wir lebens Bunt

71. Baumpflanzaktion

Am 11. April 2022, pflanzte die Weimarer Ehrenbürgerin und Holocaustüberlebende Éva Fahidi-Pusztai einen Apfelbaum im Rahmen unseres lebendigen Gedenkprojektes „1000 Buchen“.

Der am 11.04.2022 in der Andersenstraße symbolisch gepflanzte Apfelbaum erinnert an Éva Fahidi-Pusztais Schwester Gilike und ihre Eltern. Die vierköpfige Familie Fahidi wurde 1944 ins KZ Auschwitz deportiert und dort getrennt. Éva Fahidi wurde zur Zwangsarbeit in ein Außenlager von Buchenwald geschickt. Die kleine Schwester und die Eltern waren weiter im KZ Auschwitz inhaftiert und kamen dort im selben Jahr noch ums Leben.

Der Apfel hat für Éva Fahidi-Pusztai zeitlebens eine besondere Bedeutung. Während ihrer Haft in Auschwitz tauschte sie sich mit anderen Häftlingen Rezepte aus, wie das Rezept der Apfelsuppe von ihrer Großmutter. Das Sprechen über Essen und das Erinnern an Heimat gab ihr Kraft, die schwersten Tage ihres Lebens zu überstehen.

Die Baumpatenschaft bekam sie von Familie Dr. Bock, Martin Kranz und das Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus Weimar geschenkt.