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1000 Buchen – Ein lebendiges Gedenken

63. Baumpflanzaktion

Anlässlich des 76. Jahrestages der Befreiung der Konzentrationslager Buchenwald und Mittelbau-Dora pflanzen am 11. April 2021 im Rahmen des inklusiven Gedenkprojektes „1000 Buchen“ Angehörige und Freunde von ehemaligen Häftlingen 20 Linden am Schwabsdorfer Weg bei Denstedt in Erinnerung an ihre verstorbenen Angehörigen und Freunde.

Die Pflanzaktion ist in einem Video zu sehen, das neben dem symbolischen Pflanzakt am Schwabsdorfer Weg auch die Grußworte vom Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow, Prof. Dr. Jens-Christian Wagner, Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, und der Botschafterin Frankreichs in Deutschland Anne-Marie Descôtes zeigt.

Ergänzend zum Film gibt es ein Begleitheft, das von den Baumpatinnen und Baumpaten ausgewählte Fotos und Texte zur Erinnerung an ihre Angehörigen und Freunde bewahrt und den Lesenden die Menschen und deren Schicksale näherbringt.

Film zur 63. Baumpflanzaktion

Hinweis: Im Video können über „Einstellungen“ (Zahnrad-Symbol) automatisch erzeugte Untertitel in Ihrer Sprache eingeblendet werden.
Note: Automatically generated subtitles in your language can be displayed in the video via “Settings” (gear symbol).

Begleitheft zur 63. Baumpflanzaktion:

Unser Projekt

Zur Erinnerung an die Todesmärsche aus Buchenwald sowie die Opfer des Euthanasie-Programms der Nationalsozialisten zur Beseitigung „unwerten Lebens“ rief der Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda e.V. im Weimarer Kulturstadtjahr 1999 das integrative Gedenkprojekt „1000 Buchen“ ins Leben. Entlang der ehemaligen Marschroute der Häftlinge vom ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar ins bayerische KZ Flossenbürg entsteht Stück für Stück ein lebendiger Erinnerungsweg, versinnbildlicht durch Bäume, die Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam pflanzen und durch Baumpatenschaften finanzieren.

Seit dem Beginn des Projektes wurden in 57 Pflanzaktionen insgesamt 122 Bäume gepflanzt.

Unser Projekt lebt nicht allein durch unsere Bäume, sondern vor allem durch die Menschen, die sich darin engagieren. All diejenigen, die spenden und Bäume pflanzen und damit die Erinnerung lebendig halten. Menschen, die sich für eine tolerante, weltoffene und vielfältige Gesellschaft ohne Ausgrenzung und Rassismus einsetzen.

Aktuelles

26.01.2021
Holocaust-Gedenktag – zerstörte Gedenktafeln im Projekt „1000 Buchen“ ersetzt

Am heutigen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus konnte das Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda zerstörte und entwendete Gedenktafeln des Projektes „1000 Buchen“ ersetzen. Finanziert wurden die Tafeln vom Lokalen Aktionsplan Weimar, der Demokratieprojekte unterstützt. Seit 1999 erinnert das inklusive Gedenkprojekt „1000 Buchen“ an die Opfer der Todesmärsche aus Buchenwald.

2016 wurde in der Weimarer Andersenstraße ein Baum gepflanzt, im Gedenken an Lise London (1916 – 2012). Lise London war französisches Mitglied der Internationalen Brigaden und kommunistische Widerstandskämpferin und überlebte mehrere deutsche Konzentrationslager. 2019 wurde der Baum, wie zahlreiche andere, mutwillig beschädigt und die Gedenktafel entwendet.

Die Beschädigungen oder Zerstörungen von Gedenkbäumen und -tafeln in 2019 und 2020 hatten tiefe Betroffenheit, Solidarität und eine Welle der Hilfsbereitschaft weit über Weimars Stadtgrenzen hinaus ausgelöst, die bis heute anhält. Die jüngste Unterstützung kommt vom Lokalen Aktionsplan Weimar (LAP), der die Fördergelder für die Ersatzanschaffung von acht Gedenktafeln bereitgestellt hat. „Wir waren bestürzt, als wir vom Vandalismus an den Bäumen und Schildern erfahren haben. Mit unserer Unterstützung möchten wir auch ein Zeichen für Vielfalt und gegen Hass, Gewalt und Menschenfeindlichkeit setzen“, so Anika Thiele, Koordinatorin des LAP Weimar.

