wir lebens Bunt

1000 Buchen: Einladung zur 100. Pflanzaktion am 28. August

Manche Tage sind etwas Besonderes.
Der 28. August 2026 ist so ein Tag.
An diesem Tag laden wir Sie herzlich zur 100. Pflanz-Aktion
unseres inklusiven Gedenk-Projekts 1000 Buchen ein.
Wann? Freitag, den 28. Augsut 2026 um 11:00 Uhr
Wo? Vor der Polizei-Inspektion Weimar Am Kirschberg 1 99423 Weimar

Wir pflanzen eine Trauben-Kirsche,
den 260. Gedenk-Baum unseres Projekts.
Die Baum-Patenschaft übernimmt Dr. Klaus von der Weiden,
Präsident des Thüringer Verfassungs-Gerichtshofs.
Unsere 100. Pflanz-Aktion ist mehr als ein Jubiläum.
Sie erzählt von vielen Menschen,
die das Projekt seit vielen Jahren begleiten und mittragen.
Von Baumpat*innen, Unterstützer*innen,
Schulen, Vereinen,
Behörden und Unternehmen.
Vor allem aber erzählt sie davon,
dass Erinnern dann lebendig bleibt,
wenn Menschen gemeinsam Verantwortung übernehmen.
1000 Buchen bringt Erinnerung dorthin,
wo Menschen leben und arbeiten.
Jeder Baum macht Geschichte sichtbar.
So entsteht Baum für Baum
ein wachsender Ort der Erinnerung –
offen für alle Menschen
und getragen von dem Gedanken,
dass Erinnerung verbindet
und Zukunft gestaltet.
Wir würden uns sehr freuen,
wenn Sie bei dieser besonderen Pflanzaktion
dabei sein können.

1000 Buchen: Einladung zur 100. Pflanzaktion am 28. August

Doreen Hadlich berichtet von einem aufregenden Auftritt in Erfurt

Der 27. Januar 2026 war für die Projektgruppe 1.000 Buchen ein ganz besonderer Tag: Wir haben unsere Arbeit im Thüringer Landtag vorgestellt! Es war  der 81. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz sowie der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus.

Wir, Dr. Kristin Tolk, Martina Heller und ich, sprachen im Plenarsaal über unser Herzensprojekt: das inklusive Gedenkprojekt 1000 Buchen. Es ging aber nicht nur um unsere Baumpflanzungen, sondern auch um die Verbrechen der Nazis in der Zeit von 1933 bis 1945. Nicht nur Jüdinnen und Juden, sondern auch Menschen mit Beeinträchtigungen galten als wertlos. Darüber haben wir gesprochen.  Dieser Moment war sehr emotional und bewegend, denn es waren auch hochrangige Politiker und Politikerinnen anwesend.

Thüringens Ministerpräsident, Mario Voigt sowie der Landtagspräsident, Dr. Thadäus König, hielten ebenfalls sehr bewegende Reden. Sie betonten, dass sich die grausame Geschichte nicht wiederholen darf und dass die Demokratie in unserer Verantwortung liegt.

Und nicht zuletzt sprach auch der Holocaust-Überlebende Naftali Fürst. Er ist mit seinen 93 Jahren noch sehr fit. Als einer der letzten Zeitzeugen ist er sehr engagiert. Das verdient großen Respekt.

Am Ende der Veranstaltung haben wir an den Ministerpräsidenten, den Landtagspräsidenten und an Naftali Fürst kleine Geschenke vom Projekt 1000 Buchen überreicht. Sie haben sich sehr gefreut. Und wir haben unglaublich viel Lob für unsere Rede bekommen. Wir haben auch jeweils ein von Naftali Fürst persönlich  signiertes Buch bekommen, was etwas ganz Besonderes ist.

Zum Schluss gab es bei einem kleinen Snack und Kaffee noch die Gelegenheit für Austausch und Gespräche. Unsere Projektgruppe hatte auch einen Stand mit Info-Material, wie zum Beispiel das Buch ANDENKLICH. Eine Projektgruppe im LHW hat es gemeinsam mit einer Historikerin, Thea Jacob, erstellt. Es erzählt sehr ausführlich und anschaulich über unser Herzensprojekt. Und unter anderem auch von Naftali Fürst.

Am Info-Stand kamen gleich Menschen auf uns zu, die Geld für 1000 Buchen spendeten oder sich für eine Baumpatenschaft interessierten. Genau das wollten wir ja auch erreichen.

Der Tag war für mich so bewegend, dass ich sogar hin und wieder Tränen in den Augen hatte. Und es war ein unvergessliches Erlebnis!

