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Offiziellen Schlüsselübergabe durch die LEG: Wir beziehen den Winkelbau in Apolda

Offizieller Einzug in Apolda! Das LHW ist künftig Mieter im Winkelbau in der Auenstraße, der zum Industriedenkmal Eiermannbau Apolda gehört. Unsere Vorstandsvorsitzende Rola Zimmer nahm heute aus den Händen von LEG-Geschäftsführer Andreas Krey den symbolischen Schlüssel für das Gebäude entgegen. Eineinhalb Jahre hat die LEG das Gebäude umfassend saniert und für eine Nachnutzung aufbereitet. Das LHW schloss mit der LEG einen langfristigen Mietvertrag und wird hier künftig vielfältige Angebote und Dienstleistungen für die Menschen aus der Region vorhalten: Wir haben viel vor! Unser Zentrum für Ambulante Komplexleistungen (ZAK) und unsere Interdisziplinäre Frühförderung legen los.

Ein Gruppenbild mit Schlüssel vor dem Winkelbau

Offiziellen Schlüsselübergabe durch die LEG: Wir beziehen den Winkelbau in Apolda

Gestern (19.10.2023) fand die symbolische Pflanzung von zwei Kugelahornen durch die Omas gegen Rechts Erfurt und den Verein EL-DE-Haus e.V. – Förderverein des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln statt. In Lehnstedt stehen nun die Bäume Nr. 222 und 223 unseres Projekts „1000 Buchen“.
Nach dem musikalischen Auftakt durch Martina Rother und der Begrüßung durch Justus Lencer sprach Tobias Delle, Bürgermeister von Lehnstedt, Dankes- und Grußworte. Sabine Stein erläuterte anschließend den historischen Hintergrund der Geschehnisse in Lehnstedt im April/Mai 1945 als einer Station der sogenannten Todesmärsche und erinnerte an die 16 dort getöteten KZ-Häftlinge. Renate Wanner-Hopp, Vorstandsvorsitzende der Omas gegen Rechts Erfurt, legte das Engagement dieser Initiative vor allem gegen tagesaktuelle rechte Umtriebe dar, zu der auch Gedenkarbeit einen guten Teil beitragen kann. Und Claudia Wörmann-Adam, Co-Vorsitzende des Vereins EL-DE-Haus e.V. – Förderverein des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln, legte den Lebens- und Leidensweg des gebürtigen Kölners Ernst Cohen dar, dem namentlich diese Baumpatenschaft gewidmet ist. Der Chor unserer Werkstatt in Apolda gab der Veranstaltung einen würdigen Rahmen mit zwei musikalischen Darbietungen. Und neben den Baumpat*innen erhielt auch Anne-Marleen Müller-Bahlke von den Omas gegen Rechts aus Halle eines Dankesurkunde, da sie im vergangene Jahr einen großen und erfolgreichen digitalen Spendenaufruf für zerstörte Bäume in die Wege geleitet hat.
Herzlichen Dank allen Anwesenden und Beteiligten – voll und ganz ganz verdient wurden wir mit Sonne bei dieser herbstlichen Pflanzaktion belohnt.

EL-DE-Haus Museum und NS-Dokumentationszentrum Köln

Omas gegen Rechts – Herz statt Hetze

Projektgruppe und Omas gegen rechts stehen zusammen vor dem Baum

Projekt 1000 Buchen: 84. Pflanzaktion in Lehnstedt

Am 16.10. überreichten Katja Heinrich, Andreas Kotter und Peer Lück den Paritätischen Ehrenamtspreis 2023 an Jürgen Borchert im Lebensart am Palais. Der Preisträger ist in vielen Tätigkeiten und Funktionen im Dienste der Inklusion engagiert. Uns im LHW ist Jürgen Borchert in erster Linie als Mitgründer und Aufsichtsratsmitglied und durch seine eindringlichen Projekte zur Erinnerungskultur ganz eng verbunden und hoch geschätzt. Wir gratulieren von ganzem Herzen zu dieser hochverdienten Auszeichnung! Und wir schließen uns voll umfänglich der Laudatio von Katja Heinrich, Geschäftsführerin unseres Lebenshilfe-Landesverbandes an, die wir hier veröffentlichen dürfen:

