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#43aMussWeg – faire Pflege für alle

Lebenshilfe startet Petition im Bundestag – jede Stimme zählt!

Seit Jahren kämpfen die Fachverbände für eine Abschaffung des Paragraphen 43a im Elften Sozialgesetzbuch (SGB XI). Dieser Paragraph behandelt Menschen mit Behinderung bei der Pflege deutlich schlechter, wenn sie in einem „Wohnheim“ leben. Die Lebenshilfe fordert nun in einer Petition im Bundestag: #43aMussWeg – faire Pflege für alle! Mindestens 50.000 Unterschriften sind das Ziel, damit die Petition Erfolg hat. Hier geht es zur Petition: https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2022/_02/_22/Petition_131037.html

„Die Ungerechtigkeit und Diskriminierung, die mit dem immer noch existierenden § 43a einhergehen, ist für uns in keiner Form nachvollziehbar“, betonen Ulla Schmidt, MdB und Bundesministerin a.D. (Bundesvorsitzende Bundesvereinigung Lebenshilfe), Gerd Ascheid (Landesvorsitzender Lebenshilfe NRW) und Stephan Thiel (Vorstandsvorsitzender Lebenshilfe Lüdenscheid und Einreicher der Petition) gemeinschaftlich. „Alle sollen dieselbe Unterstützung erhalten, egal, wo sie leben!“

Im Anwendungsbereich von § 43 a SGB XI und damit jedenfalls in den sog. gemeinschaftlichen Wohnformen haben Menschen mit Behinderungen nur eingeschränkten Zugang zu den Leistungen der Pflegeversicherung. Unabhängig von ihrem Pflegegrad stehen ihnen nur die Pflegeleistungen in Höhe von maximal 266 EUR/Monat und damit regelmäßig ein Bruchteil ihres tatsächlichen Bedarfs zu. Alle Leistungsverbesserungen in der Pflegeversicherung der letzten Jahre sind an den Menschen mit Behinderung in besonderen Wohnformen vorbeigegangen. Damit stellt sich der Gesetzgeber selbst in krassen Widerspruch zu dem mit dem Bundesteilhabegesetz verbundenen Paradigmenwechsel. Der Gesetzgeber hat es als zentrale Neuerung angepriesen, dass die Leistungen künftig personenzentriert zu erfolgen hat und nicht mehr einrichtungszentriert. Menschen mit Behinderung sollen unabhängig davon, wo und wie sie leben uneingeschränkten Zugang zu den Leistungen der Eingliederungshilfe erhalten. Augenscheinlich gilt dies aber nicht für die Pflegeleistungen nach dem SGB XI. Denn hier macht es finanziell einen großen Unterschied wo der/die Pflegebedürftige lebt. Im Vergleich zu Menschen mit Behinderung, die häuslich gepflegt werden, erhalten sie von der Pflegekasse für ihre Pflege pro Monat je nach Pflegegrad zwischen 423 bis 1.729 Euro weniger an Versicherungsleistungen. Durch die gekürzten Pflegeleistungen können betroffene Bewohner:innen gezwungen sein, ihr vertrautes Lebensumfeld zu verlassen und ins Pflegeheim umziehen zu müssen , die Möglichkeit die ambulanten Pflegeleistungen in ihrer besonderen Wohnform zu bekommen, haben sie anders als alle anderen Versicherten nicht und das obwohl sie die gleichen Beiträge zur sozialen Pflegeversicherung aufbringen.

#43aMussWeg – faire Pflege für alle

Der Winkelbau in der Auenstraße wird umgebaut. Das Lebenshilfe-Werk wird das Gebäude bei der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) mieten.

Momentan haben die Mitarbeitenden der SEB Baugesellschaft alle Hände voll zu tun. Denn der sogenannte Winkelbau neben dem Eiermannbau in Apolda wird in den kommenden Monaten komplett saniert und so umgebaut, dass es durch das Zentrum Ambulante Komplexleistungen (ZAK) Weimarer Land und die Interdisziplinäre Frühförderstelle Kreis Weimarer Land genutzt werden kann. Es wurde bereits im Erdgeschoss ein Teil des alten Fußbodens entfernt und damit begonnen, Fensterrahmen auszubauen. Unter anderem soll auch das Dach saniert und ein Aufzug eingebaut werden. Aufgrund der speziellen Anforderungen an Zugang und Räumlichkeiten ist ein Beginn der umfangreichen Bauarbeiten zum jetzigen Zeitpunkt nötig.

