wir lebens Bunt

Winter Disco

Am 06.12. ist es wieder so weit: die inklusive Disco in der Weißen Villa des EJBW öffnet für alle tanzfreudigen Menschen ihre Türen.

Winter Disco

Zum kürzesten Tag des Jahres verwandelt sich unser Galerieladen „LebensArt am Palais“ in ein improvisiertes Kino: Wir laden herzlich ein zum bundesweiten KURZFILMTAG am 21. Dezember! Da es sich um viele verschiedene Filme von 4 bis 12 min Spieldauer handelt, können Sie jederzeit dazu kommen und gehen, ganz wie es Ihnen angenehm ist. Unser Programm beinhaltet Filme für Kinder, Jugendliche und Ältere. Nähere Infos zu den Filmen und Spielzeiten finden Sie unter https://kurzfilmtag.com/index.php?node=veranstaltungsorte&ort=Weimar#uebersicht.

Programm:
10:30 – 12:00 Uhr „Kurzes für Kurze“ – Kurzfilme von und für die Allerjüngsten
Wir zeigen die Filmrollen: „Kurzes für Kurze“ und
13:00 – 15:00 Uhr „Was wäre, wenn…?“ – Kurzfilme von und für junge Menschen
Wir zeigen die Filmrollen „Was wäre, wenn“ und
„Best of Deutscher Jugendfilmpreis 2019“
15:30 – 18:00 Uhr „Beziehungsweise(n)“ – Kurzfilme von und für betagtere Menschen
Wir zeigen die Filmrollen „BeziehungsWeisen“ und „SeniorInnenKino“

Wir freuen uns auf Sie!

Kurzfilmtag am 21. Dezember im Laden „LebensArt am Palais“

Jena 02/12/2019

„Selbstvertretung – Na klar.“ hieß es zum letzten bundesweiten Lebenshilfe-Kongress der Interessenvertreter der Menschen mit geistiger Behinderung und Experten in eigener Sache vom 29.08. bis 31.08.2019 in Leipzig. Zum Internationalen Tag für Menschen mit Behinderung am 03. Dezember bekräftigt Christoph Zippel, Vorsitzender der Lebenshilfe Thüringen, diese Forderung ausdrücklich und unterstützt die Selbstvertretungen von Menschen mit Behinderung in ihrem Wirken, insbesondere den Lebenshilfe-Rat Thüringen, in dem zehn Menschen mit Behinderung aus verschiedenen Regionen Thüringens tätig sind.

In der Praxis der politischen Mitwirkung der Selbstvertreter gibt es noch viele Stolpersteine, die aus dem Weg geräumt werden müssen. „Selbstvertretungen müssen mit ihren Positionen ernst genommen und bei Entscheidungen tatsächlich beteiligt werden, vor allem auch bei den bevorstehenden Veränderungen entsprechend des Bundesteilhabegesetzes im Wohnen, Arbeiten und in der Freizeit. Da es um landesweite wesentliche Veränderungen geht, muss die Beteiligung der Selbstvertreter der Menschen mit geistiger Behinderung auch auf Landesebene gesichert werden“ so Christoph Zippel. Bisher ist das für die Gruppe der Menschen mit geistiger Behinderung noch nicht gut gelungen, insbesondere Menschen mit schwerer und komplexer Behinderung, die auf umfangreiche Unterstützung angewiesen sind, sind oft nicht im Blick. Selbstvertreter als Interessenvertreter kennen die Lebenslagen der betroffenen Menschen sehr genau und sind neben den Eltern auch das Sprachrohr für Menschen mit schwerer geistiger Behinderung, die sich sprachlich nicht artikulieren können.

Wichtige Voraussetzung für die wirksame Beteiligung der Selbstvertreter mit geistiger Behinderung ist die Kommunikation in Leichter oder einfacher Sprache. Das stellt in der gegenwärtigen Praxis noch ein großes Hindernis dar.

Medienmitteilung 03.12.2019 – (PDF 100KB)

Mehr wirksame Selbstvertretung von Menschen mit Behinderung!

Seit vielen Jahren werden in Egendorf bei Blankenhain Gemüse und Obst angeboten. Jetzt hat die Einrichtung des Lebenshilfe-Werks Weimar/Apolda das begehrte Biosiegel erhalten. Aus diesem Anlass wird die Gärtnerei in „Naturhof Egendorf“ umbenannt.