“Lieber Herr Borchert,
liebe Frau Borchert und liebe Constanze,
liebe Rola, liebe Frau Hagen,
lieber Andreas Kotter, lieber Herr Lück,
liebe Gäste,
ich darf Sie heute hier alle recht herzlich willkommen heißen und dies tue ich heute in doppelter Funktion, als Mitglied das Landesvorstand des Paritätischen Thüringen und als Geschäftsführerin der Lebenshilfe Thüringen. Schön, dass Sie alle gekommen sind.
Ehrenamtlich Engagierte sind Vorbilder und sie sind Mutmacher, so Frank-Walther Steinmeier, bei seiner Eröffnungsrede zum Bürgerfest vor wenigen Wochen im Schloss Bellevue. Und ich finde, er hat recht… Ehrenamtlich Tätige sind ganz oft Menschen, die wichtige Themen ansprechen, nachfragen und zurecht Antworten einfordern, Menschen, die anderen zuhören, Probleme aufgreifen und sich um deren Lösung bemühen, Menschen, die andere Menschen zusammenführen, Austausch und Begegnungen ermöglichen. So ein Mensch sind Sie, lieber Jürgen Borchert.
Wir wollen Sie heute für Ihr ehrenamtliches Engagement auszeichnen und Ihre Arbeit mit dem Paritätischen Ehrenamtspreis würdigen. Sie sind Vater einer Tochter mit geistiger Behinderung und engagieren sich seit Jahrzehnten ehrenamtlich für die Interessen von Menschen mit Behinderungen und deren Eltern und Angehörige. Nach der Wende waren Sie an der Gründung des Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda e.V. beteiligt, welcher sich aus drei von engagierten Eltern gegründeten Lebenshilfe-Vereinen entwickelte. Sie leisteten in dieser Zeit, in der die Unsicherheit über den Wegfall staatlicher Fürsorge der DDR auf der einen und dem Bedürfnis nach Neuorientierung auf der anderen Seite, wertvolle Pionierarbeit. Gemeinsam mit anderen Engagierten hatten Sie den Willen und den Mut an der Entwicklung neuer Strukturen mitzuwirken und verloren dabei nie die Interessen von Menschen mit Behinderungen, Eltern und Angehörigen aus dem Blick. Ihr besonderes Engagement galt dabei dem Bemühen, die Bedürfnisse, Wünsche und Vorstellungen von Menschen mit geistiger Behinderung und ihrer Familien ernst zu nehmen und immer wieder beharrlich mit den Akteuren und Verantwortlichen vor Ort, aber auch auf Ebene des Landes, abzustimmen und um die Schaffung neuer, gelingender Angebote zu ringen.
Sie waren über 30 Jahre Vorsitzender des Lebenshilfe Ortsvereinigung Weimar e. V. und haben in dieser Funktion einen Elternverein in der Region geführt und Verantwortung übernommen, unzählige Gespräche geführt, Eltern vor Ort wertvolle Tipps und Hinweise gegeben, sei es bei Fragen des Kindergeldes oder bei der Beantragung von Leistungen oder beim Austausch im Elterncafé. Seit 2022 sind Sie stellvertretender Vorsitzender und unterstützen weiterhin die Arbeit des Elternvereins.
Doch damit noch lange nicht genug. Sie, lieber Herr Borchert, engagieren sich nicht nur regional, sondern auch auf Landes- und Bundesebene. So sind Sie seit vielen Jahren Sprecher des Eltern- und Angehörigen-Rates der Lebenshilfe Thüringen und Mitglied im Rat der Eltern und Angehörigen der Bundesvereinigung Lebenshilfe. Die Arbeit im Eltern- und Angehörigenrat der Lebenshilfe Thüringen ist für Sie eine Herzensangelegenheit, Ihr besonderes Engagement richtet sich darauf, neue Mitglieder für die Arbeit in diesem Gremium zu gewinnen und Eltern in ihrer Rolle zu stärken. Dabei richten Sie Ihr Augenmerk insbesondere immer wieder auf Eltern von Menschen mit schweren mehrfachen Behinderungen. Hier nehmen Eltern oftmals eine besondere Rolle auch als Sprachrohr ihrer Kinder ein, die oft nicht lautsprachlich kommunizieren können und in verschiedenen Situationen nicht gehört oder auch vergessen werden. Erinnern und danken möchte ich Ihnen zudem für Ihren Einsatz bei unserem Seminar „Plötzlich 18!“, bei welchem Sie besonders junge Eltern informieren und an Ihren Erfahrungen partizipieren lassen.
Neben Ihrem Engagement für Menschen mit Behinderungen und deren Angehörige, bringen Sie inklusive Projekte der Gedenk- und Erinnerungskultur auf den Weg bzw. begleiten diese aktiv mit.
So haben Sie die Wanderausstellung „Tiergartenstraße 4 – Gedenkort und Informationsort für die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde“ nach Weimar geholt, um an die Menschen mit Behinderungen, die diesen schrecklichen Taten während der NS-Zeit zum Opfer gefallen sind, zu gedenken. Begleitend zur Ausstellung haben Sie sich, gemeinsam mit dem Projektteam, dafür eingesetzt, dass Menschen mit und ohne Behinderungen Gäste durch die Ausstellung führen. Ihnen war es zudem ein Anliegen, die Situation von Menschen mit Behinderungen in der DDR-Zeit aufzuzeigen. Im Rahmen des inklusiven Projektes „Leben in der DDR“ haben Menschen mit und ohne Behinderungen ihre Erfahrungen und Erinnerungen zusammengetragen. Anschließend wurden diese in einem Heft und in einer Hör-Sendung für Interessierte zugänglich gemacht.
Weitere Projekte, die einen Blick in die Vergangenheit ermöglichen, sind in Planung. Wir dürfen alle gespannt sein, welche Ideen Sie – gemeinsam mit engagierten Mitstreiterinnen und Mitstreitern – entwickeln werden.
Ich möchte gern mit einem zweiten Zitat von Frank-Walther Steinmeier, enden. Frank-Walther Steinmeier sagte am Ende seiner Eröffnungsrede: „Ja, das sind (aktuell) schwierige, das sind herausfordernde Zeiten. Aber es sind keine Zeiten für Rückzug und Einigeln, keine Zeiten für Missgunst und Rechthaberei! Es ist Zeit für Zusammenhalt! Und vergessen wir nicht, was uns stark macht, was uns in Deutschland immer ausgemacht hat, worauf wir zusammen alle stolz sein können: das ist Menschlichkeit, das ist Gemeinsinn, das ist Anpacken, das ist Zuversicht.“
Wir alle tragen Verantwortung für unser Land, Sie, lieber Herr Borchert, nehmen diese Verantwortung in die Hand und packen an, wo Hilfe, Unterstützung, Begleitung gebraucht wird. Sie schauen hin, sprechen schwierige Situationen an, suchen und streiten für Lösungen und sind da, wo Sie gebraucht werden.
Dafür ein herzliches Dankeschön! Danke für Ihren Mut, für Ihre Zeit, für Ihre Geduld, Ihren Optimismus und Ihre Selbstlosigkeit. Herzlichen Glückwunsch zum Paritätischen Ehrenamtspreis.”

