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Menschen mit Behinderung leisten wichtigen Beitrag

Dirk LorenzBauer

Apolda. Es ist dieser Zwiespalt zwischen der internen Kenntnis und der Außenwahrnehmung, die Sven Sinemus umtreibt.Der Werkstattleiter bei der Lebenshilfe Weimar-Apolda im Gewerbegebiet B 87 bringt es auf den Punkt: ,Wir sind hier keine Bastelstube, sondern liefern Qualität.Was Sinemus meint: Die Arbeit, die Menschen mit Behinderung leisten, indem sie Aufträge aus der Wirtschaft bearbeiten, erfolge in guter Qualität. Die Kollegen seien stolz darauf, ihren Beitrag zu leisten. Das sei anzuerkennen.

Nicht umsonst habe man ja langjährige Partnerbetriebe. So zum Beispiel die Firma Metering. Für diese werden in der Behindertenwerkstatt beispielsweise Dichtungsringe in Wasseruhren eingesetzt. 160 Menschen mit Behinderung sind bei der Lebenshilfe beschäftigt. 33 Fachkräfte betreuen sie an zwei Standorten, leiten an und setzten sie je nach Fähigkeit ein. Rund 60 Menschen arbeiten in der Werkstatt. Zudem gibt es die Gartengruppe, die gerade in der Vegetationsphase viel zu tun hat.

Wichtiges Standbein ist auch die Wäscherei. Dort wird wieder investiert. So erhält diese bald einen neuen Dampfkessel. 2020 war bereits die Wäschemangel erneuert worden, ebenso die LegeStrecke. Besonders begehrt seien die sogenannten Außenarbeitsplätze bei Firmen. Über Trainings oder Praktika würden die Behinderten darauf vorbereitet, die Betriebe entsprechend unterstützt, wenn sie jemanden einstellen. Ein Erwerbsleben zu haben, das sei wichtig für Menschen mit Behinderung, denn das hebe das Selbstbewusstsein. Intern gibt es bei der Lebenshilfe mit Blick darauf eine Fortbildung zum Alltagsbegleiter. So soll die Integration in den Arbeitsmarkt noch mehr erleichtert werden.