Dank der Förderung wurden heute fünf zerstörte Gedenktafeln in Erinnerung an ehemalige Häftlinge und Häftlingsgruppen in der Ettersburger Straße und in der Andersenstraße ersetzt. Die französische Botschafterin in Deutschland, Anne-Marie Décôtes, zeigte sich bewegt: „Ich bin dem Lebenshilfe-Werk dankbar, dass es sich der Pflege des Gedenkens widmet und mutwillig zerstörte Bäume und Tafeln ersetzt. Ich freue mich, dass zum diesjährigen Holocaust-Gedenktag die Tafel erneuert wurde, die der französischen Résistance-Kämpferin Lise London (1916-2012) gewidmet ist.“

Rola Zimmer, Vorstandsvorsitzende des Lebenshilfe-Werks, ist dankbar für die Solidarität und breite Unterstützung, die dem inklusiven Projekt seither entgegengebracht wird. „Unser Gedenkprojekt bewahrt die Erinnerung an die Opfer der Todesmärsche aus dem KZ Buchenwald, es steht aber auch für das Gedenken an alle Menschen, die dem Nationalsozialismus zum Opfer fielen. Es freut mich, auch in Zeiten der Corona-Pandemie weitere Anwärter*innen für Baumpatenschaften und Unterstützung an unserer Seite zu wissen, die uns helfen den lebendigen Erinnerungsweg zu bewahren und weiter anwachsen zu lassen.“

Zur Erinnerung an die Todesmärsche aus Buchenwald sowie die Opfer des Euthanasie-Programms der Nationalsozialisten zur Beseitigung „unwerten Lebens“ rief das Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda im Weimarer Kulturstadtjahr 1999 das inklusive Gedenkprojekt „1000 Buchen“ ins Leben. Entlang der ehemaligen Marschroute der Häftlinge entsteht Stück für Stück ein lebendiger Erinnerungsweg, versinnbildlicht durch Bäume, die Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam pflanzen und durch Baumpatenschaften unterstützt werden.

Der Lokale Aktionsplan wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms »Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit« und vom Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport im Rahmen des Thüringer Landesprogramms »denkbunt – für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit«.

Beiliegend 2 Bilder:
1. Bild: Von links nach rechts: Rola Zimmer, Vorstandsvorsitzende des Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda, und Anika Thiele, Koordinatorin Lokaler Aktionsplan Weimar, am ersetzten Gedenkschild und Baum von Lise London (1916 – 2012)
2. Bild: Ersetztes Gedenkschild für den 2016 gepflanzten Gedenkbaum in Erinnerung an Lise London (1916 – 2012). Das Schild ist bei einem Angriff auf die Gedenkbäume 2019 entwendet worden

02.12.2020
Ein Ahorn zum Gedenken an Euthanasie-Opfer

Im Rahmen unseres Erinnerungsprojekts „1000 Buchen“ pflanzte Familie Geiken in der Weimarer Asbachstraße am 1. Dezember einen Baum zum Gedenken an die zahlreichen Opfer der nationalsozialistischen Euthanasiemorde. Claudia Geiken, stellvertretende Vorsitzende der Lebenshilfe Ortsvereinigung Weimar und Mitglied im Aufsichtsrat des Lebenshilfe-Werks Weimar/Apolda, engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich für die Belange von Menschen mit geistigen Behinderungen. Sie hielt eine bewegende Rede an den Baum.

Mit einem Runderlass vom 18. August 1939 begann zur Zeit des Nationalsozialismus der systematische Massenmord an tausenden Kindern, wenig später unter der “Aktion T4” auch an Erwachsenen. Insgesamt wurden unter dem NS-Regime hunderttausende Menschen mit Krankheiten und Behinderungen ermordet.

18.09.2020
58. Pflanzaktion – Egendorfer Esche erinnert an “Euthanasie-Mode”

Im Blankenhainer Ortsteil Egendorf haben gestern (14.09.) Menschen mit und ohne Behinderung den 123. Baum des Gedenkprojektes gepflanzt. Die bereits 58. Pflanzaktion des Projekts 1000 Buchen fand dieses Mal nicht entlang einer ehemaligen Marschroute der Häftlinge des KZ Buchenwaldes statt, sondern direkt am Haus Nr. 1 in Egendorf. Der Grund dieser einmaligen Abweichung entspringt dem bewussten Umgang mit der Vergangenheit dieses Hauses: Es diente während des NS-Regimes als Ausbildungsstätte für Ärzt*innen in „Euthanasie-Praktiken“.

