichtig sind. Diese wurden den sechs größten Parteien gestellt, Fragen und Antworten in Alltags- und in einfacher Sprache allen Menschen im Lebenshilfe-Werk zugänglich gemacht. „Wir freuen uns, dass bei der Landtagswahl am 27. Oktober auch Menschen ihre Stimme abgeben können, die unter gesetzlicher Betreuung stehen. Für das Recht eines und einer jeden haben wir uns seit Jahren stark gemacht. Nun wollen wir dazu beitragen, dass sie auch eine gute Basis erhalten, um dieses Recht wahrnehmen zu können“, sagt Rola Zimmer, Vorstandsvorsitzende des Lebenshilfe-Werks.

Die Befragung der Parteien finden Sie in Alltags- und in einfacher Sprache hier.

Zum Interview von Radio LOTTE gehts hier

Fragen und Antworten der Parteien in Leichter Sprache

PDF-Datei (758KB)

Fragen und Antworten der Parteien in Alltagssprache

PDF-Datei (656KB)

Wahlprojekt

Wählen leicht gemacht – Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda fördert politische Bildung

Unsere kreative Freiklang-Gruppe rund um Theaterpädagogin Silvie Roth lädt 28. September um 13.00 Uhr auf dem Apoldaer Zwiebelmarkt herzlich ein zu einer Reise in die Welt der Musik mit besonderen Menschen. Es erwarten Sie wunderschöne stimmungsvolle Momente voller Musik, Magie und Zirkusfeeling.
Kommen Sie vorbei und lassen Sie sich bezaubern!
Auch unsere Apoldaer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen wird beim Zwiebelmarkt mit einem Stand vertreten sein. Freuen Sie sich auf kreative und nützliche Werkstattprodukte, selbstgeimkerten Honig und vieles mehr.

Freiklang auf dem Zwiebelmarkt Apolda

Am Donnerstag, den 26. September, ab 10.00 Uhr übergibt die Hörisch Präzision GmbH der Werkstatt des Lebenshilfe-Werks Weimar/Apolda im Gewerbepark an der B87 in Apolda einen Scheck über 250 Euro. Gesammelt wurde das Geld mit dem Verkauf von Speisen und Getränken zum
Tag der offenen Betriebe. Für das Hörisch-Team stand gleich fest, dass dieses Geld für einen guten Zweck eingesetzt werden soll. Da man großen
Wert auf Natur- und Umweltschutz legt, lag es nahe, damit das Bienenprojekt des Lebenshilfe-Werks zu unterstützen. Die Werkstatt hält mehrere Bienenvölker, die im Wald und auf den Streuobstwiesen südwestlich des Gewerbeparks dringend gebraucht werden. Neben der sehr erfolgreichen Zusammenarbeit planen beide Unternehmen, sich künftig gemeinsam auch für ökologische Belange einzusetzen.

Spende für Bienen im Gewerbepark Apolda

Wir laden herzlich ein zum Herbstfest der Lebenshilfe Ortsvereinigung Weimar und Tag der offenen Tür am 7. September, von 10 bis 14 Uhr, in der Werkstatt Kromsdorf. Freuen Sie sich auf ein buntes Programm, leckeres Essen und viele tolle Aktivitäten für Groß und Klein.

Ein Auftritt des Kindergartens “Rappelkiste”, die Stadtstreicher Weimar, die Tanzgruppen des Kromsdorfer Karnevalsvereins und der Werkstatt, Spiele der Feuerwehr, das Kreativhaus Kromsdorf, Hüpfburg, Zorbball und vieles mehr erwarten unsere Gäste.

Wir freuen uns auf Sie!

Herbstfest in der Werkstatt Kromsdorf

Deutschland feiert 10 Jahre UN‐Behindertenrechtskonvention. Ziel war und ist es, die Rechte von Menschen mit Behinderungen weiter zu stärken. Ausdrücklich ausgenommen waren jedoch Kinder und Jugendliche mit Behinderungen.

Junge Menschen mit einer seelischen Behinderung unterfallen dem Hilfesystem des SGB VIII und damit der Zuständigkeit des Jugendamts, junge Menschen mit körperlichen und/oder geistigen Behinderungen hingegen dem Hilfesystem des SGB XII und der Zuständigkeit der Eingliederungshilfe. Zuständigkeitsstreitigkeiten sind vorprogrammiert. Viele Kinder, Jugendliche und Familien werden zwischen den Behörden hin und her geschoben, erhalten keine, verspätet oder nur unzureichend Hilfen.

Wir sprechen uns aus für eine inklusive Lösung, die allen Kindern und Jugendlichen gerecht wird – mit und ohne Behinderungen bzw. unabhängig von der Art ihrer Behinderung. Wir unterstützten das Bündnis für eine inklusive Kinder- und Jugendhilfe und seinen Appell an die Bundes- und Landesministerien.

Schluss mit Exklusion – Kinder- und Jugendhilfe für alle!

Am 2. August ab 20.30 Uhr laden wir herzlich ein zum gemeinsamen Filmabend in der Parkanlage unserer Wohnstätte in Egendorf (Egendorf Nr. 1 | Blankenhain). Das Sommer-Open-Air-Kino ist mittlerweile Tradition. „Glücklich ist nicht der, der alles hat, was er will, sondern der, der zu schätzen weiß, was er hat.“ Die Tragikomödie „Dieses bescheuerte Herz“ soll uns wieder ins Bewusstsein rufen, dass das Leben wertvoll ist – auch mit einer Einschränkung. Es kommt immer darauf an, was man daraus macht. Im Film, der auf einer wahren Begebenheit basiert, zeigen Elyas M`Barek und Philip Noah Schwarz auf eindrucksvolle und berührende Weise, wie man selbst mit einer unheilbaren Krankheit das Leben in vollen Zügen genießen kann. Wir laden herzlich zum gemeinsamen Filmabend ein und freuen uns auf Sie. Der eintritt ist frei, Getränke und kleine Snacks können erworben werden.

Jedes Jahr im August öffnet die Wohnstätte Egendorf ihre Pforten zum unterhaltsamen Open-Air-Kino für alle. Die Anlage inmitten eines Parks bietet 60 Menschen mit Behinderungen in unterschiedlichen Wohnkonzepten ein Zuhause. Das großzügige Außengelände mit Ruhe- und Sitzbereichen, Tiergehege und Garten verspricht Erholung und Entspannung im Grünen.

Sommer-Open-Air-Kino in Egendorf

Am 31. August 2019 ab 14:30 Uhr laden Lebenshilfe-Werk, Wirtschaftsförder-Vereinigung Apolda-Weimarer Land, Kreissportbund Weimarer Land, Apoldaer Leichtathletikverein 90 und Ausdauersportclub Apolda ganz herzlich ein zum Gewerbeparklauf anlässlich des Tages der offenen Betriebe im Industrie- und Gewerbepark an der B87 in Apolda.

Ob Läufe für Erwachsene über 5 km und 2,5 km, für Schülerinnen und Schüler, Volkslauf, Nordic Walking oder der Kinderlauf über 500 m – zahlreiche Laufoptionen versprechen Spaß und Unterhaltung für die ganze Familie. Für alle ist etwas dabei. Die eingenommenen Startgebühren kommen der Werkstatt für Menschen mit Behinderungen des Lebenshilfe-Werks zugute.