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Fachverbände fordern bundesweite Corona-Prämie auch für Mitarbeitende der Behindertenhilfe

Berlin, 25. September 2020–Die Corona-Pandemie ist eine riesige Herausforderung für Pflegekräfte, die alte, kranke und beeinträchtigte Menschen versorgen. Ihre besondere Leistung wird zu Recht mit einer Corona-Prämie gewürdigt. Aber nicht weniger anstrengend waren die vergangenen Monate für Mitarbeitende in der Behindertenhilfe und Sozialpsychiatrie, die Menschen mit Behinderung während des Lockdowns rund um die Uhr betreut und gepflegt haben. Dabei hatten sie zusätzlich mit Ängsten und Verhaltensauffälligkeiten ihrer Klienten zu tunund mussten wegen der Besuchsverbote Angehörige und Freunde emotional ersetzen. Außerdem gab es nicht immer ausreichende Schutzbekleidung, weshalb sie einem besonderen Risiko ausgesetzt waren.

Daher begrüßen die Fachverbände für Menschen mit Behinderung,dass sich einzelne Bundesländer wie zum Beispiel Bayern dazu entschieden haben, die Corona-Prämie auch an Mitarbeitende in der Behindertenhilfe auszuzahlen. Nachdem ebenfalls Pflegende in Krankenhäusern die Prämie erhalten, fordern die Fachverbände erneut: Es muss jetzt bundesweit zu Regelungen kommen, die Mitarbeitende in der Behindertenhilfe umfassend berücksichtigen.

Die Fachverbände für Menschen mit Behinderung repräsentieren ca. 90% der Dienste und Einrichtungen für Menschen mit geistiger, seelischer, körperlicher oder mehrfacher Behinderung in Deutschland. Ethisches Fundament der Zusammenarbeit ist das gemeinsame Bekenntnis zur Menschenwürde sowie zum Recht auf Selbstbestimmung und gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Leben in der Gesellschaft. Weitere Informationen unter: www.diefachverbaende.de

 

Quelle: https://www.lebenshilfe.de/presse/pressemeldung/fachverbaende-fordern-bundesweite-corona-praemie-auch-fuer-mitarbeitende-der-behindertenhilfe/

Fachverbände fordern bundesweite Corona-Prämie auch für Mitarbeitende der Behindertenhilfe

Bereits gestern (am 18.09.) beteiligten sich Menschen aus dem Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda e.V. am Cleanup Day 2020. Sechs besonders motivierte Menschen aus dem Zentrum für Ambulante Komplexleistungen (ZAK) in Apolda nahmen Handschuhe und Müllsäcke in die Hand und sammelten im Zeichen des World Cleanup Days rund um die Auenstraße in Apolda allerlei Müll ein. „Wir wollen damit ein Zeichen gegen Müll und Verschmutzung setzen und einen Beitrag für unsere Nachbarschaft und Umgebung leisten“ erklärt Birgit Kliem, Koordinatorin der Tagesstruktur im ZAK. So war es allen Beteiligten ein besonderes Anliegen sich bei der jährlich stattfindenden weltweiten Aktion in ihrer Region einzubringen.
Der heutige (19.9.) World Cleanup Day ist, die bisher größte Bottom-Up-Bürgerbewegung der Welt zur Beseitigung von Umweltverschmutzung. 2019 beteiligten sich 21 Millionen Menschen weltweit am World Cleanup Day und setzten durch ihre Cleanups ein starkes Zeichen für eine saubere, gesunde und müllfreie Umwelt.

World Cleanup Day 2020 – Wir waren dabei!

Strahlende Gesichter von Sina, Ewa, Maximilian, Angelo und Pascal sieht man am Freitag, dem 18. September, auf dem Erlebnishof Weimar. Die Kinder und Jugendlichen aus der Wohnstätte des Lebenshilfe-Werks in der Tiefurter Allee können es kaum erwarten, hier ihre ersten Reitstunden zu erhalten. Möglich macht das die Stiftung Lebenshilfe Weimar/Apolda, die den Reitunterricht der Kids mit 1500 Euro bezuschusst.