Heute ist das Haus Nr. 1 in Egendorf ein Ort, an dem jeder Mensch so sein darf, wie er ist. Es ist ein Zuhause und ein Arbeitsort für Menschen mit Behinderung geworden. Mit der Esche wollen die Menschen aus Egendorf ein Zeichen für Gleichberechtigung und Würde aller Menschen setzen und den Opfern dieser schrecklichen Morde gedenken.

Parallel dazu findet noch bis zum 20.09. die Ausstellung „Euthanasie-Morde“ im Kulturzentrum mon ami in Weimar statt. Die Führungen werden von Menschen mit Behinderung begleitet. Die Ausstellung ist eine Kooperation des Lebenshilfe Ortsvereins Weimar und der Thüringer Landeszentrale für politische Bildung. Um vorherige Anmeldung wird gebeten unter lebenshilfe.weimar(at)gmail.com oder 0177-3914007.

Das Projekt 1000 Buchen rief der Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda e.V. im Weimarer Kulturstadtjahr 1999 zur Erinnerung an die Todesmärsche aus Buchenwald sowie die Opfer des „Euthanasie-Programms“ der Nationalsozialisten zur Beseitigung „unwerten Lebens“ ins Leben.

30.07.2020
57. Pflanzaktion – Wir pflanzen weiter Gedenkbäume

am Erst am Wochenende wurden Gedenkbäume in Weimar zerstört, heute wurden im Rahmen des inklusiven Erinnerungsprojektes „1000 Buchen“ zwei weitere Bäume entlang der ehemaligen Todesmarschroute gepflanzt.

Die Sonne schien und die Kinder und Jugendlichen aus der Wohnstätte in der Tiefurter Allee in Weimar strahlten hinter ihren Masken mit der Sonne um die Wette. Dazu hatten sie auch allen Grund: Denn sie pflanzten ihren eigenen Baum. Für diesen hatten sie monatelang Geld gesammelt. Es ist ein Apfelbaum, den sie pflanzten. „Ein Baum, der für die Erinnerung steht und Früchte für die Zukunft tragen soll“, so die Leiterin der Wohnstätte Simone Noch.

Den zweiten Apfelbaum hat an diesem Tag Familie Dressel aus Kromsdorf gepflanzt. Sie sind auf das Gedenkprojekt aufmerksam geworden und wollten mit einer Baumpatenschaft das Projekt unterstützen. Mit dem heutigen Tag wurden 122 Bäume im Projekt gepflanzt.

27.07.2020
Erneut Gedenkbäume zerstört

am 26. Juli entdeckte die Weimarer Polizei drei vor Kurzem durchgebrochene Bäume, die im Rahmen unseres Gedenkprojektes „1000 Buchen“ unterhalb von Schöndorf gepflanzt worden waren. Bei den Bäumen handelt es sich um Ersatzpflanzungen vom Oktober 2019, die für zwei im Juli 2019 massiv beschädigte Kastanien, an gleicher Stelle gepflanzt worden sind.

Thomas Gottweiss, Landtagsabgeordneter der CDU und einer der betroffenen Baumpaten, schrieb gestern dazu auf seiner Facebook-Seite: „Der Baum, den ich gemeinsam mit Gunter Braniek für das 1000 Buchen Projekt in Kromsdorf gepflanzt habe, wurde abgesägt. Wir werden uns dadurch nicht entmutigen lassen! Es ist unsere Verantwortung an die Gräuel des Faschismus zu erinnern.“

Immer wieder werden Bäume unseres inklusiven Gedenkprojektes angegriffen. 2019 wurden sieben Gedenkbäume in Weimar an- oder abgesägt. Wir vermuten auch dieses Mal einen rechtsextremen Hintergrund und haben Anzeige erstattet.

Rola Zimmer, Vorstandsvorsitzende des Lebenshilfe-Werkes, betont: „Unser Projekt lebt nicht allein durch unsere Bäume, sondern vor allem durch die Menschen, die sich darin engagieren, spenden oder Bäume pflanzen und damit die Erinnerung lebendig halten. Menschen, die sich für eine tolerante, weltoffene und vielfältige Gesellschaft ohne Ausgrenzung und Rassismus einsetzen.

Wir lassen uns nicht einschüchtern, sondern werden unser Engagement rund um die „1000 Buchen“ fortsetzen und weiter Bäume in Erinnerung an die Todesmärsche aus Buchenwald und die Opfer des Euthanasie-Programms der Nationalsozialisten pflanzen.