Paritätischer Ehrenamtpreis 2023 für Jürgen Borchert

Am 12. Oktober war es so weit: Am deutschlandweiten Aktionstag „Schichtwechsel“ luden Werkstätten für Menschen mit Behinderungen Unternehmen zum Arbeitsplatztausch ein. In Apolda engagierten sich unsere Werkstatt, die Tourist Information und Filinchen Apolda. Ziel des Aktionstags ist es, Barrieren abzubauen, Berührungspunkte zu schaffen und das inklusive Miteinander zu fördern. Die Angehörigen der Unternehmen erhalten Einblicke in die Vielfalt und Qualität der Arbeit in den Werkstätten, deren Mitarbeitende wiederum Berufsfelder des ersten Arbeitsmarktes besser kennenlernen und Kontakte knüpfen können. Apoldas Bürgermeister Rüdiger Eisenbrand und Dr. Michael Heinemann, Gesamtgeschäftsführer der Weißenfelser Handels-Gesellschaft mbH, begrüßten die „Tauschmitarbeiterinnen“ in den beiden Betrieben. Zur Tourist Information kam auch noch der mdr mit einem Radiointerview. Alle Beteiligten waren sich einig, dass die Aktion ein voller Erfolg und ein Gewinn für beide Seiten sei. „Unser Bestreben ist es, mit den noch immer vorherrschenden Klischees über Werkstattarbeitsplätze aufzuräumen und zu zeigen, welch vielfältige Leistungen wir hier erbringen. Gleichzeitig ist es für unsere Mitarbeitenden eine tolle Möglichkeit, sich auch über die Werkstatt hinauszu orientieren und auszuprobieren. Beide Seiten profitieren davon, inklusives Zusammenarbeiten einmal ganz bewusst zu erleben“, so Sven Sinemus, Leiter der Werkstatt Apolda. Er nahm die zwei „Tauschmitarbeiterinnen“ in der Werkstatt in Empfang, stellvertretend für die leider verhinderte Vorstandvorsitzende Rola Zimmer, und begleitetet beide in die Arbeitsorte Küche und Wäscherei.
Der Aktionstag der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen (BAG WfbM), der bundesweit zum fünften Mal stattfindet, bietet allen Teilnehmenden neue Perspektiven auf das Thema Teilhabe am Arbeitsleben. Er setzt ein starkes Zeichen für Offenheit und Vielfalt in der Arbeitswelt.

