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Das Kunstatelier beim Parlamentarischen Abend in Berlin

Am 17. Mai 2022 fand in Berlin der Parlamentarische Abend der Bundesvereinigung Lebenshilfe in den Räumen der Landesvertretung Baden-Württemberg statt. Für die künstlerische Untermalung der Veranstaltung sorgte das Kunstatelier des Lebenshilfe-Werks Weimar/Apolda.

Neben zahlreichen Gästen aus Politik und Gesellschaft waren auch Menschen aus dem Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda vertreten. Darunter Gudrun Unverzagt und Sebastian Preiss als Vertreter*innen für die Künstschaffenden des Kunstateliers sowie Felicitas Romaniec als Leiterin des Kunstateliers, Martina Heller als ehemalige Leiterin des Kunstateliers und Carolin Franke als Referentin für den Geschäftsbereich Assistenz und Teilhabe. Zusammen überreichten sie unsere Kunstkalender, die aktuelle Ausgabe unseres Magazin “mittendrin” und unsere Feininger Quartette u. a. an Bundestagspräsidentin Bärbel Bas, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe Ulla Schmidt und Bundesgeschäftsführerin der Lebenshilfe Dr. Jeanne Nicklas-Faust.

Für die Teilnehmenden des Lebenshilfe-Werks Weimar/Apolda war es ein besonderes Erlebnis, die eigene Kunst auszustellen – aber auch berühmte Politiker*innen zu treffen und etwas Berliner “Politik-Luft” zu schnuppern. Viele Eindrücke konnten aus der Veranstaltung mitgenommen werden und es wurden bei leckerem schwäbischen Essen gute Gespräche geführt und neue Kontakte geknüpft.

Mehr Informationen zu dem Parlamentarischen Abend 2022 gibt es in leichter und in schwerer Sprache hier.

Das Kunstatelier beim Parlamentarischen Abend in Berlin

Special Olympics Deutschland erklärt Sportarten in leichter Sprache. Bei dem Video zur Sportart Eiskunstlauf ist das Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda mit Sophie Nowak vertreten. Sie ist Bewohnerin unserer Wohnstätte für Kinder und Jugendliche und seit Jahren im Kader des Special Olympics Deutschland vertreten. Sophie wird auch an der nächsten Olympiade teilnehmen.

Zu den Special Olympics World Games Berlin 2023 nimmt die Stadt Weimar an dem Host Town Programm teil. Das Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda unterstützt die Stadt dabei als Kooperationspartner.

Eiskunstlauf leicht erklärt

Special Olympics erklärt Eiskunstlauf in leichter Sprache – und wir sind dabei

Am 5. Mai 2022 wurde in unserem lebendigen Gedenkprojekt “1000 Buchen” der 168. Baum am Schwabsdorfer Weg in Denstedt gepflanzt. Baum-Paten sind der Lebenshilfe Landesverband Thüringen und sein Projekt „Barrierefrei erinnern – Das Zentrum für Thüringen“.

Mit dem Projekt „Barrierefrei erinnern – Das Zentrum für Thüringen“ bietet die Lebenshilfe Thüringen seit zwei Jahren inklusive Angebote über die Zeit des Nationalsozialismus an. So gibt es beispielsweise Workshops oder Führung in einfacher oder leichter Sprache.

Für die Pflanzung des Apfelbaums wurde ein besonderer Tag gewählt: Der 5. Mai ist der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Jedes Jahr demonstrieren Menschen mit und ohne Behinderung an diesem Tag, um gleiche Rechte für alle Menschen einzufordern.

72. Baumpflanzaktion im Projekt “1000 Buchen”

Anlässlich des 30. Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung laden wir herzlich zu unserer Kunst- und Protestausstellung unter dem Titel Weimaramara 2 ein.

Wann? 5.-14- Mai 2022

Wo? Gaswerk Weimar, Schwanseestraße 92

Eröffnung: 5. Mai, ab 18 Uhr

Highlight: Kulturbunch am 8. Mai, 11-16 Uhr

Weitere Informationen gibt es hier:

Flyer Weimaramara 2

Flyer Kulturbrunch

Wir freuen uns auf ein reges Kommen.