25.10.2019
Neupflanzungen im Projekt „1000 Buchen“

Tiefe Betroffenheit, grenzüberschreitende Solidarität und eine Welle der Hilfsbereitschaft lösten im Sommer die zwei Angriffe auf Bäume des integrativen Gedenkprojekts „1000 Buchen“ in Weimar aus. Dabei waren mindestens sieben Bäume, die an die Todesmärsche von Buchenwald erinnern, an- oder abgesägt worden. Im Rahmen der inzwischen 53. Pflanzaktion pflanzte die Weimarer Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen am Donnerstag in Kromsdorf einen Apfelbaum
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Wir geben nicht auf!

Bekanntheit weit über die Landesgrenzen hinaus erlangte das Projekt im Juni 2019 durch einen sehr traurigen Anlass: Zum wiederholten Male wurden Bäume und die zugehörigen Gedenktafeln attackiert. Zuletzt wurden am 3. Juli 2019 zwei stark beschädigte Kastanien bei Weimar/Schöndorf entdeckt. Wir gehen von gezielten, politisch motivierten Taten aus und haben selbstverständlich Anzeige erstattet. Um auf diese erschütternden Anschläge und die damit verbundene Abwertung des Gedenkens an die Opfer des KZ Buchenwald aufmerksam zu machen, haben wir uns entschlossen, an die Öffentlichkeit zu gehen. Das Thema fand immense Resonanz in den Medien.

Wir sind überwältigt von dem Zuspruch und der Unterstützung, die uns seither zuteil wird. Das bedeutet uns sehr viel und wir möchten uns von ganzem Herzen bei allen bedanken, die sich öffentlich gegen diese Schandtaten positionieren, uns Mut machen, Hilfe bei Neupflanzungen zusagen und für das Projekt spenden. Danke Ihnen allen! Wir lassen uns nicht einschüchtern, sondern werden unser Engagement rund um die „1000 Buchen“ fortsetzen. Jetzt erst recht.

Dominique Durand, Präsident des Comité international Buchenwald-Dora:

Das International Komitee Buchenwald-Dora und Kommandos prangert diese Taten an, und bekämpft sie im Namen des Schwures von Buchenwald. Es wird sicher weiter an die Gedenkinitiative „1000 Buchen für Buchenwald“ beteiligen. Neulich wurden alle Mitglieder des Komitees in einem Rundschreiben gebeten, sich aktiv an die Baumpflanzung anlässlich des 75. Jubiläums der Befreiung von Buchenwald zu beteiligen. Im April 2020 werden wir an Ihrer Seite und die der Lebenshilfe-Werks Weimar/ Apolda stehen.

Christoph Heubner, Vizepräsident Internationales Auschwitz Komitee (IAK):

Die Schändungen des Weimarer Gedenk-Projektes an die Todesmärsche vom Lager Buchenwald sind für Auschwitz-Überlebende ein erneuter Beleg dafür, mit welchem Hass und Zerstörungswillen Rechtsextreme und Neonazis in Deutschland in die Gesellschaft dringen.

Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow:

Man schämt sich, wenn man von solchem Frevel hört. Wie tief muss „Mensch“ sinken um solche erbärmlichen und feigen Taten zu begehen? Was für dumme „Helden“ die so etwas machen?! Pfui Teufel!

Landtagspräsidentin Birgit Diezel:

Wer diese Bäume zerstört, der beschmutzt unsere historische Verantwortung und stört unser friedliches Gedenken an die unzähligen Opfer von Holocaust und Euthanasie.

Umweltministerin Anja Siegesmund:

Unfassbar und abscheulich, dass Menschen nicht davor halt machen, einen Erinnerungsort an die Todesmärsche zu zerstören! Wieder ein Beweis, dass aus fürchterlichen Worten Taten folgen.

Diana Lehmann, Sprecherin für Strategien gegen Rechts der SPD-Fraktion:

Diese feigen Taten verurteile ich. Wer die Auseinandersetzung mit Gewalt statt Worten wählt, hat nicht verstanden, welche Rolle Menschenrechte und Demokratie in unserer Gemeinschaft spielen. Jeder von uns muss sich die Frage stellen, in was für einer Gesellschaft er leben will. Wir brauchen eine lebendige Erinnerungskultur und Projekte wie dieses, die deutlich machen, welche Verantwortung wir noch heute für die Taten des NS-Regimes und seiner Anhänger tragen.