„Wir haben einen hohen Anspruch an die Qualität unserer Produkte“, sagt Burkhard Richter, Leiter der Werkstatt Egendorf, „da war der Anbau nach ökologischen Richtlinien irgendwann eine Selbstverständlichkeit“. Inzwischen gibt es neben saisonalen Gemüse und Obst, Eier von über 100 Hennen und eine kleine Auswahl an weiterverarbeiteten Produkten wie Honig und Streuobstwiesenapfelsaft zu kaufen. Nach und nach sollen weitere Produkte wie Marmeladen oder Erzeugnisse aus Bienenwachs hinzukommen. Gerade startet die Herstellung von Saatkugeln für bienenfreundliche Pflanzen als kleines Frühjahrsgeschenk für Naturbegeisterte.

Auf dem Naturhof, der Menschen mit Behinderung eine sinnstiftende Arbeit ermöglicht, können Interessierte auch eigene Pachtflächen bewirtschaften und sich dabei unterstützen lassen. „Unser Naturhof ist ein kleines Paradies“, so Burkhard Richter. „Wir möchten zeigen welche tollen natürlichen Produkte bei uns entstehen und wir möchten unsere Kunden einladen vorbeizukommen und ein Stück ursprüngliche Natur mitzuerleben, im Gemeinschaftsgarten selbst Hand anzulegen oder unsere Hühner in ihrem Hühnermobil zu besuchen.“

Erhältlich sind die Waren des Naturhofs per Lieferservice, im Weimarer Galerieladen LebensArt am Palais des Lebenshilfe-Werkes und natürlich direkt in Egendorf.

Medienmitteilung_Naturhof Egendorf – (PDF 160KB)

Naturhof Egendorf jetzt mit Biozertifizierung

In der vergangenen Woche war das „Theater der Möglichkeiten“ des Lebenshilfe-Werkes Weimar-Apolda e.V. zu einem Theaterprojekt in Korbach (Hessen) zu Gast – erarbeitet und aufgeführt wurde ein Stück zum Thema „Glück“

Unter der Fragestellung „Was ist Glück?“ hatte das Lebenshilfewerk (LHW) Korbach die  Theatergruppen aus Weimar/Apolda sowie dem polnischen Kamienna Gora zu einem fünftägigen Theaterworkshop mit abschließender Aufführung eingeladen. Unter Leitung der Korbacher Theaterpädagogin Sonja Schmitt-Zenker und der Weimarer Theaterpädagogin und Regisseurin Antje Klahn arbeiteten 18 Menschen mit Behinderungen und ihre Betreuer*innen vom 19. bis 23. November 2019 an einer Stückentwicklung zum Thema „Glück“.

Den Rahmen bildete dabei die Geschichte „Das Hemd des Glücklichen“. Darin eingebunden wurden eine Marktszene, bei der alles angepriesen wurde, was (angeblich) Glück verheißt, sowie  die persönlichen Glücksvorstellungen und -momente der Teilnehmer*innen. Mit Szenenapplaus bedacht wurde ein selbst verfasstes Gedicht der Weimarerin Anna Münz. Im Finale wurde zum Lied „Glück“ von Bengio chorisch gebärdet.

Das Ergebnis wurde am 23. November im Bürgerhaus Korbach vor zahlreich erschienenem Publikum gezeigt und von diesem mit lang anhaltendem Applaus und der Forderung nach einer Zugabe gefeiert.

Im kommenden Jahr wird das gemeinsame Projekt der drei Theatergruppen in Weimar stattfinden.

Das „Theater der Möglichkeiten“ wird finanziell durch „Aktion Mensch“ gefördert.

Das „Theater der Möglichkeiten“ des Lebenshilfe-Werkes Weimar/Apolda e.V. besteht seit August 2019. Interessierte Menschen mit und ohne Behinderung finden sich zu Proben im 14tägigen Rhythmus zusammen und erarbeiten Präsentationen und Inszenierungen. Neue Mitspieler*innen sind willkommen.

Nächste Treffen der Theatergruppe: 28. November und 12. Dezember 2019, 17 bis 19 Uhr
Ort: Hufeland-Kindergarten Weimar
Proben: 14tägig donnerstags
Voraussetzung: Mindestalter 16 Jahre, Lust am Theaterspielen

Antje Klahn ist Theaterpädagogin (BuT), Regisseurin und Dozentin. Sie ist verantwortlich für die inhaltlich-künstlerische Konzeption des Projektes und die Leitung der Proben und Aufführungen. Neben der Durchführung zahlreicher theaterpädagogischer Projekte und Workshops inszenierte sie bereits mehrere Kinder- und Jugendstücke. Zuletzt war sie Leiterin der Theaterpädagogik am Theater der Jungen Welt Leipzig.

