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Leistungen bei Verdienstausfall auch für Eltern von erwachsenen Kindern mit Behinderung

Bisher haben nur Eltern minderjähriger Kinder einen Ausgleich für ihren Verdienstausfall erhalten, wenn sie in der Corona-Krise ihre Söhne und Töchter zuhause betreuen müssen. Dass auch Eltern von erwachsenen Kindern mit Behinderung eine solche Entschädigung beanspruchen können, hatte die Bundesvereinigung Lebenshilfe in den vergangenen Wochen immer wieder mit Nachdruck gefordert. Am 28. Mai 2020 hat der Bundestag einer entsprechenden Änderung im Paragraf 56 des Infektionsschutzgesetzes zugestimmt.

Dazu erklärt die Bundesvorsitzende der Lebenshilfe, Ulla Schmidt, MdB und Bundesministerin a.D.: „Das ist eine ungeheure Entlastung für Eltern und ein großer Erfolg für die Lebenshilfe. Nachdem Werkstätten und andere Einrichtungen der Tagesbetreuung wegen der Corona-Pandemie geschlossen wurden, betreuen und pflegen tausende Familien ihre erwachsenen Angehörigen mit Behinderung rund um die Uhr zuhause und gehen damit an ihre Belastungsgrenze. Nun haben sie immerhin einen Anspruch auf Entschädigung für ihren Verdienstausfall.”

Leistungen bei Verdienstausfall auch für Eltern von erwachsenen Kindern mit Behinderung

Deutschland steht still. Wegen des Corona-Virus werden Konzerte abgesagt, Kinos geschlossen und Fußballspiele verboten. Das gesellschaftliche Leben, das gemeinsame Miteinander ist stark eingeschränkt. Gleichzeitig machen karitative Vereine und soziale Einrichtungen, medizinisches Personal und alle systemrelevanten Einrichtungen, die die Versorgungskette aufrechterhalten, in ganz Deutschland einen großartigen Job – weit über ihre personellen und wirtschaftlichen Kapazitätsgrenzen hinaus. Leon Goretzka und Joshua Kimmich, Profi-Fußballer beim FC Bayern München und in der deutschen Nationalmannschaft, haben das Spendenprojekt „WeKickCorona“ ins Leben gerufen. Damit wollen sie denen helfen, die anderen helfen. Gemeinsam mit Unterstützer*innen aus Sport, Musik, Film und vielen weiteren Branchen spendeten sie bereits über 3,7 Mio. Euro an karitative Vereine und deren soziale Einrichtungen aus allen gesellschaftlichen Bereichen. Angefangen von Einrichtungen der Tafel über medizinische Geräte in Krankenhäusern bis hin zur lokalen Obdachlosenhilfe oder Blutspendedienste, die jetzt auf sofortige Hilfe angewiesen sind.
Das Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda erhielt eine Spende in Höhe von 3000 Euro für die Herstellung weiterer Mundschutzmasken in unserem Nähprojekt. Wir bedanken uns ganz herzlich für die Unterstützung, mit der es uns möglich ist, unsere Mitarbeitenden im Dienst für Menschen mit Behinderungen mit den dringend benötigten Behelfsmasken auszustatten.

Wer selbst das Projekt „WeKickCorona“ unterstützen möchte, kann dies auf https://www.wekickcorona.com/ tun.

WeKickCorona: Fußballer unterstützen Lebenshilfe-Werk

Deutschland feiert 10 Jahre UN‐Behindertenrechtskonvention. Ziel war und ist es, die Rechte von Menschen mit Behinderungen weiter zu stärken. Ausdrücklich ausgenommen waren jedoch Kinder und Jugendliche mit Behinderungen.

Junge Menschen mit einer seelischen Behinderung unterfallen dem Hilfesystem des SGB VIII und damit der Zuständigkeit des Jugendamts, junge Menschen mit körperlichen und/oder geistigen Behinderungen hingegen dem Hilfesystem des SGB XII und der Zuständigkeit der Eingliederungshilfe. Zuständigkeitsstreitigkeiten sind vorprogrammiert. Viele Kinder, Jugendliche und Familien werden zwischen den Behörden hin und her geschoben, erhalten keine, verspätet oder nur unzureichend Hilfen.

Wir sprechen uns aus für eine inklusive Lösung, die allen Kindern und Jugendlichen gerecht wird – mit und ohne Behinderungen bzw. unabhängig von der Art ihrer Behinderung. Wir unterstützten das Bündnis für eine inklusive Kinder- und Jugendhilfe und seinen Appell an die Bundes- und Landesministerien.

Schluss mit Exklusion – Kinder- und Jugendhilfe für alle!

Weimar ist die Kulturstadt Europas. Sie ist geprägt von zahlreichen Angeboten im Bereich Kultur, Sport und Bildung. Es gibt ein dichtes Netzwerk von Hilfsangeboten für Menschen mit Behinderung. Wir unterstützen in Weimar Menschen mit seelischer, geistigen oder Mehrfachbehinderung, unter anderem mit vielfältigen individuellen Wohngemeinschaften. Diese werden von uns gemäß dem jeweiligen Assistenz- und Pflegebedarf unterstützt. Unsere Wohngemeinschaften befinden sich am Rande der Innenstadt und in Weimar West.

Sie wollen auch im Alter selbständig wohnen, mit ambulanten Unterstützungsleistungen ganz nach Bedarf? Dann informieren Sie sich gern über unsere Senioren-WG in Weimar.

Ihr Ansprechpartner
Herr Martin Melzig
Leitung Zentrum Ambulante Komplexleistungen Weimar
Straßburger Platz 6
99427 Weimar
Tel.: 0173 6893028

Wohnen in Weimar

In diesem Jahr begehen wir den „Europäischen Protesttag zur gleichberechtigten Teilhabe für Menschen mit Behinderung“ am 4. Mai in Apolda. Von 10 bis 15 Uhr laden Vereine und Organisationen der Region zum bunten „Fest der Inklusion“ auf den dortigen Marktplatz ein.

Geplant ist ein spannendes Bühnen-Programm mit unserem Werkstatt-Chor, der Tanzgruppe um Frau Schilling, einem Auftritt unserer Egendorfer, der Gruppe „Rampenfieber“ und Zumba-LHW. Als Highlight wird es wieder einen großen Drum-Circle für alle geben. Rund um Musik und die ebenerdige „Bühne“ gibt es jede Menge Schönes. Die Apoldaer Kitas planen viele Angebote zum kreativen Gestalten, mitreißende Aktionen wie ein DJ-Walk-Act sind angedacht, der Apoldaer Motorad-Club präsentiert sich, es wird eine Hüpfburg geben, wir laden mit ferngesteuerten Autos zum Rennen ein, die Rollfiets ermöglichen jedem eine kurze inklusive Radtour und vieles mehr.

Das „Fest der Inklusion“ lädt jedes Jahr dazu ein, sich zu begegnen und im gemeinsamen Miteinander Ängste und Vorbehalte abzubauen, die Perspektive zu wechseln.

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