Wahlkreisbüro Steffen Dittes (Die Linke):

Mit Betroffenheit und Empörung hat Herr Dittes von der Zerstörung der fünf Bäume in der Kromsdorfer Straße erfahren, die Teil des Projekts 1000 Buchen sind. Gemeinsam haben wir uns überlegt, dass wir gern als Wahlkreisbüro Steffen Dittes die Patenschaft für die Neu-Errichtung eines Baumes übernehmen wollen.

Stadt Weimar:

Die Stadtspitze der Stadt Weimar zeigt sich entsetzt über diesen Vandalismus und verurteilt diesen Akt auf das Schärfste. Um den Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda e.V. weiter beim Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus zu unterstützen, wird die Stadt Weimar die entsprechenden Ersatzpflanzungen zur Verfügung stellen.

Ann-Sophie Bohm-Eisenbrandt, grüne Fraktionsvorsitzende im Weimarer Stadtrat:

Während in der Stadtpolitik noch darüber diskutiert wird, ob man Antidemokraten einen Ausschuss des Stadtrates leiten lassen sollte, passiert an einer anderen Stelle der Stadt eine zutiefst feige Tat mit deutlichem politisch motivierten Hintergrund.

Anika Thiele, Lokaler Aktionsplan Weimar:

[M]it Entsetzen habe ich den Medien entnommen, dass Bäume im Rahmen Ihres Projektes „1000 Buchen“ zerstört wurden.

Roswitha und Reinhold Loch:

Nach der Baumschändung an der Kromsdorfer Straße müssen wir uns wieder einmal mit dem Zerstörungswillen und dem Hass von Rechtsextremen und Neonazis auseinandersetzen. […] Dieser Vandalismus zeigt aber auch wie wichtig Ihr Projekt ist, um die Erinnerung wachzuhalten und sich dafür zu engagieren und wachsam zu sein, dass sich Ausgrenzung, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit nicht durchsetzen. […] Es liegen bereits Anfragen aus Norwegen, Frankreich und Deutschland vor, Bäume zur Erinnerung an Häftlingsgruppen und einzelne Häftlinge zu pflanzen. […] Auch das Internationale Komitees Buchenwald/Dora und Kommandos (IKBD) und die Lagerarbeitsgemeinschaft Buchenwald/Dora e.V. würden sich über eine Zusage sehr freuen.

Rica Braune:

Wenn Ihr im Herbst nachpflanzt, sprecht uns gerne wieder an. Wir werden gerne noch einen Baum pflanzen oder Euch Geld spenden für einen.

Wolf Stötzel, Sohn von August Stötzel, Häftling des KZ-Lagers Buchenwald:

Sicherlich haben Sie sich nicht vorstellen können, dass Ihre humanistische antifaschistische Haltung zum Politikum werden könnte. Ich möchte Sie ermutigen, ungeachtet der jüngsten Ereignisse, weiter zu machen.

Ulrike aus Weimar:

[I]ch habe gelesen, dass erneut zwei Buchen abgesägt wurden. Ich will mich gar nicht empören, sondern lieber fröhlich spenden, dass für jeden abgesägten Baum zwei neue gesetzt werden können. Bitte teilen Sie mir mit, wohin ich spenden, oder auch gerne mit pflanzen kann.

Jenny aus Köln:

Ich habe gelesen, dass eure Bäume beschädigt wurden. Wo kann man spenden?

 

Diese Reaktionen zeigen uns deutlich, dass wir mit unserem Projekt nicht nur die Erinnerung an die Opfer des KZ Buchenwald lebendig halten, sondern auch ein wichtiges Zeichen für Menschlichkeit und Toleranz setzen.

Viele Menschen haben sich bereit erklärt, die Neupflanzung und Pflege unserer Bäume zu unterstützen. Die Kosten pro Baum umfassen etwa 400 Euro. Wenn Sie sich ebenfalls beteiligen möchten, können Sie dies über unser Spendenkonto tun:

Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda e.V.
Sparkasse Mittelthüringen
IBAN DE21 8205 1000 0301 0085 07
BIC HELADEF1WEM
Verwendungszweck: „1000 Buchen“

Ihre Ansprechpartnerin
Frau Dr. Tina König
Stabsstelle für interne und externe Kommunikation
Belvederer Allee 19
99425 Weimar
Tel.: 03643 / 540 420

1000 Buchen – Ein lebendiges Gedenken

Der vergangene Woche bekannt gewordene Arbeitsentwurf aus dem Bundesgesundheitsministerium zum Pflegereformgesetz stößt bei den Fachverbänden für Menschen mit Behinderung auf große Verärgerung. Vorgesehen ist darin, dass ein Teil der sogenannten Verhinderungspflege künftig einer längeren Verhinderung der Pflegeperson vorbehalten bleibt. Für die stundenweise Inanspruchnahme der Verhinderungspflege sollen dagegen ab dem 1. Juli 2022 nur noch maximal 40 Prozent des Gesamtjahresbetrags zur Verfügung stehen.

