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Holocaust-Gedenktag – zerstörte Gedenktafeln im Projekt „1000 Buchen“ ersetzt

Am heutigen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus konnte das Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda zerstörte und entwendete Gedenktafeln des Projektes „1000 Buchen“ ersetzen. Finanziert wurden die Tafeln vom Lokalen Aktionsplan Weimar, der Demokratieprojekte unterstützt. Seit 1999 erinnert das inklusive Gedenkprojekt „1000 Buchen“ an die Opfer der Todesmärsche aus Buchenwald.

2016 wurde in der Weimarer Andersenstraße ein Baum gepflanzt, im Gedenken an Lise London (1916 – 2012). Lise London war französisches Mitglied der Internationalen Brigaden und kommunistische Widerstandskämpferin und überlebte mehrere deutsche Konzentrationslager. 2019 wurde der Baum, wie zahlreiche andere, mutwillig beschädigt und die Gedenktafel entwendet.

Die Beschädigungen oder Zerstörungen von Gedenkbäumen und -tafeln in 2019 und 2020 hatten tiefe Betroffenheit, Solidarität und eine Welle der Hilfsbereitschaft weit über Weimars Stadtgrenzen hinaus ausgelöst, die bis heute anhält. Die jüngste Unterstützung kommt vom Lokalen Aktionsplan Weimar (LAP), der die Fördergelder für die Ersatzanschaffung von acht Gedenktafeln bereitgestellt hat. „Wir waren bestürzt, als wir vom Vandalismus an den Bäumen und Schildern erfahren haben. Mit unserer Unterstützung möchten wir auch ein Zeichen für Vielfalt und gegen Hass, Gewalt und Menschenfeindlichkeit setzen“, so Anika Thiele, Koordinatorin des LAP Weimar.

Dank der Förderung wurden heute fünf zerstörte Gedenktafeln in Erinnerung an ehemalige Häftlinge und Häftlingsgruppen in der Ettersburger Straße und in der Andersenstraße ersetzt. Die französische Botschafterin in Deutschland, Anne-Marie Décôtes, zeigte sich bewegt: „Ich bin dem Lebenshilfe-Werk dankbar, dass es sich der Pflege des Gedenkens widmet und mutwillig zerstörte Bäume und Tafeln ersetzt. Ich freue mich, dass zum diesjährigen Holocaust-Gedenktag die Tafel erneuert wurde, die der französischen Résistance-Kämpferin Lise London (1916-2012) gewidmet ist.“

Rola Zimmer, Vorstandsvorsitzende des Lebenshilfe-Werks, ist dankbar für die Solidarität und breite Unterstützung, die dem inklusiven Projekt seither entgegengebracht wird. „Unser Gedenkprojekt bewahrt die Erinnerung an die Opfer der Todesmärsche aus dem KZ Buchenwald, es steht aber auch für das Gedenken an alle Menschen, die dem Nationalsozialismus zum Opfer fielen. Es freut mich, auch in Zeiten der Corona-Pandemie weitere Anwärter*innen für Baumpatenschaften und Unterstützung an unserer Seite zu wissen, die uns helfen den lebendigen Erinnerungsweg zu bewahren und weiter anwachsen zu lassen.“

Zur Erinnerung an die Todesmärsche aus Buchenwald sowie die Opfer des Euthanasie-Programms der Nationalsozialisten zur Beseitigung „unwerten Lebens“ rief das Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda im Weimarer Kulturstadtjahr 1999 das inklusive Gedenkprojekt „1000 Buchen“ ins Leben. Entlang der ehemaligen Marschroute der Häftlinge entsteht Stück für Stück ein lebendiger Erinnerungsweg, versinnbildlicht durch Bäume, die Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam pflanzen und durch Baumpatenschaften unterstützt werden.

Der Lokale Aktionsplan wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms »Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit« und vom Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport im Rahmen des Thüringer Landesprogramms »denkbunt – für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit«.