Der Vertrag zwischen dem Lebenshilfe-Werk und der LEG ist bereits geschlossen. Im Mai 2023 wird mit der Fertigstellung des Gebäudes gerechnet. Das Investitionsvorhaben ist Teil des Großprojektes “IBA Projekt Open Factory Eiermannbau”. Das millionenschwere Gesamtprojekt wird aus dem Bundestopf “Nationale Projekte des Städebaus” finanziert und durch das Thüringer Infrastrukturministerium unterstützt.

Die Planung zur Nutzung des Gebäudes erforderte im Vorfeld entsprechende Grundrissänderungen. Im Erdgeschoss soll das ZAK mit Werkstatt- und Kreativräumen einziehen, welches sich aktuell nur 50 m entfernt vom künftigen Standort befindet. In der Etage darüber werden Verwaltungsräume eingerichtet und darüber die Frühförderstelle mit Logopädie und Ergotherapie.

Das Lebenshilfe-Werk zieht in Apoldaer Winkelbau ein

Weimar. Im Poseckschen Garten fand am Donnerstag, dem 10. März 2022, die 69. Pflanzung des Gedenkprojekts „1000 Buchen“ statt. Als 158. Baum wurde eine Rotesche gepflanzt. Die Patenschaft für den Baum übernimmt der „Inner Wheel Club Weimar“. Bei dieser Pflanzung wurde aus aktuellem Anlass auch der getöteten, verfolgten und vertriebenen Menschen im derzeitigen Ukraine-Krieg gedacht. Die Rede hielt der Aufsichtsratsvorsitzende des Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda e.V., Pfarrer i.R. Justus Lencer.

Neben Vertreterinnen des Inner Wheel Clubs begrüßte Projektleiterin Martina Heller auch den Bürgermeister der Stadt Weimar Ralf Kirsten, Bundestagsabgeordnete Antje Tillmann und zahlreiche Freunde des Projektes 1000 Buchen.

Gegenüber des Poseckschen Gartens liegt der historische Friedhof. Hier ließ die SS von 1937 bis 1940 etwa 3.500 Leichen einäschern, bevor in Buchenwald ein eigenes Krematorium erbaut wurde.

Die Bäume im lebendigen Gedenkprojekt „1000 Buchen“ werden seit 1999 gemeinsam von Menschen mit und ohne Behinderung entlang der Marschrouten vom ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald ins bayerische Flossenbürg gepflanzt. Mit diesen Bäumen entsteht Stück für Stück ein lebendiger Erinnerungsweg, der dem Gedenken der Opfer der Todesmärsche und des „Euthanasie“-Mordprogramms der Nationalsozialisten gewidmet ist. Kauf und Unterhalt der Bäume werden durch Patenschaften von Privatpersonen, Vereinen und Unternehmen ermöglicht.

Inner Wheel ist die weltweit größte Frauen-Service-Organisation. Die Mitglieder von Inner Wheel widmen sich der Pflege der Freundschaft, dem persönlichen sozialen Dienst und der internationalen Verständigung.

69. Baumpflanzaktion im Gedenkprojekt “1000 Buchen”

Weimar. Die Ukraine-Krise und das damit verbundene Schicksal der geflüchteten Ukrainer*innen bewegt die Menschen der Stadt Weimar auf allen Ebenen. Auch die Villa Winzig des Lebenshilfe-Werks Weimar/Apolda startete einen Spendenaufruf unter den Eltern und Angestellten. Auf diesem Wege kam eine Vielzahl an Sachspenden zusammen. Die gespendeten Windeln, Zahnbürsten, Damenhygiene-Artikel, Shampoos und Seifen sowie Decken und Schlafsäcke wurden in der vergangenen Woche in die Sammelstelle in der Marienstraße gebracht. Von dort aus organisierte die AWO-Mitte-West-Thüringen den Transport zu den ukrainischen Geflüchteten.