„Unseren Kindern ist es sehr wichtig, das Gleiche unternehmen zu können wie andere Kinder auch. Hobbys wie Reiten, Eislaufen oder Tanzen sind für uns aber ohne Unterstützung nicht finanzierbar. Es ist toll, dass die Stiftung Lebenshilfe uns hier unter die Arme greift“, sagt Heike Wiechmann, Sozialer Dienst der Einrichtung. Rola Zimmer, Vorsitzende des Stiftungsvorstandes, erwidert: „Es ist uns eine große Freude, den Kindern diesen Wunsch zu erfüllen. Denn Inklusion und die Teilhabe junger Menschen am gesellschaftlichen Leben liegen unserer Stiftung ganz besonders am Herzen.“

Die Stiftung Lebenshilfe Weimar/Apolda setzt sich für die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Leben in der Gemeinschaft ein. Sie fördert und unterstützt vor allem Projekte und Personen im Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda e.V. und in der Region. Dazu zählen die Förderung der Entwicklung von Kindern in Kindertageseinrichtungen, Frühförderstellen und anderen kinder- und jugendspezifischen Angeboten, Wohngemeinschaften, Wohn- und Tagesangebote mit ambulanter Unterstützung ebenso wie Kultur- und Freizeitangebote oder die Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderung. Sie unterstützt Beratung, Unterstützung und Assistenz für Menschen mit Behinderungen und für ihre Angehörigen.


Auf dem Bild sind von links nach rechts: Heike Wiechmann, Sozialer Dienst der Wohnstätte für Kinder und Jugendliche, Pascal, Maximilian,
Rola Zimmer, Vorsitzende des Stiftungsvorstandes, Ewa, Angelo, Sina sowie Katrin Jacob, Reitpädagogin vom Erlebnishof Weimar

Kinderglück auf dem Weimarer Erlebnishof – Die Stiftung Lebenshilfe macht’s möglich

Ab dem 15. August hat der Paritätische Thüringen zu einer gemeinsamen Kreide-Mal-Aktion aufgerufen. Mit Kolleginnen und Kollegen sollte mit Kreide ein Bild zum Thema „Was bedeutet Gemeinschaft für uns“ gestaltet und auf den Social Media gepostet werden.
Natürlich waren auch wir mit von der Partie! Im Lebenshilfe-Wertk sind einige wunderschöne Kreidekunstwerke entstanden.
Diese wollen wir Ihnen und euch natürlich nicht vorenthalten. Wir bedanken uns ganz herzlich beim den fleißigen und kreativen Teams aus dem
ZAK Sömmerda, der Belvederer Allee 19 und der Fördergruppe Egendorf U!

Kreidekunst im Lebenshilfe-Werk

Zum Saisonauftakt des Kunstfestes Weimar wurden am 31. August am Pavillon auf dem Theaterplatz 1500 Ringelblumen verteilt – als Zeichen für eine erblühende Stadt.
Liebevoll großgezogen wurden die Topfpflanzen von Menschen mit Behinderung im Naturhof Egendorf des Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda e.V. „Unsere Mitarbeitenden finden es toll, mit ihrer Arbeit anderen Menschen Freude schenken zu können. Entsprechend groß war auch die Motivation, die Blumen ganz besonders gut zu pflegen“, verrät Andreas Mey, Leiter des Naturhof-Teams.

Das Verteilen an die Passant*innen übernahmen Mitarbeitende von Kunstfest und Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda. Viele Weimarer Bürgerinnen und Bürger waren eigens zum Theaterplatz gekommen, um ihre Ringelblume in Empfang zu nehmen. Für Schenkende und Beschenkte gleichermaßen ein freudiges Ereignis und eine gute Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Die Aktion stieß allseits auf positive Resonanz: „Was für eine tolle Idee! Es sieht wunderschön aus, die Straßen so mit Blumen gesäumt.“ „Man bekommt richtig gute Laune.“

Die Expert*innen Uta Beier und Max Reschke informierten zudem über den vielfältigen Nutzen von Ringelblumen, die Heilkraft von Pflanzen und insektenfreundliches Gärtnern.