Beiliegend 2 Bilder:
1. Bild: Von links nach rechts: Rola Zimmer, Vorstandsvorsitzende des Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda, und Anika Thiele, Koordinatorin Lokaler Aktionsplan Weimar, am ersetzten Gedenkschild und Baum von Lise London (1916 – 2012)
2. Bild: Ersetztes Gedenkschild für den 2016 gepflanzten Gedenkbaum in Erinnerung an Lise London (1916 – 2012). Das Schild ist bei einem Angriff auf die Gedenkbäume 2019 entwendet worden

Holocaust-Gedenktag – zerstörte Gedenktafeln im Projekt „1000 Buchen“ ersetzt

Berlin, 25. September 2020–Die Corona-Pandemie ist eine riesige Herausforderung für Pflegekräfte, die alte, kranke und beeinträchtigte Menschen versorgen. Ihre besondere Leistung wird zu Recht mit einer Corona-Prämie gewürdigt. Aber nicht weniger anstrengend waren die vergangenen Monate für Mitarbeitende in der Behindertenhilfe und Sozialpsychiatrie, die Menschen mit Behinderung während des Lockdowns rund um die Uhr betreut und gepflegt haben. Dabei hatten sie zusätzlich mit Ängsten und Verhaltensauffälligkeiten ihrer Klienten zu tunund mussten wegen der Besuchsverbote Angehörige und Freunde emotional ersetzen. Außerdem gab es nicht immer ausreichende Schutzbekleidung, weshalb sie einem besonderen Risiko ausgesetzt waren.

Daher begrüßen die Fachverbände für Menschen mit Behinderung,dass sich einzelne Bundesländer wie zum Beispiel Bayern dazu entschieden haben, die Corona-Prämie auch an Mitarbeitende in der Behindertenhilfe auszuzahlen. Nachdem ebenfalls Pflegende in Krankenhäusern die Prämie erhalten, fordern die Fachverbände erneut: Es muss jetzt bundesweit zu Regelungen kommen, die Mitarbeitende in der Behindertenhilfe umfassend berücksichtigen.

Die Fachverbände für Menschen mit Behinderung repräsentieren ca. 90% der Dienste und Einrichtungen für Menschen mit geistiger, seelischer, körperlicher oder mehrfacher Behinderung in Deutschland. Ethisches Fundament der Zusammenarbeit ist das gemeinsame Bekenntnis zur Menschenwürde sowie zum Recht auf Selbstbestimmung und gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Leben in der Gesellschaft. Weitere Informationen unter: www.diefachverbaende.de

 

Quelle: https://www.lebenshilfe.de/presse/pressemeldung/fachverbaende-fordern-bundesweite-corona-praemie-auch-fuer-mitarbeitende-der-behindertenhilfe/

Fachverbände fordern bundesweite Corona-Prämie auch für Mitarbeitende der Behindertenhilfe

Oliver Schramm, Geschäftsführer der PROCAVE GmbH, übergab heute dem Förderhaus des Lebenshilfe-Werks Weimar/Apolda in Weimar/Tröbsdorf eine Spende über 500 €. Davon soll ein neues Kissen zur speziellen Lagerung von Menschen mit Behinderungen in Stress- bzw. Anfallssituationen angeschafft werden. Das Lagerungskissen sorgt für körperliche und geistige Beruhigung und eine gesteigerte taktile und Selbstwahrnehmung.

„Gerade jetzt in der Krisenzeit freuen wir uns sehr über diese Unterstützung. Es ist wichtig für die Menschen, zu sehen, dass andere an sie denken. Das neue Lagerungskissen ermöglicht uns außerdem den Einsatz spezieller Therapieformen, wovon insbesondere unsere Besucher*innen mit schwerstmehrfachen Behinderungen profitieren“, so Daniel Elste, Leiter der Tröbsdorfer Einrichtung.

Geschäftsführer Oliver Schramm ist es ein Herzensanliegen, gemeinnützige Organisationen zu unterstützen, damit diese auch in der Corona-Krise wichtige Investitionen zur optimalen Begleitung von Menschen mit hohen Unterstützungsbedarfen umsetzen können. Zuletzt hatte die Firma für Matratzen und Zubehör mit Sitz in Erfurt täglich bis zu 10.000 Masken produziert und so zur Eindämmung des Corona-Virus beigetragen.