Spendensammlung der Villa Winzig: Kindergarten sammelt Sachspenden für die Ukraine

Wer von einem kleinen Stückchen Land träumt, auf dem Gemüse angebaut werden kann und die Kinder viel Platz zum Spielen in der Natur haben, ist in Egendorf bei Blankenhain genau richtig. Denn auf dem Naturhof Egendorf kann dieser Traum Wirklichkeit werden.

Hobbygärtner*innen und die, die es werden möchten, können von Mai bis November eine 40 qm große Parzelle pachten und bearbeiten. Die Beete werden mit einer Vielzahl von Gemüsesorten wie Möhren, Zwiebeln, Kartoffeln, Erbsen sowie Sonnenblumen vorbreitet. Gärtnerische Vorerfahrungen sind dabei nicht nötig, denn der Gärtner vom Naturhof Egendorf stehen bei allen Fragen rund um das Thema Gemüse zur Seite.

In der Saisonpacht von 140 Euro sind Wasser, Gerätenutzung und Erstbepflanzung inklusive. Bei Bedarf bietet der Naturhof auch die Pflege der Parzelle an.

Das weitläufige, ruhige Gartengelände steht zur Mitnutzung zur Verfügung. Hier kann nach getaner Arbeit unter den großen Kastanienbäumen relaxed oder gegrillt werden.

Anmeldung und weitere Infos auf: www.naturhof-egendorf.de/saisongaerten

Start ins Gartenglück mit den Saisongärten in Egendorf

Das Geld kommt dem Internet-Angebot „Corona-Virus in Leichter Sprache“ zugute

Berlin. Seit Ausbruch der Pandemie stellt die Bundesvereinigung Lebenshilfe aktuelle Informationen über das Corona-Virus und seine Folgen im Internet auf www.lebenshilfe.de zur Verfügung. Kostenfrei und in Leichter Sprache. Dieses wichtige Online-Angebot wird jetzt von Siemens Deutschland mit 35.000 Euro unterstützt. „Wir sind sehr dankbar für die Spende“, freut sich Ulla Schmidt, Lebenshilfe-Bundesvorsitzende und Gesundheitsministerin a.D. „Gerade Menschen mit geistiger Beeinträchtigung haben große Angst vor Corona, weil sie oft vorerkrankt sind und bei ihnen eine Ansteckung mit dem Virus häufig schwer verläuft. Nun können wir weiter ausführlich über die Pandemie informieren. Und zwar so, dass alle es verstehen.“

Wie hilfreich Leichte Sprache mit großem „L“ ist, haben längst auch Suchmaschinen erkannt. Wer etwa bei Google die Frage „Soll ich mich gegen Corona impfen lassen?“ eingibt, bekommt seit vielen Monaten als Erstes die Lebenshilfe-Seite vorgeschlagen – vor Quellen wie dem Robert-Koch-Institut oder dem Gesundheitsministerium. In Leichter Sprache zu schreiben, ist aber gar nicht so einfach, wie manche vielleicht denken. Es gibt viele Regeln, die eingehalten werden müssen, und Text-Abschnitte werden zusätzlich durch Bilder erklärt. Die Bundesvereinigung Lebenshilfe beschäftigt eine eigene Fachreferentin für Leichte Sprache und hat eine ehrenamtliche Prüfergruppe. Ihr gehören Menschen mit geistiger Beeinträchtigung an, die alle Texte ganz genau auf ihre Verständlichkeit hin abklopfen. Fällt bei ihnen eine Formulierung durch, wird so lange nach einer neuen gesucht, bis die Prüferinnen und Prüfer zufrieden sind.

Neben der Lebenshilfe fördert Siemens vier weitere gemeinnützige Organisationen. Insgesamt spendet die deutsche Vertriebs- und Service-Organisation von Siemens 360.000 Euro. Damit soll die zum großen Teil ehrenamtliche Arbeit im Sozialbereich, die durch die Corona-Lage erheblich erschwert wurde, unterstützt werden. Der Fokus liegt auf Digitalisierungs- und Transformationsprojekten. Über die Verteilung der Spendensumme entschieden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Siemens Deutschland.