Projekt 1000 Buchen: „Erinnern heißt handeln“ – Inklusives Gedenkprojekt 1000 Buchen spricht im Thüringer Landtag

„Eine Blume hinlegen,
ist andenklich.
Einen Baum pflanzen,
ist andenklich.“
— Teresa, Projektteilnehmerin

Am Dienstag, den 2. Dezember, haben wir etwas Besonderes gefeiert:
Die Autor*innen haben zum ersten Mal ihr Buch ANDENKLICH vorgestellt. Im mon ami in Weimar.

Das Buch ist in einem Jahr Arbeit entstanden.
Menschen mit und ohne Behinderung haben zusammen mit der Historikerin Thea Jacob geforscht.
Sie sind gereist, haben viel gelernt und ihre Eindrücke gesammelt.

Im Buch geht es um das Leben von Robert Büchler.
Er wurde als junger Mensch in das KZ Buchenwald gebracht und hat überlebt.
Auf ihrer Reise besuchte die Gruppe wichtige Orte, traf Zeitzeug*innen und Expert*innen.
Sie waren auch bei Baumpflanzungen vom Projekt 1000 Buchen dabei.

Die Buchvorstellung heute war sehr bewegend.
Die Autor*innen haben erzählt, was sie erlebt und gefühlt haben.
Viele Menschen haben zugehört. Und sich danach ein Buch mitgenommen,

Wir sind stolz auf das Buch – und auf alle, die daran gearbeitet haben.

Projektvorstellung mit Leseprobe

Buchpräsentation: ANDENKLICH am 2. Dezember

Buchvorstellung: ANDENKLICH. Weimar, mon ami. 2. Dezember, 10:30 Uhr

♪ Podcast

ANDENKLICH.

Hören Sie die Stimmen zum Projekt – direkt hier auf der Seite.

0:00 / 37:32
Ihre Ansprechpartnerin
Frau Franziska Jung (1000 Buchen)
Projekt 1000 Buchen
Belvederer Allee 19
99425 Weimar
Tel.: 0173 860 10 29

Das Buch ANDENKLICH erzählt

von einer besonderen Reise.

Menschen mit und ohne Behinderung haben

über ein Jahr lang

gemeinsam geforscht und erinnert.

Sie wollten verstehen:

Was ist das Projekt 1000 Buchen?

Was geschah im KZ Buchenwald?

Und wer war Robert Büchler, der diese Zeit überlebt hat?

Auf ihrer Reise haben sie Orte des Leidens und der Hoffnung besucht.

Sie haben mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen gesprochen,

Expertinnen und Experten befragt

und waren bei Pflanzungen von Gedenkbäumen dabei.

ANDENKLICH ist ihr Reisetagebuch.

Sie stellen das Buch und ihre Reise selbst vor.

Kostenfreie Druckexemplare bestellen Sie bitte gegen Portoübernahme bei Franziska Jung. 

Sehr gerne nehmen wir Ihre Spende entgegen!

Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda e.V.
Sparkasse Mittelthüringen
Verwendungszweck: „1000 Buchen“
IBAN DE21 8205 1000 0301 0085 07
BIC HELADEF1WEM

Veröffentlichung

Am Dienstag, den 02. Dezember 2025, haben wir etwas Besonderes gefeiert:
Die Autor*innen haben zum ersten Mal ihr Buch ANDENKLICH vorgestellt.

Die Buchvorstellung war sehr aufregend. Sie war bewegend und sie war schön.
Die Autor*innen haben erzählt, was sie erlebt und gefühlt haben.

Sie haben erzählt, wie sie gearbeitet haben.
Viele Menschen haben zugehört und sich ein Buch mitgenommen.

Wir sind stolz auf das Buch – und auf alle, die daran gearbeitet haben.

ANDENKLICH.

Eine tolle 92. Pflanzaktion! Die ThEx FRAUENSACHE und der AWO Regionalverband Halle-Merseburg e.V. sind Pat*innen eines Feldahorns und einer Rosskastanie in der Otto-Bartning-Straße/ Am Horn. Martina Heller und Doreen Hadlich begrüßten die Anwesenden. Steffi von dem Fange (Projekt “beredtes Schweigen. NS-Eugenikverbrechen und ihre Folgen”) erzählte die Geschichte von Ida Werner, die sich ihrer Zwangssterilisation in der NS-Zeit mit viel Mut widersetzte. Cornelia Stöckmann und Doris Elfert (“ThEx Frauensache) betonten die Wichtigkeit von Empowerment von Frauen für eine offene und lebendige Demokratie, Claudia Hammer (AWO Regionalverband Halle-Merseburg) sprach über die Symbolkraft des Baumes für eine solidarische Gesellschaft. Vielen herzlichen Dank für die musikalische Rahmung an den Chor der Freien Waldorfschule Weimar und an Martina Rother mit der Blockflöte. Großes Dankeschön allen Anwesenden für eine bewegende und anregende Pflanzaktion bei schönstem Frühlings-Sonnenschein!