PROCAVE unterstützt Förderhaus des Lebenshilfe-Werks

Nach dem erneuten Anschlag auf das Weimarer Gedenkprojekt „1000 Buchen“ plant das Lebenshilfe-Werk weitere Neupflanzungen. Auf ihrer Streife am 26. Juli hatte die Weimarer Polizei drei durchgebrochene Bäume in Schöndorf entdeckt. Die betroffenen Gedenkbäume waren erst im vergangenen Jahr als Ersatz für schon damals zerstörte Bäume gepflanzt worden. Von den Straftäterinnen oder Straftätern fehlt bis heute jede Spur.
Die jetzt zerstörten Bäume waren im Oktober 2019 gepflanzt worden, nachdem an gleicher Stelle im Juli zwei rotblühende Kastanien massiv beschädigt worden waren. Baumpaten waren unter anderem Weimars Bürgermeister Ralf Kirsten, der damalige Bürgermeister der Gemeinde Ilmtal-Weinstraße, Thomas Gottweiss, und Kromsdorfs Ortschaftsbürgermeister Gunter Braniek. Thomas Gottweiss, jetzt Landtagsabgeordneter der CDU, schreibt auf seiner Facebook-Seite: „Der Baum, den ich gemeinsam mit Gunter Braniek für das 1000 Buchen Projekt in Kromsdorf gepflanzt habe, wurde abgesägt. Wir werden uns dadurch nicht entmutigen lassen! Es ist unsere Verantwortung, an die Gräuel des Faschismus zu erinnern.“
Das Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda geht auch diesmal von einer gezielten, politisch motivierten Tat aus. Eine Anzeige wurde erstattet. Die Vorstandsvorsitzende des Lebenshilfe-Werkes, Rola Zimmer, betont: „Wir lassen uns von diesen Taten nicht einschüchtern und pflanzen weiter Bäume in Erinnerung an die Todesmärsche aus Buchenwald und die Opfer des Euthanasie-Programms der Nationalsozialisten.“
Bereits die zwei im Jahr 2019 stattgefundenen Angriffe auf sieben Gedenkbäume hatten tiefe Betroffenheit, Solidarität und eine Welle der Hilfsbereitschaft weit über Weimars Stadtgrenzen hinaus ausgelöst.
Zur Erinnerung an die Todesmärsche aus Buchenwald sowie die Opfer des Euthanasie-Programms der Nationalsozialisten zur Beseitigung „unwerten Lebens“ rief der Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda e.V. im Weimarer Kulturstadtjahr 1999 das inklusive Gedenkprojekt „1000 Buchen“ ins Leben. Entlang der ehemaligen Marschroute der Häftlinge entsteht Stück für Stück ein lebendiger Erinnerungsweg, versinnbildlicht durch Bäume, die Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam pflanzen und durch Baumpatenschaften unterstützen.

Erneuter Anschlag auf Gedenkbäume – Lebenshilfe-Werk plant weitere Neupflanzungen

Jena 04/05/2020
Für die Menschen mit geistiger Behinderung ist die Corona-Pandemie eine große Herausforderung. Die Lebenshilfe Thüringen e.V. möchte anlässlich des Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung die Öffentlichkeit auf die Lebenssituation von Menschen mit geistiger Behinderung aufmerksam machen.

Ob in den besonderen Wohnformen, ob allein zu Hause oder mit den Eltern, Menschen mit geistiger Behinderung gehen sehr verantwortungsbewusst mit den Einschränkungen in der Corona-Krise um, benötigen aber auch Hilfe und Unterstützung insbesondere von professionellen Helfern sowie Eltern und Angehörigen. In den besonderen Wohnformen gibt es Freizeitangebote und z.B. kreative Lösungen zum Einkaufen durch einen selbst organisierten Kiosk für die Bewohner.

Sehr vielen Beschäftigen, die seit Wochen nicht mehr in ihre Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) auf Arbeit gehen können, fehlen insbesondere die Kontakte und Begegnungen mit den Freunden und Bekannten und die regelmäßige Beschäftigung. Auch den Selbstvertretern der Menschen mit Behinderung, z.B. in den Werkstatträten oder im Lebenshilfe-Rat Thüringen fehlen die gemeinsamen Treffen und Gespräche. Die Verständigung vermittels digitaler Medien ist nicht für alle möglich.