„Wir bedanken uns herzlich bei Rolf Hemke und seinem Kunstfest-Team für die großartige Idee und natürlich auch für die gute Zusammenarbeit“, sagt Rola Zimmer, Geschäftsführerin des Lebenshilfe-Werks.
Unterstützt wurde das inklusive Projekt von der Aktion Mensch.

Weimar blüht auf – Mit Ringelblumen vom Naturhof Egendorf

Im Rahmen des Ferienprogramms gingen die Kinder der Freien Ganztagsgrundschule „Anna Amalia“ mit Schubkarre, Müllsäcken und Handschuhen in den Wald, um diesen von Müll zu befreien. Denn die Kinder wissen: Müll gehört nicht in den Wald. Schließlich können sich Tiere daran verletzen oder erkranken, wenn sie ihn fressen. Außerdem können Scherben bei diesen hohen Temperaturen zu Waldbränden führen.
„Wir wollten etwas Gutes für die Natur tun und den Kindern das enorme Müllaufkommen deutlich machen. Wir haben bereits im vergangenen Schuljahr Müll im Webicht gesammelt. Damals fanden wir Unmengen.“ „Es sollte deutlich werden, dass schon nach kurzer Zeit wieder viel davon zu finden sein wird. Und so war es auch“, erklärten die Pädagoginnen Frau Ortmann und Frau Rösler. Es brauchte keine ganze Stunde, um die Schubkarre zu füllen. Im Webicht gingen die Kinder das Areal rund um den Spielplatz ab. Sie mussten feststellen, dass sich vor allem an den Wegen, um Bänke herum, rings um ein aus Stöcken errichtetes Tipi sowie am Spielplatz selbst der Müll häuft. Am meisten ärgerte die Kinder eine Spur aus foliertem Bonbonpapier. Das erste Papier fanden sie am Hauptweg, das letzte am Spielplatz. „Da hat jemand in Massen genascht. Der oder die hat dabei weder an die eigene Gesundheit noch an die der Natur gedacht!“, regten sich die Kinder auf. „Warum werfen die Leute ihren Müll nicht in die Mülleimer?“ Diese Frage stand sofort im Raum. Doch beim Anblick der Mülleimer erklärte sich dies. Sämtliche Mülleimer in Spielplatznähe quollen über. „Es gibt einfach zu viel Müll auf dieser Welt!“ Die Kinder wünschen sich, dass alle Besuchenden des Waldes ihren Müll einstecken und wieder mit nach Hause nehmen. Das taten sie dann auch: Der gesammelte Müll wurde in der Schule getrennt und richtig entsorgt.

Kinder der Anna-Amalia-Schule halten den Webicht sauber

Die Heyge-Stiftung ermöglicht unserer Kita „Moorentaler Spatzen“ die Teilnahme am „Weimarer Mentoring-Programm – Gemeinschaft fördern, Potenziale stärken mit Musik im Kindergarten“. Das von der Stiftung eigens konzipierte und finanzierte Programm bietet Kindern und pädagogischen Fachkräften die Chance, Musik ohne Leistungserwartungen aufzunehmen, selbst aktiv zu gestalten und von deren fördernder Wirkung zu profitieren.

In der Einrichtung des Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda e.V. im Ortsteil Herressen werden 58 Kinder im Alter von einem bis sechs Jahren von 10 pädagogischen Fachkräften betreut. Die Heyge-Stiftung finanziert das Vorhaben im Zeitraum 2020 bis 2022 mit 16.000€. Die Einrichtung wird von der Mentorin Frau Anita Müller betreut. Bereits seit 2019 engagiert sich die Stiftung auch in der Kita „Ernst Thälmann“, die sich ebenfalls in Trägerschaft der Lebenshilfe befindet.