„Siemens war trotz herausfordernder Rahmenbedingungen im vergangenen Geschäftsjahr außerordentlich erfolgreich. Wir möchten deshalb in größerem Maß Organisationen unterstützen, die sich gerade in diesen Zeiten um die Schwächeren in unserer Gesellschaft kümmern“, sagt Siemens-Deutschland-CEO Uwe Bartmann. „Die Spenden sehen wir auch als Anerkennung der ehrenamtlichen Arbeit an, von der soziales Engagement lebt.“

Link zum Internet-Angebot „Corona-Virus in Leichter Sprache“:

https://www.lebenshilfe.de/informieren/familie/empfehlungen-zu-covid-19-corona-virus/corona-ueberblick-leichte-sprache

Link zur Pressemitteilung von Siemens:

https://press.siemens.com/de/de/pressemitteilung/siemens-deutschland-spendet-hilfsorganisationen

Siemens Deutschland unterstützt Bundesvereinigung Lebenshilfe mit 35.000 Euro

Die Bundesvereinigung der Lebenshilfe plädiert für eine allgemeine Impfpflicht, um eine weitere Corona-Welle im Herbst zu verhindern. Die langsam sinkenden Ansteckungszahlen dürfen uns keine falsche Sicherheit vermitteln. Nur mit einer ausreichend hohen Impfquote können wir wieder die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für alle ermöglichen.

Menschen mit Behinderung sind von der Pandemie besonders betroffen. In den ersten Corona-Wellen mussten sie meist zu Hause bleiben und konnten nicht zur Arbeit oder in die Schule gehen. Diese Situation müssen wir mit allen Kräften verhindern.

Die Bundesvereinigung der Lebenshilfe hat dazu eine Medienmitteilung veröffentlicht. Informationen zur Corona-Impfung sind auf der Internetseite der Lebenshilfe auch in leichter Sprache erhältlich.

Allgemeine Impfpflicht bedeutet Teilhabe

Weimar. Jedes Jahr erinnern die Stadt Weimar und auch der Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda e.V. an die Opfer der Bombenangriffe vom 9. Februar 1945. Bereits zum zweiten Mal fand das Gedenken vor dem Kindergarten Hufeland des Lebenshilfe-Werkes pandemiebedingt nur in sehr kleiner Runde statt. Dennoch hielt das diesjährige Gedenken einen besonderen Moment bereit: Die Einweihung einer neuen Gedenktafel an dem Kindergarten, in dem bei der Bombardierung rund 30 Kinder und zahlreiche Erwachsene ums Leben kamen.

Etwa 1.100 Menschen starben am 9. Februar 1945 bei den schweren Fliegerangriffen der Alliierten auf Weimar. Ziel waren die Gustloff-Rüstungswerke, doch auch Teile der Innenstadt wurden getroffen. Unter den Toten waren auch rund 600 KZ-Häftlinge und Kriegsgefangene, die in dem Rüstungswerk Zwangsarbeit verrichteten. Eine Bombe schlug in den Kindergarten der damaligen Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt ein – genau an der Stelle, an der heute der Kindergarten Hufeland des Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda e.V. steht.

Diese Zahlen ergeben sich aus der neueren Forschung, weshalb die bisherige Gedenktafel entsprechend erneuert und nun offiziell übergeben wurde. Rola Zimmer, Vorstandsvorsitzende des Lebenshilfe-Werkes Weimar/Apolda, erinnert: „Wenn wir heute der Opfer der Bombardements auf Weimar gedenken, geschieht dies im Wissen darum, dass dieser schreckliche Weltkrieg von deutschem Boden ausging. Auch nach den Angriffen ging das Morden im Konzentrationslager Buchenwald weiter. An die abschließenden Todesmärsche der Gefangenen erinnern wir mit unserem lebendigen Gedenkprojekt 1000 Buchen.“ So stehen auch Bäume des Projektes in der Andersenstraße und der Kromsdorfer Straße bei den ehemaligen Gustloff-Rüstungswerken.

Gedenken an die Opfer des Bombenangriffs vom 9. Februar 1945 – Neue Gedenktafel am Kindergarten Hufeland

Jena. Am 27. Januar ist der Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus. Dieser Tag erinnert an die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau durch sowjetische Soldaten 1945. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurden Millionen Menschen – Juden, Sinti und Roma, politisch Gefangene, Homosexuelle, Zeugen Jehovas aber auch zahlreiche Menschen mit Behinderungen – verfolgt, gefoltert und ermordet.