5.-14. Mai | Weimaramara 2: Kunst- und Protestausstellung mit Kulturbrunch

Am 11. April 2022, pflanzte die Weimarer Ehrenbürgerin und Holocaustüberlebende Éva Fahidi-Pusztai einen Apfelbaum im Rahmen unseres lebendigen Gedenkprojektes „1000 Buchen“.

Der am 11.04.2022 in der Andersenstraße symbolisch gepflanzte Apfelbaum erinnert an Éva Fahidi-Pusztais Schwester Gilike und ihre Eltern. Die vierköpfige Familie Fahidi wurde 1944 ins KZ Auschwitz deportiert und dort getrennt. Éva Fahidi wurde zur Zwangsarbeit in ein Außenlager von Buchenwald geschickt. Die kleine Schwester und die Eltern waren weiter im KZ Auschwitz inhaftiert und kamen dort im selben Jahr noch ums Leben.

Der Apfel hat für Éva Fahidi-Pusztai zeitlebens eine besondere Bedeutung. Während ihrer Haft in Auschwitz tauschte sie sich mit anderen Häftlingen Rezepte aus, wie das Rezept der Apfelsuppe von ihrer Großmutter. Das Sprechen über Essen und das Erinnern an Heimat gab ihr Kraft, die schwersten Tage ihres Lebens zu überstehen.

Die Baumpatenschaft bekam sie von Familie Dr. Bock, Martin Kranz und das Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus Weimar geschenkt.

71. Baumpflanzaktion

In unserem inklusiven Projekt 1000 Buchen – lebendiges Gedenken wurden am 09.04.2022 8 Bäume in Lehnstedt gepflanzt.

Am 09.04.2022 fand anlässlich des 77. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald in Lehnstedt die 70. Pflanzaktion unseres lebendigen Gedenkprojekts “1000 Buchen” statt.

Viele Menschen sind nach Lehnstedt gekommen, darunter Angehörige und Freund*innen von ehemaligen KZ-Häftlingen, die die Patenschaften der Bäume übernahmen, ehrbarer Weise auch Zeitzeug*innen und Ministerpräsident Bodo Ramelow.

Bei wechselhaftem Wetter wurden symbolisch 8 Kugelahorne gepflanzt, die in Lehnstedt nun an ehemalige Häftlinge des KZ Buchenwald erinnern.

Justus Lencer, Aufsichtsratsvorsitzender des Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda e.V., bat zu Beginn der Veranstaltung die Anwesenden um eine Schweigeminute für Boris Romantschenko. Boris Romantschenko war Buchenwaldüberlebender und Vizepräsident des Internationalen Komitees Buchenwald-Dora und der Kommandos für die Ukraine (IKBD). Er wurde am 18. März 2022 bei einem Bombenangriff auf Charkiw in seiner Wohnung getötet. Am 12. April 2015 sprach Boris Romantschenko auf dem ehemaligen Appellplatz der Gedenkstätte Buchenwald den Schwur von Buchenwald: „Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ideal“.

Bewahren wir Boris Romantschenko in unseren Herzen und kämpfen wir weiter für das Vermächtnis von Buchenwald.

70. Baumpflanzaktion

Die Bundesvereinigung Lebenshilfe kritisiert scharf den heutigen Beschluss der Bundesregierung zum Corona-Pflegebonus. Mitarbeitende in der Behindertenhilfe sollen erneut keine finanzielle Anerkennung erhalten.