Projekt 1000 Buchen: 92. Pflanzaktion

Am 23. Juli 2024 war die Familienministerin Lisa Paus in Buchenwald zu Besuch. Sie hat den Gedenkweg Buchenwaldbahn besichtigt. Das war der Weg, auf dem einst die Häftlinge mit Zügen ins KZ Buchenwald transportiert wurden. Und sie war sehr an unserem Herzensprojekt „1000 Buchen“ interessiert. Ich durfte dieses gemeinsam mit meinem Chef, Herrn Wolfgang Nowak, vorstellen. Das hat mich sehr gefreut. Wir trafen uns am Obelisk, wo schon viele Bäume von uns stehen. Sogar das ZDF war da, um einen Beitrag für das Heute-Journal zu drehen. Die Tröbsdorfer Fördergruppe und einige Mitarbeiter von der Gartengruppe waren auch dabei. Dank unserer fleißigen Gärtner können die Bäume ja schließlich wachsen. Das Projekt ist ein wichtiger Beitrag zur Demokratie, was auch Lisa Paus betont hat. Es ist weithin bekannt, dass leider auch schon oft Bäume von uns mutwillig beschädigt wurden. Im Sommer 2022 geschah dies im großen Stil an jenem Ort am Obelisk. Aber wir lassen uns nicht entmutigen und pflanzen weiter Bäume. Das lebendige Gedenken und die Demokratie liegen uns ja besonders am Herzen. (Doreen Hadlich)

Vielen Dank für das Interesse und herzliches Dankeschön allen Beteiligten und vor allem Doreen für diesen tollen Einblick.

Projekt 1000 Buchen: Bundes-Familienministerin Lisa Paus besucht unsere Bäume

  1. Baumpflanzung: Ein Baum für Éva Fahidi-Pusztai

Am 12. April fand wieder eine Pflanzaktion statt. In der Weimarer Andersenstraße pflanzten wir einen Apfelbaum für die Holocaust-Überlebende Éva Fahidi-Pusztai. Sie ist am 11. September 2023 im Alter von 97 Jahren verstorben.

Am Tag der Pflanzung war herrlichstes Frühlingswetter. Unsere Flötistin Martina Rother sorgte für die musikalische Umrahmung.

Unser Aufsichtsratsvorsitzender Justus Lencer hielt eine bewegende Eröffnungsrede. Er sprach darüber, dass wir Erinnerungskultur pflegen müssen, damit sich negative Geschichte nicht wiederholt.

Aber nicht nur er, sondern auch Weimars Oberbürgermeister Peter Kleine richtete mahnende Worte an uns. Nie wieder ist jetzt. Naftali Fürst, Präsident des Internationalen Komitees Buchenwald-Dora, sagte, dass Frieden geschützt werden muss. Prof. Dr. Jens-Christian Wagner, Direktor der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald, sagte, dass es wichtig ist, vor allem junge Menschen mit Friedensbotschaften zu erreichen. Unsere Pflanzaktionen sind dafür genau richtig.

Auch Évas Lebensgefährte Andor Andrási nahm an der Veranstaltung teil und reiste dafür extra aus Budapest an. Er hielt nicht nur eine bewegende Rede, sondern vollzog gemeinsam mit Naftali Fürst den symbolischen Pflanzakt für Évas Bäumchen.

  1. Baumpflanzung: 4 Gedenkbäume in Nohra

Am 13. April 2024 war es wieder soweit. Es fand eine große Pflanzaktion anlässlich des diesjährigen Jahrestages der Befreiung statt. Diesmal wurde der symbolische Pflanzakt auf dem ehemaligen Militär-Übungsplatz in Nohra begangen. Hier befand sich 1933 das ehemalige Konzentrationslager Nohra.

An diesem Samstag herrschte traumhaftes Frühlingswetter. Es waren sehr viele Menschen anwesend. Sogar das tschechische Fernsehen war dabei.

Jetzt wachsen vier neue Bäume an einem weiteren Erinnerungsort rund um Weimar. Drei junge Posaunisten vom Weimarer Musikgymnasium spielten stimmungsvolle Lieder. Nicht nur unser Aufsichtsratsvorsitzender Justus Lencer, sondern auch Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow und Weimars Bürgermeister Ralf Kirsten hielten emotionale Reden.

Die Baumpatenschaften übernahmen Katinka Poensgen, die Landesverbände des VVN-BdA Sachsen-Anhalt und Thüringen, Margret Rest und Familie sowie die Kinder und Enkelkinder von Erich Loch. Sie sind Angehörige und Freunde ehemaliger Häftlinge des KZ Buchenwald.