Schichtwechsel: Menschen mit und ohne Behinderungen tauschen den Job für einen Tag

Albrecht Kaiser hat einen tollen Artikel über Daniel Hohoff geschrieben, der in unserem LebensArt alte Flechtstühle repariert!

Für alle mit TA-Abo auch digital :TA_Von alten Stühlen und neue Meistern

Zeitungsbericht über Daniel Hohoff: Alte Stühle und neue Meister

Wir machen mit! Unsere Werkstatträte waren auf der Mitgliederversammlung der Bundesvereinigung Lebenshilfe. Die fand in Marburg in Hessen statt. Franziska Möwes hat André Dietz getroffen. Er bekam den “Bobby” verliehen, herzlichen Glückwunsch! Florian Ulrich hat ein Foto mit Ulla Schmidt gemacht. Sie ist Vorsitzende der Bundesvereinigung.

Lebenshilfe: Für Demokratie und gegen Diskriminierung

Florian Ulrich und Ulla Schmidt

Werkstatträte auf der Mitgliederversammlung in Marburg

Am 21. September 2023 pflanzten die Schulgemeinschaft der Freien Ganztagsgrundschule Anna Amalia in Weimar sowie apl. Prof. Dr. Uwe Hoßfeld und Dr. Karl Porges aus der Arbeitsgruppe Biologiedidaktik der Friedrich-Schiller-Universität Jena gemeinsam im Weimarer Webicht eine Eiche, den 218. Baum in unserem Projekt. Die gemeinsame Patenschaft entstand aus der langjährigen Zusammenarbeit bezüglich Fragen rassismuskritischer Bildungsarbeit.
Katharina Schenk, Staatssekretärin im Thüringer Ministerium für Inneres und Kommunales, sprach in ihrem Grußwort über die Kraft der Gemeinsamkeit – beim Erinnern, Kümmern und Helfen. Ralf Kirsten, Bürgermeister der Stadt Weimar, bat die Kinder, die Fehler von Eltern, Großeltern und Vorfahren nicht zu wiederholen, sondern es durch die Kraft des Gedenkens besser zu machen. Und Schulleiterin Alexandra Porges wies darauf hin, dass Kinder von Schulbeginn an Regeln von menschlichem Miteinander lernen und besprechen können – und so mit einem Projekt wie 1000 Buchen gut kooperieren, auch wenn beispielsweise Geschichte noch gar nicht zu den Unterrichtsfächern gehört. Acht Kinder trugen beeindruckende Baum-Gedichte vor allen Anwesenden vor! Und alle trugen das Lied der Schmetterlinge vor und Schüler*innen in entsprechenden Kostümen umtanzten die Eiche. Abschließend wurde der symbolische Pflanzakt durch die Kinder der Anna Amalia Schule und Dr. Karl Porges mit vielen bunten Gießkannen durchgeführt.
Vielen Dank allen Unterstützer*innen!

Zum Videobeitrag des mdr
P.S.: Nicht vergessen, bitte noch für uns stimmen
👉 https://www.deutscher-engagementpreis.de/publikumspreis/nominierte/5239-1000-buchen

Projekt 1000 Buchen: 82. Baumpflanzaktion

Offiziell eröffnet! Das neue Wirtschaftsgebäude mit Hofladen auf unserem Naturhof in Egendorf wurde dank des Programms zur Förderung der ländlichen Räume durch die EU aus Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds (LEADER) erbaut und heute der Nutzung übergeben. Rola Zimmer und Burkhard Richter begrüßten im großen Saal viele Gäste. Beide waren froh und stolz auf die zurückliegenden Anstrengungen, die nach vier Jahren erfolgreich abgeschlossen wurden. Jens Kramer, Bürgermeister von Blankenhain, und Dr. Frank Augsten, RAG Weimarer Land, sprachen anerkennende Worte. Die Theatergruppe führte auf der großen Bühne einen inklusiven Kulturbeitrag auf: Szenen aus dem Leben eines Huhns, das auch das Logo des Naturhofs ist. Anschließend gab es draußen eine Stärkung sowie Führungen um den Neubau. Wir danken allen Beitragenden und Gästen für den schönen Vormittag! Mögen das Wirtschaften im neuen Gebäude und der Hofladen die Erfolgsgeschichte unseres Naturhof weiter schreiben…