Dazu erklärt Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und frühere Gesundheitsministerin: „Wir sind tief enttäuscht. Beschäftigte in der Behindertenhilfe haben in der Corona-Zeit ganz Außerordentliches geleistet, sie dürfen beim Pflegebonus nicht erneut übergangen werden. Sie waren rund um die Uhr für die Menschen mit Behinderung da, die während der Lockdowns über Wochen in ihren Wohnstätten isoliert waren, die ihr Zuhause nicht mehr verlassen und keinen Besuch von Angehörigen bekommen durften. Die Mitarbeitenden betreuten, versorgten und pflegten die Menschen nicht nur, sie gaben ihnen auch Halt und Trost in dieser extrem beängstigenden Situation. Deshalb haben Beschäftigte der Behindertenhilfe genauso eine finanzielle Anerkennung verdient wie Pflegepersonal im Krankenhaus oder in der Altenhilfe.“

Lebenshilfe drängt auf Corona-Pflegebonus auch für Beschäftigte der Behindertenhilfe

Lebenshilfe startet Petition im Bundestag – jede Stimme zählt!

Seit Jahren kämpfen die Fachverbände für eine Abschaffung des Paragraphen 43a im Elften Sozialgesetzbuch (SGB XI). Dieser Paragraph behandelt Menschen mit Behinderung bei der Pflege deutlich schlechter, wenn sie in einem „Wohnheim“ leben. Die Lebenshilfe fordert nun in einer Petition im Bundestag: #43aMussWeg – faire Pflege für alle! Mindestens 50.000 Unterschriften sind das Ziel, damit die Petition Erfolg hat. Hier geht es zur Petition: https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2022/_02/_22/Petition_131037.html

„Die Ungerechtigkeit und Diskriminierung, die mit dem immer noch existierenden § 43a einhergehen, ist für uns in keiner Form nachvollziehbar“, betonen Ulla Schmidt, MdB und Bundesministerin a.D. (Bundesvorsitzende Bundesvereinigung Lebenshilfe), Gerd Ascheid (Landesvorsitzender Lebenshilfe NRW) und Stephan Thiel (Vorstandsvorsitzender Lebenshilfe Lüdenscheid und Einreicher der Petition) gemeinschaftlich. „Alle sollen dieselbe Unterstützung erhalten, egal, wo sie leben!“

Im Anwendungsbereich von § 43 a SGB XI und damit jedenfalls in den sog. gemeinschaftlichen Wohnformen haben Menschen mit Behinderungen nur eingeschränkten Zugang zu den Leistungen der Pflegeversicherung. Unabhängig von ihrem Pflegegrad stehen ihnen nur die Pflegeleistungen in Höhe von maximal 266 EUR/Monat und damit regelmäßig ein Bruchteil ihres tatsächlichen Bedarfs zu. Alle Leistungsverbesserungen in der Pflegeversicherung der letzten Jahre sind an den Menschen mit Behinderung in besonderen Wohnformen vorbeigegangen. Damit stellt sich der Gesetzgeber selbst in krassen Widerspruch zu dem mit dem Bundesteilhabegesetz verbundenen Paradigmenwechsel. Der Gesetzgeber hat es als zentrale Neuerung angepriesen, dass die Leistungen künftig personenzentriert zu erfolgen hat und nicht mehr einrichtungszentriert. Menschen mit Behinderung sollen unabhängig davon, wo und wie sie leben uneingeschränkten Zugang zu den Leistungen der Eingliederungshilfe erhalten. Augenscheinlich gilt dies aber nicht für die Pflegeleistungen nach dem SGB XI. Denn hier macht es finanziell einen großen Unterschied wo der/die Pflegebedürftige lebt. Im Vergleich zu Menschen mit Behinderung, die häuslich gepflegt werden, erhalten sie von der Pflegekasse für ihre Pflege pro Monat je nach Pflegegrad zwischen 423 bis 1.729 Euro weniger an Versicherungsleistungen. Durch die gekürzten Pflegeleistungen können betroffene Bewohner:innen gezwungen sein, ihr vertrautes Lebensumfeld zu verlassen und ins Pflegeheim umziehen zu müssen , die Möglichkeit die ambulanten Pflegeleistungen in ihrer besonderen Wohnform zu bekommen, haben sie anders als alle anderen Versicherten nicht und das obwohl sie die gleichen Beiträge zur sozialen Pflegeversicherung aufbringen.