Eine der Auschwitz-Überlebenden ist die ungarische Jüdin Éva Fahidi-Pusztai. Mit ihr beschäftigte sich eine Gruppe von Menschen mit Behinderungen in Erfurt. Im Rahmen der Sonderausstellung „Évas Apfelsuppe oder der Duft von Heimat. Eine Hommage an Éva Fahidi-Pusztai und das Leben“ im Erinnerungsort Topf & Söhne – Die Ofenbauer von Auschwitz setzten sie sich in einem Workshop mit Évas Leben und der Zeit des Nationalsozialismus auseinander. Sie lernten eine Frau kennen, die als Jüdin verfolgt wurde, einen großen Verlust erlitten hat und heute an die Verantwortung eines jeden in der Gesellschaft appelliert. Während des Workshops entwickelten die Teilnehmenden die Idee, eine Tandemführung durch die Sonderausstellung anzubieten, welche im Frühjahr dieses Jahres im Erfurter Erinnerungsort Topf & Söhne zu erleben sein wird. Dabei führen Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam durch die Sonderausstellung. Weiterhin können Gruppen und Einzelpersonen an einer Führung in Leichter Sprache durch die Dauerausstellung im Erinnerungsort Topf & Söhne teilnehmen.

Die aufgeführten Veranstaltungen wurden gemeinsam mit dem Erinnerungsort Topf & Söhne entwickelt und sind ein Teil der Bildungsangebote, welche im Rahmen des Projektes „Barrierefrei erinnern – Das Zentrum für Thüringen“ angeboten werden. Während der Projektlaufzeit werden Angebote zur Erinnerung und Aufarbeitung in Leichter und einfacher Sprache auf den Weg gebracht. Die Aufklärung über die Verbrechen des Nationalsozialismus, die Erinnerung an die Opfer sowie die Sensibilisierung zu aktuellen Gefahren der Ausgrenzung stehen dabei im Mittelpunkt.
Kooperationspartner des Projektes sind neben dem Erinnerungsort Topf & Söhne – Die Ofenbauer von Auschwitz auch die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau Dora.

Die Angebote des Projektes, weitere Informationen und Kontaktdaten der Ansprechpartner finden Sie auf der Internetseite der Lebenshilfe Thüringen (Barrierefrei erinnern).

 

Die Lebenshilfe ist ein gemeinnütziger Verein, der 1958 von Eltern geistig behinderte Kinder und engagierten Fachleuten in Marburg gegründet wurde. Der Landesverband der Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung in Thüringen, 1990 gegründet, ist ein Zusammenschluss von 39 rechtlich eigenständigen regionalen Mitgliedsorganisationen mit rund 3.000 Mitgliedern. Etwa 8.000 Menschen mit vorrangig geistiger Behinderung nutzen die Vielzahl der Angebote der Mitgliedsorganisationen der Lebenshilfe Thüringen, angefangen von der Frühförderung und integrativen Kindertagesstätten, über Wohneinrichtungen bis hin zu Ausbildungs- und Arbeitsangeboten.

Geschichte inklusiv | Projekt „Barrierefrei erinnern – Das Zentrum für Thüringen“ der Lebenshilfe Thüringen

Berlin. Die Bundesvereinigung Lebenshilfe fordert die zügige Einführung einer allgemeinen Impfpflicht, um Menschen mit Behinderung vor der Ansteckung mit Covid-19 wirksam zu schützen und ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu sichern.

„In den ersten Corona-Wellen haben Menschen mit Beeinträchtigung unglaublich unter Absonderung und Isolation leiden müssen. Dass sie ihre Wohneinrichtungen nicht mehr verlassen dürfen, dass Werkstätten, Schulen und Kitas geschlossen und so die Familien mit der Betreuung und Pflege ihrer behinderten Angehörigen allein gelassen werden, darf auf gar keinen Fall noch einmal passieren“, betont Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und Bundesgesundheitsministerin a.D. „Damit Teilhabe für alle funktioniert, muss die ganze Gesellschaft Verantwortung übernehmen. Deshalb setzt sich die Lebenshilfe für eine allgemeine Impflicht ein.“

Das vollständige Positionspapier zum Nachlesen gibt es über diesen Link:
Bundesvereinigung Lebenshilfe | Zur Prävention von Corona-Infektionen bei Menschen mit Behinderung durch Impfpflicht und Auffrischimpfungen

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