Besonders schwierig ist die derzeitige Situation für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit geistiger Behinderung und komplexem Unterstützungsbedarf, sie werden durch nicht stattfindende Angebote in der Frühförderung, Logopädie, Ergotherapie und Physiotherapie in ihrer Entwicklung zurückgeworfen. Dies spüren vor allem deren Eltern und Familien, die diese Situation bewältigen müssen. Deshalb ist es wichtig, dass familienentlastende und -unterstützende Dienste, die eine große Anzahl dieser zu Hause lebenden Menschen mit schwerer Behinderung unterstützen, unbedingt erhalten bleiben müssen. Die Werkstätten für behinderte Menschen müssen schrittweise wieder öffnen und Beschäftigung für Menschen mit Behinderung ermöglichen. Dies gilt auch für die Förderschulen, um notwendige Angebote für Schüler und Schülerinnen mit sonderpädagogischen Förderbedarf vorzuhalten.

In der aktuellen Krise zeigt sich sehr deutlich wie wichtig die Organisation tagesstrukturierender Angebote für Menschen mit geistiger Behinderung ist. Die Lebenshilfe Thüringen e.V. setzt sich aktuell im politischen Diskurs und gemeinsam mit den Partnerverbänden für gute einheitliche Lösungen im Interesse der Menschen mit Behinderung und ihrer Familien in Thüringen ein.

Die Lebenshilfe ist ein gemeinnütziger Verein, der 1958 von Eltern geistig behinderte Kinder und engagierten Fachleuten in Marburg gegründet wurde. Der Landesverband der Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung in Thüringen, 1990 gegründet, ist ein Zusammenschluss von 40 rechtlich eigenständigen regionalen Mitgliedsorganisationen mit rund 3.000 Mitgliedern.

Kontakt:
Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung, Landesverband Thüringen e.V.
Katja Heinrich
Rudolstädter Str. 39, 07745 Jena
Tel: 03641/ 334395
Fax: 03641/ 336507
Mail: info(at)lebenshilfe-thueringen.de
Internet: www.lebenshilfe-thueringen.de

Pressemitteilung 05.05.2020 – (PDF 200KB)

Mit Distanz gemeinsam durch Corona – Menschen mit Behinderung halten durch!

Das fordert Lebenshilfe-Bundesvorsitzende Ulla Schmidt, MdB, anlässlich des europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai

Berlin. „Die Folgen der Corona-Pandemie treffen Familien mit behinderten Angehörigen ganz besonders hart. Viele Eltern haben in der jetzigen Situation keinerlei Unterstützung mehr und müssen die Betreuung zuhause irgendwie alleine schaffen. Wie ungemein belastend das ist, wird in der Öffentlichkeit aber kaum wahrgenommen. Auch in der Diskussion zur Öffnung der Schulen sind Kinder und Jugendliche mit Behinderung nicht im Blick.“ Darauf macht die Lebenshilfe-Bundesvorsitzende Ulla Schmidt, MdB und Bundesministerin a.D., anlässlich des europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am  5. Mai aufmerksam.

Menschen mit Beeinträchtigung haben oft Vorerkrankungen und damit ein hohes Risiko, bei einer Ansteckung mit dem Corona-Virus schwer zu erkranken. Daher sind die Eltern zusätzlich hin- und hergerissen, ob sie Hilfe von außen überhaupt annehmen sollen. „Der Staat muss diesen Familien jetzt mit allen Mitteln helfen“, fordert die Lebenshilfe-Vorsitzende. „Mit Notbetreuung dort, wo es Angehörige wünschen. Und mit Ausgleich von Verdienstausfall für Eltern, die ihre erwachsenen Kinder zuhause betreuen müssen, weil die Tagesbetreuung oder Werkstatt für Menschen mit Behinderung geschlossen ist.“

Entscheidend sei auch, dass so wichtige Unterstützungsangebote wie Familienentlastende Dienste finanziell abgesichert werden, um den Familien nach Corona weiter zur Verfügung zu stehen. Ulla Schmidt dankt erneut allen Mitarbeitenden der Behindertenhilfe dafür, dass sie mit großem Engagement den Menschen mit Beeinträchtigung beistehen, zum Beispiel in den vielen tausend Wohngemeinschaften deutschlandweit: „Sie leisten in Betreuung und Pflege großartige Arbeit und sind meine Heldinnen und Helden in dieser Krise! Deshalb müssen auch sie bei der Corona-Prämie berücksichtigt werden.“

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Der Staat muss Familien mit behinderten Angehörigen in der Corona-Krise mit allen Mitteln helfen!