Insgesamt starten 2020 15 Einrichtungen aus Thüringen (12), Sachsen (1), Niedersachsen (1) und NRW (1) mit dem zweijährigen Programm (WMP). In den Kindergärten werden gut 1400 Kinder von 215 pädagogischen Fachkräften betreut. Im Zeitraum 2014 bis 2019 konnte das Stifterehepaar Dr. Lorna und Herman Heyge bereits 25 Einrichtungen aus Thüringen, Hessen, Bayern und NRW die Teilnahme am WMP ermöglichen. Für die 500 Kinder und gut 100 pädagogischen Fachkräfte hat die Stiftung bisher eine Fördersumme in Höhe von 500.000€ aufgebracht.

Das Weimarer Mentoring-Programm:
• ermöglicht spielerisch eine ganzheitliche Entwicklungsförderung durch Musik als Methode insbesondere in den Bereichen Sprache, Bewegung und sozial-emotionale Entwicklung.
• fördert Chancengleichheit für alle Kinder, unabhängig von Herkunft und/oder sozialen Verhältnissen.
• lädt zu positiven Gruppenerfahrungen ein und vertieft vertrauensvolle Beziehungen.
• erleichtert die Arbeit der pädagogischen Fachkräfte und stärkt das Team.
• schenkt freudvolle Erfahrungen von Musik als stärkendem und verbindendem Tageselement.
• ist leicht erlernbar, voraussetzungsfrei und enthält konkrete pädagogische Ansatzpunkte und Praxisbeispiele.

Die Heyge-Stiftung wurde 2013 von dem deutsch-amerikanischen Ehepaar Dr. Lorna und Hermann Heyge gegründet und ist eine gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Weimar. Anliegen der Stiftenden ist es, musikalische Erfahrungen, aktives Singen und Musizieren möglichst vielen Menschen – insbesondere Kindern und Senioren – zu ermöglichen. Dabei liegt ihnen insbesondere die Förderung und Unterstützung des selbsttätigen Musizierens am Herzen. Die international renommierte Musikpädagogin Lorna Heyge widmet ihr Leben der musikalischen Früherziehung und ist u.a. durch den Musikgarten ® bekannt geworden.

Heyge-Stiftung fördert Kindergarten mit 16.000 Euro

Oliver Schramm, Geschäftsführer der PROCAVE GmbH, übergab heute dem Förderhaus des Lebenshilfe-Werks Weimar/Apolda in Weimar/Tröbsdorf eine Spende über 500 €. Davon soll ein neues Kissen zur speziellen Lagerung von Menschen mit Behinderungen in Stress- bzw. Anfallssituationen angeschafft werden. Das Lagerungskissen sorgt für körperliche und geistige Beruhigung und eine gesteigerte taktile und Selbstwahrnehmung.

„Gerade jetzt in der Krisenzeit freuen wir uns sehr über diese Unterstützung. Es ist wichtig für die Menschen, zu sehen, dass andere an sie denken. Das neue Lagerungskissen ermöglicht uns außerdem den Einsatz spezieller Therapieformen, wovon insbesondere unsere Besucher*innen mit schwerstmehrfachen Behinderungen profitieren“, so Daniel Elste, Leiter der Tröbsdorfer Einrichtung.

Geschäftsführer Oliver Schramm ist es ein Herzensanliegen, gemeinnützige Organisationen zu unterstützen, damit diese auch in der Corona-Krise wichtige Investitionen zur optimalen Begleitung von Menschen mit hohen Unterstützungsbedarfen umsetzen können. Zuletzt hatte die Firma für Matratzen und Zubehör mit Sitz in Erfurt täglich bis zu 10.000 Masken produziert und so zur Eindämmung des Corona-Virus beigetragen.