Glücksmomente

Komm mit auf die Bretter, die die Welt bedeuten

Proben: 14tägig donnerstags

Nächste Treffen: 28. November, 12. Dezember 2019, 17 bis 19 Uhr

Ort: Hufeland-Kindergarten Weimar

Unser Thema: „Glück und andere (Un)Möglichkeiten“

Voraussetzung: Mindestalter 16 Jahre, Lust am Theaterspielen

Anmeldung: Michael Hubert
mail: michaelhubert(at)web.de
Telefon: 0176_63 20 77 67

Das Lebenshilfewerk Weimar-Apolda e.V. startete im August 2019 mit dem „Theater der Möglichkeiten“, einer inklusiven Theatergruppe. Geleitet wird sie von der Theaterpädagogin und Regisseurin Antje Klahn. Interessierte Menschen mit und ohne Behinderung befassen sich mit dem Thema „Glück und andere (Un)Möglichkeiten“. Ziel sind öffentliche Theateraufführungen in der Region, zum Beispiel zum Jubiläum „30 Jahre Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda“.

Es sind auch zwei Theaterworkshops in Kooperation mit dem Lebenshilfe-Werk Kreis Waldeck-Frankenberg e. V. geplant. 2019 findet der Theaterworkshop in Korbach (Hessen) statt, im Jahr 2020 in Weimar. Diese Workshops schließen ebenfalls mit einer Präsentation ab.

Einblicke in die professionelle Theaterarbeit und damit zusätzliche Impulse erhalten die Teilnehmenden durch Kontakte zum Deutschen Nationaltheater Weimar und zum Stellwerk Weimar. Langfristiges Ziel ist die Teilnahme an einem (inklusiven) Amateurtheaterfestival.

Die Theatergruppe wird durch „Aktion Mensch“ gefördert.

Antje Klahn ist Theaterpädagogin (BuT), Regisseurin, Dozentin und Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Theaterpädagogik e. V.

Michael Hubert ist Betreuer in einer Wohneinrichtung des LHW, ausgebildeter Heilerziehungspfleger und Theaterdramaturg. Er ist zuständig für die Organisation des Projektes.

Anna-Sophia Blersch, Weimarer Bühnen- und Kostümbildnerin, ist seit mehr als 20 Jahren professionell im Theaterbereich tätig und zuständig für die Ausstattung der geplanten Aufführungen.

Theater der Möglichkeiten – unsere inklusive Theatergruppe

Kinder mit und ohne Behinderung erlebten aufregende Ferienzeit im Museum für Ur- und Frühgeschichte Thüringens

Link zum Zeitungsartikel der Thüringer Allgemeine 24.10.2019
https://www.thueringer-allgemeine.de/regionen/weimar/mit-archie-geht-s-in-weimar-in-die-steinzeit-id227450069.html#coral_talk_stream

Mit Archie geht’s in Weimar in die Steinzeit

Tiefe Betroffenheit, grenzüberschreitende Solidarität und eine Welle der Hilfsbereitschaft lösten im Sommer die zwei Angriffe auf Bäume des integrativen Gedenkprojekts „1000 Buchen“ in Weimar aus. Dabei waren mindestens sieben Bäume, die an die Todesmärsche von Buchenwald erinnern, an- oder abgesägt worden. Im Rahmen der inzwischen 53. Pflanzaktion pflanzte die Weimarer Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen am Donnerstag in Kromsdorf einen Apfelbaum.

Die erste Nachpflanzung zerstörter Bäume erfolgt Dienstag, 29.10.2019, in Weimar-Schöndorf unterhalb der Alten Bahnhofstraße. Beginn ist 13.30 Uhr. Alle sind herzlich eingeladen.

In Schöndorf sägten Unbekannte Anfang Juli die kompletten kronenführenden Äste zweier Kastanien ab, die im Jahr 2007 im Rahmen des Gedenkprojekts „1000 Buchen“ gepflanzt worden waren. Eine Rotblühende Kastanie, für die Weimars damaliger Bürgermeister Christoph Schwind Pate gestanden hatte, ging ein. Der zweite Baum überstand den Angriff, gegen die Prognosen hinzugezogener Fachleute.