Thüringer Sonderverordnung bis 7. März 2021

Achtung: Neue Regelungen für Besuche in Einrichtungen

Ab dem 5.1.2021 darf jede*r Bewohner*in nur noch von einer Person pro Tag besucht werden. Wenn die Inzidenz vor Ort höher als 200 ist, muss das eine feste Person sein, die nicht wechseln darf.

Jede*r Besucher*in hat nur mit einem negativen Corona-Schnelltestergebnis Zutritt. Die Schnelltests müssen unmittelbar vor Zutritt an Ort und Stelle erfolgen.
Außerdem muss während des Besuches eine FFP2-Maske getragen werden. Die Maske kann selbst mitgebracht werden oder ist in der Einrichtung erhältlich.

Regelungen zur genauen Verfahrensweise in Ihrer Einrichtung werden vor Ort durch Aushang bekannt gegeben bzw. können telefonisch erfragt werden.

Verordnungen für Thüringen und Weimar

Die aktuelle Sonderverordnung des Freistaats Thüringen finden Sie hier.

Die aktuelle Weimarer Verordnung in steht hier.

Wichtig: Werkstätten für Menschen mit Behinderungen sowie Therapeutische Einrichtungen und Angebote (z. B. Frühförderungen) bleiben geöffnet.

Leicht erklärt

Die wichtigsten Regeln im Umgang mit Corona fasst die Lebenshilfe Bundesvereinigung in ihrem Schreiben an Menschen mit Behinderungen zusammen.

Die aktuelle Weimarer Verordnung in Leichter Sprache steht hier.

Weitere Informationen in Leichter Sprache und Deutscher Gebärdensprache finden Sie hier.

Sie können sich auch für den Newsletter der Bundesvereinigung Lebenshilfe anmelden. Hier bekommen Sie zum Beipsiel Infos zu Quarantäne bei Menschen mit Behinderung, die COVID19-Impfverordnung und die Reform des Betreuungsrechts.

Informationen für Angehörige

Infobrief für Eltern und Angehörige Nr. 19

Corona-Warn-App

Die Bundesregierung und das RobertKoch-Institut haben eine App entwickelt, um die Ausbreitung von Corona zu verhindern. Sie soll die Anwender*innen informieren, wenn sie Kontakt zu einer infizierten Person hatten. So lassen sich Infektionswege leichter nachvollziehen. Die App ist allerdings nur dann wirksam, wenn sie von möglichst vielen Personen genutzt wird.

Wie die App funktioniert, wird hier leicht erklärt.

Corona-Prävention

Sehr geehrte Mitglieder der Lebenshilfe Thüringen,
sehr geehrte Damen und Herren,

anbei erhalten Sie unser aktuelles Rundschreiben mit Neuigkeiten der Lebenshilfe Thüringen, der Mitgliedsorganisationen, des Lebenshilfe-Rates, Fachinformationen, Tipps und Terminen. Bitte beachten Sie unsere neue Kategorie: Informationen aus dem Eltern-Rat.

Wie gewohnt, nehmen wir Ihre Berichte und Fotos für die Kategorie Informationen aus den Lebenshilfeorganisationen gerne entgegen. Senden Sie diese an: claudia.mueller(at)lebenshilfe-thueringen.de.

Wir wünschen Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2020.

Ihre Lebenshilfe Thüringen.