Neueröffnung auf dem Naturhof Egendorf

In Kooperation des lebendigen Gedenkprojektes 1000 Buchen mit dem Staatlichen Schulamt Mittelthüringen übernehmen Schüler*innen vier Weimarer Schulen je eine Pflegepatenschaft für einen Gedenkbaum des Projekts 1000 Buchen. Am 15. September übergaben Lisa Werner, Referentin für kulturelle und politische Bildung im Staatlichen Schulamt Mittelthüringen, und Projektleiterin Martina Heller der Staatlichen Regelschule Weimar-Schöndorf einen Bollerwagen, kleine Gießkanister sowie Gartengeräte für die Pflege. Mit Schulleiterin Claudia Deibel und der 5. Klasse wurde am Triftweg dann umgehend der Gedenkbaum bewässert, den Prof. Günter Köhler im Jahr 2019 pflanzte und der 2020 wiederholt mutwillig beschädigt worden ist. “Wir freuen uns über die Kooperation mit dem inklusiven Gedenkprojekt 1000 Buchen und danken den beteiligten Schulen für ihr Engagement. Historisch-politische Bildung mit dem Thema Nationalsozialismus kann auf diesem Weg auch schon ab der 5. Jahrgangsstufe ganz konkret thematisiert werden”, freute sich Lisa Werner.
Drei weitere Bildungseinrichtungen nehmen an der Kooperation teil, die Staatliche Gemeinschaftsschule Weimar “Jenaplan”, die Thüringer Gemeinschaftsschule Carl Zeiss Weimar sowie die Staatliche Wielandschule Kromsdorf/Oßmannstedt. Schulklassen kümmern sich bis Ende des Jahres gemeinsam um die Pflege und das Gießen eines Baums und setzen sich dabei entsprechend ihres Alters aktiv mit der NS-Geschichte von Weimar auseinander und gestalten Erinnerungskultur. Drei der vier ausgewählten Bäume sind Gedenkbäume, die in den letzten Jahren absichtlich von Unbekannten beschädigt wurden. Die Extrapflege der Schüler*innen wird ihnen guttun. Dank der Förderung durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramm “Demokratie leben!” sowie durch das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport im Rahmen des Thüringer Landesprogramms “denk bunt” erhalten alle beteiligten Schulklassen einen Bollerwagen, kleine Gießkanister sowie Gartengeräte, mit denen die Baumscheibe gepflegt und das Schild geputzt werden kann.

“Gedenkbäume machen Schule”! Schüler*innen gießen Bäume des inklusiven Gedenkprojekts 1000 Buchen

Auch in diesem Jahre wurde der Tag der Generationen in Apolda gebührend gefeiert. Die Veranstaltung mit vielen Attraktionen für Groß und Klein startete am Samstag, den 9. September 2023 um 10 Uhr. Vereine, Netzwerke, Familienzentren und Selbsthilfegruppen aus dem Weimarer Land informierten über ihre Arbeit und luden zum Mitmachen ein.

Auch die Interdisziplinäre Frühförderstelle Weimarer Land des Lebenshilfe Werkes stellte ihre drei Bereiche der Frühförderung, der Logopädie und der Ergotherapie vor. Interessierte Eltern hatten die Möglichkeit, sich bei den pädagogischen Fachkräften vor Ort über die Angebote zu informieren und die Arbeit der Frühförderstelle kennenzulernen.

Die zahlreich erschienenen Kinder hatten viel Spaß beim Herstellen von eigener Wasserfarbe und der Verschönerung des Hofes mittels der Farbe. Es konnten kleine Boote aus Schwämmen gebastelt und gleich in der bereitgestellten Wassermuschel getestet werden. Viele Kinder freuten sich aufs Kinderschminken und ließen sich glitzernde Tattoos auftragen. Bei herrlichstem Sommerwetter war es ein gelungener und schöner Vormittag für Klein und Groß.

Unsere Interdisziplinäre Frühförderung

Sabine Heinzig, Frühförderin