Auch die Zwangsarbeiter dürfen nicht vergessen werden. Da die meisten Männer im Krieg an die Front mussten, fehlten überall Arbeitskräfte. Die Zwangsarbeiter sollten diese ersetzen und arbeiteten oft unter unmenschlichen Bedingungen. Sie kamen aus ganz Europa.

 

Diese beiden Pflanzaktionen waren mal wieder sehr gelungen und sehr bewegend – sie werden uns noch lange in Erinnerung bleiben. Sie haben mal wieder gezeigt, wie wichtig es ist, an die Nazi-Zeit zu erinnern.

Doreen Hadlich

Webseite 1000 Buchen

Projekt 1000 Buchen: 87. und 88. Baumpflanzaktionen

Am 26. März übergaben Katrin Teichmann und Benno Ottlewski unserem inklusiven Gedenkprojekt 1000 Buchen die stolze Summe von 945€! Projektleiterin Martina Heller nahm die großzügige Spende sehr dankend entgegen.

Das Paar mit Wohnort Berlin/ Oranienburg hatte durch einen Presseartikel über die mutwilligen Baumbeschädigungen von diesem Projekt erfahren und sich mit einem „Jetzt erst recht!“ bewusst für die Unterstützung entschieden. Da Karin Teichmann einen engen Bezug zu Weimar hat, kam sie auf die Idee, bei ihrer Geburtstagsfeier mit rund 50 Leuten im Weimarer “Masha” Spenden zu sammeln. Sie verzichtete auf schöne Geschenke, weil sie (frei nach Janosch) „… fast nichts braucht, und deswegen alles hat.“

Frau Teichmann informierte ihre Gäste im Vorfeld ausführlich über die Aktion, der kleine Enkel half beim Basteln des Spendenkartons und beim Einsammeln der Spenden. Das Ergebnis sah zunächst nach einer kleinen Enttäuschung aus, da sich der Karton am Ende des Abends sehr leicht anfühlte – aber weit gefehlt, denn er war mit Scheinen gefüllt!

Bislang war es eher eine Ausnahme, dass sich Menschen von außerhalb unserer Region durch Spenden beteiligen. Katrin Teichmann und Benno Ottlewski möchten keine Patenschaft für einen Baum übernehmen, sondern spenden die Summe für die vielen Arbeiten und Tätigkeiten des Projekts, aktuell zum Beispiel eine notwendige Umpflanzaktion in Herdersruh.

Ganz herzlichen Dank für diese Spende und den sehr netten Kontakt mit zwei neuen Unterstützer*innen des Projekts 1000 Buchen!

Projekt 1000 Buchen: Großzügige Spende nach Sammlung auf Geburtstagsfeier!

Am 23. November pflanzten wir im Rahmen unseres Projektes 1000 Buchen wieder einen Baum. In der Otto-Bartning-Straße in Weimar hat eine Rotesche ihren Platz zum Wachsen gefunden. Der Vorstand des Paritätischen Landesverband Thüringen e. V. übernimmt die Baumpatenschaft.

Das Besondere war, dass dieser Baum Stefan Werner gewidmet war. Er war der Geschäftsführer des Paritätischen Landesverbandes Thüringen e. V. Leider kam er im August dieses Jahres auf tragische Weise ums Leben. Die Pflanzaktion fand an seinem Geburtstag statt.

Zu Beginn hielten die Projektleiterin Martina Heller und unser Aufsichtsratsvorsitzender Justus Lencer bewegende Begrüßungsreden. Auch Eve-Marie Schnepel, die ehemalige Präsidentin der Paritätischen Buntstiftung Thüringen, erinnerte mit emotionalen Worten an Stefan Werner.

Es waren einige Gäst*innen vom Paritätischen Landesverband Thüringen e. V. anwesend. Wie sie kannte auch die neue Vorstandsvorsitzende, Katja Heinrich, Stefan Werner persönlich und erzählte von seinem selbstlosen Engagement.

Zum Schluss erfolgte der symbolische Pflanzakt durch die Gartengruppe und die Übergabe der Rotesche an die Baumpat*innen.

Auch wenn ich Stefan Werner nicht persönlich kannte, bin ich doch tief erschüttert davon, dass er plötzlich mitten aus dem Leben gerissen wurde. Wir alle waren an seinem Geburtstag gedanklich bei seiner Familie und seinen Freunden. Mit dem Baum gedenken wir der Opfer im Konzentrationslager Buchenwald, der Todesmärsche und der „Euthanasie“-Morde und halten die Erinnerung an Stefan Werner lebendig.

Doreen Hadlich

Vorstand Parität Thüringen bei der 86. Pflanzaktion