#43aMussWeg – faire Pflege für alle

Der Winkelbau in der Auenstraße wird umgebaut. Das Lebenshilfe-Werk wird das Gebäude bei der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) mieten.

Momentan haben die Mitarbeitenden der SEB Baugesellschaft alle Hände voll zu tun. Denn der sogenannte Winkelbau neben dem Eiermannbau in Apolda wird in den kommenden Monaten komplett saniert und so umgebaut, dass es durch das Zentrum Ambulante Komplexleistungen (ZAK) Weimarer Land und die Interdisziplinäre Frühförderstelle Kreis Weimarer Land genutzt werden kann. Es wurde bereits im Erdgeschoss ein Teil des alten Fußbodens entfernt und damit begonnen, Fensterrahmen auszubauen. Unter anderem soll auch das Dach saniert und ein Aufzug eingebaut werden. Aufgrund der speziellen Anforderungen an Zugang und Räumlichkeiten ist ein Beginn der umfangreichen Bauarbeiten zum jetzigen Zeitpunkt nötig.

Der Vertrag zwischen dem Lebenshilfe-Werk und der LEG ist bereits geschlossen. Im Mai 2023 wird mit der Fertigstellung des Gebäudes gerechnet. Das Investitionsvorhaben ist Teil des Großprojektes “IBA Projekt Open Factory Eiermannbau”. Das millionenschwere Gesamtprojekt wird aus dem Bundestopf “Nationale Projekte des Städebaus” finanziert und durch das Thüringer Infrastrukturministerium unterstützt.

Die Planung zur Nutzung des Gebäudes erforderte im Vorfeld entsprechende Grundrissänderungen. Im Erdgeschoss soll das ZAK mit Werkstatt- und Kreativräumen einziehen, welches sich aktuell nur 50 m entfernt vom künftigen Standort befindet. In der Etage darüber werden Verwaltungsräume eingerichtet und darüber die Frühförderstelle mit Logopädie und Ergotherapie.

Das Lebenshilfe-Werk zieht in Apoldaer Winkelbau ein

Weimar. Im Poseckschen Garten fand am Donnerstag, dem 10. März 2022, die 69. Pflanzung des Gedenkprojekts „1000 Buchen“ statt. Als 158. Baum wurde eine Rotesche gepflanzt. Die Patenschaft für den Baum übernimmt der „Inner Wheel Club Weimar“. Bei dieser Pflanzung wurde aus aktuellem Anlass auch der getöteten, verfolgten und vertriebenen Menschen im derzeitigen Ukraine-Krieg gedacht. Die Rede hielt der Aufsichtsratsvorsitzende des Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda e.V., Pfarrer i.R. Justus Lencer.

Neben Vertreterinnen des Inner Wheel Clubs begrüßte Projektleiterin Martina Heller auch den Bürgermeister der Stadt Weimar Ralf Kirsten, Bundestagsabgeordnete Antje Tillmann und zahlreiche Freunde des Projektes 1000 Buchen.

Gegenüber des Poseckschen Gartens liegt der historische Friedhof. Hier ließ die SS von 1937 bis 1940 etwa 3.500 Leichen einäschern, bevor in Buchenwald ein eigenes Krematorium erbaut wurde.

Die Bäume im lebendigen Gedenkprojekt „1000 Buchen“ werden seit 1999 gemeinsam von Menschen mit und ohne Behinderung entlang der Marschrouten vom ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald ins bayerische Flossenbürg gepflanzt. Mit diesen Bäumen entsteht Stück für Stück ein lebendiger Erinnerungsweg, der dem Gedenken der Opfer der Todesmärsche und des „Euthanasie“-Mordprogramms der Nationalsozialisten gewidmet ist. Kauf und Unterhalt der Bäume werden durch Patenschaften von Privatpersonen, Vereinen und Unternehmen ermöglicht.

Inner Wheel ist die weltweit größte Frauen-Service-Organisation. Die Mitglieder von Inner Wheel widmen sich der Pflege der Freundschaft, dem persönlichen sozialen Dienst und der internationalen Verständigung.