Rundschreiben – PDF (1,2 MB)
Rundschreiben Leichte Sprache – PDF (1 MB)

Rundschreiben Lebenshilfe Thüringen

Jena 02/12/2019

„Selbstvertretung – Na klar.“ hieß es zum letzten bundesweiten Lebenshilfe-Kongress der Interessenvertreter der Menschen mit geistiger Behinderung und Experten in eigener Sache vom 29.08. bis 31.08.2019 in Leipzig. Zum Internationalen Tag für Menschen mit Behinderung am 03. Dezember bekräftigt Christoph Zippel, Vorsitzender der Lebenshilfe Thüringen, diese Forderung ausdrücklich und unterstützt die Selbstvertretungen von Menschen mit Behinderung in ihrem Wirken, insbesondere den Lebenshilfe-Rat Thüringen, in dem zehn Menschen mit Behinderung aus verschiedenen Regionen Thüringens tätig sind.

In der Praxis der politischen Mitwirkung der Selbstvertreter gibt es noch viele Stolpersteine, die aus dem Weg geräumt werden müssen. „Selbstvertretungen müssen mit ihren Positionen ernst genommen und bei Entscheidungen tatsächlich beteiligt werden, vor allem auch bei den bevorstehenden Veränderungen entsprechend des Bundesteilhabegesetzes im Wohnen, Arbeiten und in der Freizeit. Da es um landesweite wesentliche Veränderungen geht, muss die Beteiligung der Selbstvertreter der Menschen mit geistiger Behinderung auch auf Landesebene gesichert werden“ so Christoph Zippel. Bisher ist das für die Gruppe der Menschen mit geistiger Behinderung noch nicht gut gelungen, insbesondere Menschen mit schwerer und komplexer Behinderung, die auf umfangreiche Unterstützung angewiesen sind, sind oft nicht im Blick. Selbstvertreter als Interessenvertreter kennen die Lebenslagen der betroffenen Menschen sehr genau und sind neben den Eltern auch das Sprachrohr für Menschen mit schwerer geistiger Behinderung, die sich sprachlich nicht artikulieren können.

Wichtige Voraussetzung für die wirksame Beteiligung der Selbstvertreter mit geistiger Behinderung ist die Kommunikation in Leichter oder einfacher Sprache. Das stellt in der gegenwärtigen Praxis noch ein großes Hindernis dar.

Medienmitteilung 03.12.2019 – (PDF 100KB)

Mehr wirksame Selbstvertretung von Menschen mit Behinderung!

Seit vielen Jahren werden in Egendorf bei Blankenhain Gemüse und Obst angeboten. Jetzt hat die Einrichtung des Lebenshilfe-Werks Weimar/Apolda das begehrte Biosiegel erhalten. Aus diesem Anlass wird die Gärtnerei in „Naturhof Egendorf“ umbenannt.

„Wir haben einen hohen Anspruch an die Qualität unserer Produkte“, sagt Burkhard Richter, Leiter der Werkstatt Egendorf, „da war der Anbau nach ökologischen Richtlinien irgendwann eine Selbstverständlichkeit“. Inzwischen gibt es neben saisonalen Gemüse und Obst, Eier von über 100 Hennen und eine kleine Auswahl an weiterverarbeiteten Produkten wie Honig und Streuobstwiesenapfelsaft zu kaufen. Nach und nach sollen weitere Produkte wie Marmeladen oder Erzeugnisse aus Bienenwachs hinzukommen. Gerade startet die Herstellung von Saatkugeln für bienenfreundliche Pflanzen als kleines Frühjahrsgeschenk für Naturbegeisterte.

Auf dem Naturhof, der Menschen mit Behinderung eine sinnstiftende Arbeit ermöglicht, können Interessierte auch eigene Pachtflächen bewirtschaften und sich dabei unterstützen lassen. „Unser Naturhof ist ein kleines Paradies“, so Burkhard Richter. „Wir möchten zeigen welche tollen natürlichen Produkte bei uns entstehen und wir möchten unsere Kunden einladen vorbeizukommen und ein Stück ursprüngliche Natur mitzuerleben, im Gemeinschaftsgarten selbst Hand anzulegen oder unsere Hühner in ihrem Hühnermobil zu besuchen.“

Erhältlich sind die Waren des Naturhofs per Lieferservice, im Weimarer Galerieladen LebensArt am Palais des Lebenshilfe-Werkes und natürlich direkt in Egendorf.

Medienmitteilung_Naturhof Egendorf – (PDF 160KB)