PROCAVE unterstützt Förderhaus des Lebenshilfe-Werks

Bereits am 29. Juli haben wir, den am Wochenende zuvor entdeckten Zerstörungen zum Trotz, neue Bäume entlang der ehemaligen Todesmarsch-Route der Buchenwald-Häftlinge gepflanzt. Die Kinder und Jugendlichen aus unserer Wohnstätte in der Tiefurter Allee hatten lange Zeit Geld für einen eigenen Baum gesammelt. Nun war es endlich soweit. Stolz strahlten sie am Mittwoch mit der Sonne um die Wette. Der Apfelbaum ist „ein Baum, der für die Erinnerung steht und Früchte für die Zukunft tragen soll“, sagte Simone Noch, Leiterin der Wohnstätte. Einen zweiten Apflebaum pflanzte Familie Dressel aus Kromsdorf. Sie war auf das Gedenkprojekt aufmerksam geworden und wollte es nun mit einer Baumpatenschaft unterstützen. Damit haben wir insgesamt bereits 122 Bäume für das Gedenkprojekt gepflanzt.

Gedenkprojekt „1000 Buchen“: Wir pflanzen weiter Bäume!

Nach dem erneuten Anschlag auf das Weimarer Gedenkprojekt „1000 Buchen“ plant das Lebenshilfe-Werk weitere Neupflanzungen. Auf ihrer Streife am 26. Juli hatte die Weimarer Polizei drei durchgebrochene Bäume in Schöndorf entdeckt. Die betroffenen Gedenkbäume waren erst im vergangenen Jahr als Ersatz für schon damals zerstörte Bäume gepflanzt worden. Von den Straftäterinnen oder Straftätern fehlt bis heute jede Spur.
Die jetzt zerstörten Bäume waren im Oktober 2019 gepflanzt worden, nachdem an gleicher Stelle im Juli zwei rotblühende Kastanien massiv beschädigt worden waren. Baumpaten waren unter anderem Weimars Bürgermeister Ralf Kirsten, der damalige Bürgermeister der Gemeinde Ilmtal-Weinstraße, Thomas Gottweiss, und Kromsdorfs Ortschaftsbürgermeister Gunter Braniek. Thomas Gottweiss, jetzt Landtagsabgeordneter der CDU, schreibt auf seiner Facebook-Seite: „Der Baum, den ich gemeinsam mit Gunter Braniek für das 1000 Buchen Projekt in Kromsdorf gepflanzt habe, wurde abgesägt. Wir werden uns dadurch nicht entmutigen lassen! Es ist unsere Verantwortung, an die Gräuel des Faschismus zu erinnern.“
Das Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda geht auch diesmal von einer gezielten, politisch motivierten Tat aus. Eine Anzeige wurde erstattet. Die Vorstandsvorsitzende des Lebenshilfe-Werkes, Rola Zimmer, betont: „Wir lassen uns von diesen Taten nicht einschüchtern und pflanzen weiter Bäume in Erinnerung an die Todesmärsche aus Buchenwald und die Opfer des Euthanasie-Programms der Nationalsozialisten.“
Bereits die zwei im Jahr 2019 stattgefundenen Angriffe auf sieben Gedenkbäume hatten tiefe Betroffenheit, Solidarität und eine Welle der Hilfsbereitschaft weit über Weimars Stadtgrenzen hinaus ausgelöst.
Zur Erinnerung an die Todesmärsche aus Buchenwald sowie die Opfer des Euthanasie-Programms der Nationalsozialisten zur Beseitigung „unwerten Lebens“ rief der Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda e.V. im Weimarer Kulturstadtjahr 1999 das inklusive Gedenkprojekt „1000 Buchen“ ins Leben. Entlang der ehemaligen Marschroute der Häftlinge entsteht Stück für Stück ein lebendiger Erinnerungsweg, versinnbildlicht durch Bäume, die Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam pflanzen und durch Baumpatenschaften unterstützen.