Die Ersatzpflanzung wird Weimars Bürgermeister Ralf Kirsten vornehmen. Paten für weitere Bäume an diesem Tag sind:

Thomas Gottweiss, Bürgermeister der Gemeinde Ilmtal-Weinstraße.
Gunter Braniek, Ortsteilbürgermeister von Kromsdorf.
Prof. Dr. Köhler aus Jena, dessen erster Baum die Attacke beschädigt überstand, pflanzt im Namen seiner verstorbenen Frau eine Esskastanie.

Zur Erinnerung an die Todesmärsche aus Buchenwald sowie die Opfer des Euthanasie-Programms der Nationalsozialisten zur Beseitigung „unwerten Lebens“ rief der Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda e.V. im Weimarer Kulturstadtjahr 1999 das integrative Gedenkprojekt „1000 Buchen“ ins Leben. Entlang der ehemaligen Marschroute entsteht Baum für Baum ein lebendiger Erinnerungsweg, versinnbildlicht durch Bäume, die Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam pflanzen und durch Baumpatenschaften finanzieren.

Alle beigefügten Inhalte sind zur Veröffentlichung in diesem Kontext freigegeben. Personen auf dem Bild sind von links nach rechts:

Falk Jonscher, Leiter der Gartengruppe,
Martina Heller, Projektleiterin „1000 Buchen“,
Ann-Sophie Bohm-Eisenbrandt, Vorsitzende der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Weimarer Stadtrat,
Ines Bolle, Fraktionsgeschäftsführerin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Weimarer Stadtrat.
Im Hintergrund der gepflanzte Apfelbaum.

Erinnerung lebendig halten – Neupflanzungen im Projekt „1000 Buchen“

Am 16.10.2019 war der erste Spatenstich für den Neubau unseres Kindergartens Moorentaler Spatzen. Wir alle freuen uns sehr auf das neue Haus.

Danke an die Stadt Apolda als Bauherr!

Neubau unseres Kindergartens Moorentaler Spatzen

Die Verständlichkeit der Wahlprogramme für Menschen mit Behinderungen wird von vielen Befragten bemängelt, so ein Ergebnis des 4. Inklusionsmonitors. Genau an diesem Punkt setzte der Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda e.V. an und startete bereits im Juni eine umfangreiche Informationskampagne rund um die Thüringer Landtagswahl 2019. Ziel ist es, vor allem Menschen mit Behinderungen über die Wahl, die einzelnen Parteien und deren Programme zu informieren, um sie nicht nur zum Wählen zu motivieren, sondern ihnen gleichzeitig eine gut fundierte Entscheidung zu ermöglichen.

In enger Zusammenarbeit mit dem Büro für Leichte Sprache und den Selbstvertretungen der Menschen mit Behinderungen wurden zahlreiche Informationsangebote auf den Weg gebracht. So widmen sich verschiedene Workshops leicht verständlichen Fragen wie „Wie geht das mit dem Wählen?“, „Warum sollte ich wählen?“ oder „Was hat Politik mit mir und meinem Leben zu tun?“. In einer Werkstatt des Vereins wurde eigens ein mobiles Wahllokal gebaut, das von Einrichtung zu Einrichtung wandert und den Menschen dort ermöglicht, das Wählen schon einmal vorab auszuprobieren und so Berührungsängste abzubauen. Ein Spezial-Teil zur Wahl in Leichter Sprache informiert in der Zeitschrift „mittendrin“ über den Landtag, die Parteien, die Wahl im Wahllokal und per Briefwahl und vieles mehr. Darüber hinaus sammelten Menschen mit Behinderungen Fragen, die ihnen wichtig sind. Diese wurden den sechs größten Parteien gestellt, Fragen und Antworten in Alltags- und in einfacher Sprache allen Menschen im Lebenshilfe-Werk zugänglich gemacht. „Wir freuen uns, dass bei der Landtagswahl am 27. Oktober auch Menschen ihre Stimme abgeben können, die unter gesetzlicher Betreuung stehen. Für das Recht eines und einer jeden haben wir uns seit Jahren stark gemacht. Nun wollen wir dazu beitragen, dass sie auch eine gute Basis erhalten, um dieses Recht wahrnehmen zu können“, sagt Rola Zimmer, Vorstandsvorsitzende des Lebenshilfe-Werks.

Die Befragung der Parteien finden Sie in Alltags- und in einfacher Sprache hier.

Zum Interview von Radio LOTTE gehts hier

Fragen und Antworten der Parteien in Leichter Sprache

PDF-Datei (758KB)

Fragen und Antworten der Parteien in Alltagssprache

PDF-Datei (656KB)

Wahlprojekt