„Im Ergebnis werden durch diese Regelung die Mittel für die flexible Einsetzbarkeit der Verhinderungspflege um fast 50 Prozent gekürzt“, erläutert Helga Kiel, Vorsitzende des Bundesverbandes für körper- und mehrfachbehinderte Menschen (bvkm). „Derzeit stehen für die stundenweise Inanspruchnahme von Verhinderungspflege jährlich 2418 Euro zur Verfügung, künftig sollen es nur noch 1320 Euro im Jahr sein. Das ist ein Schlag ins Gesicht für Eltern behinderter Kinder.“

Die Fachverbände treten deshalb den Plänen von Gesundheitsminister Jens Spahn zur Einschränkung der derzeitigen Flexibilität von Verhinderungspflege entschieden entgegen. Gerade die Möglichkeit, Verhinderungspflege stundenweise in Anspruch zu nehmen, ist für Familien mit behinderten Kindern von besonderer Bedeutung, da hierdurch kurzfristige Auszeiten von der Pflege im nicht immer planbaren Pflege- und Familienalltag realisiert werden können. Für viele Familien ist die stundenweise Inanspruchnahme auch die einzige Möglichkeit, Verhinderungspflege geltend zu machen, da insbesondere für Kinder mit hohem Unterstützungsbedarf nicht genügend geeignete Ersatzpflegeangebote für längere Zeiträume zur Verfügung stehen. Entlastung kann nur effektiv sein, wenn sie flexibel, ganz nach Bedarf genutzt werden kann. Auf Eltern behinderter Kinder, die durch die Corona-Pandemie ohnehin schon hochgradig belastet sind, sollte gerade jetzt besonders Rücksicht genommen werden.

Mehrfach hatten sich die Fachverbände deshalb auch bereits im Vorfeld des nun bekannt gewordenen Arbeitsentwurfs an Jens Spahn gewandt, um auf die besondere Situation von Familien mit behinderten Kindern und die Bedeutung der Verhinderungspflege für diesen Personenkreis aufmerksam zu machen. „Eine Antwort auf unsere Schreiben haben wir bis heute nicht erhalten“, macht Kiel deutlich. „Unsere Gesprächsangebote zu diesem Thema wurden geflissentlich ignoriert. Stattdessen werden wir nun mit dem Arbeitsentwurf zum Pflegereformgesetz vor vollendete Tatsachen gestellt.“

Auch an vielen anderen Stellen macht sich Protest gegen die Pläne von Jens Spahn breit. So hat eine Petition unter www.openpetition.de/!pflegereform mit dem Titel „Keine Einschränkung der Flexibilität von Verhinderungspflege durch die Pflegereform 2021!“ bereits über 20.000 Unterstützende gefunden, darunter viele Eltern behinderter Kinder. Zur Motivation für die Unterzeichnung der Petition schreibt dort ein Unterzeichner treffend: „Ich bin Vater eines schwerbehinderten Kindes. Die Planungen für das neue Gesetz sind offensichtlich auf der Grundlage von Überlegungen geschehen, die mit unserer Realität nichts zu tun haben.“

Zum Hintergrund:

Verhinderungspflege nach § 39 SGB XI wird gewährt, wenn eine Pflegeperson wegen Krankheit, Urlaub oder aus sonstigen Gründen an der Pflege gehindert ist. Für die Verhinderungspflege steht derzeit ein jährlicher Betrag von 1612 Euro zur Verfügung, der um bis zu 806 Euro aus Mitteln der Kurzzeitpflege auf insgesamt 2418 Euro aufgestockt werden kann. Anders als die Kurzzeitpflege, die nur in bestimmten stationären Einrichtungen in Anspruch genommen werden darf, ist die Verhinderungspflege sehr flexibel einsetzbar. So kann sie beispielsweise durch nicht erwerbsmäßig pflegende Personen, wie Angehörige oder Nachbarn oder Familienunterstützende Dienste, erbracht werden. Sie kann mehrere Wochen am Stück, aber auch tage- oder stundenweise in Anspruch genommen werden. Aufgrund ihrer flexiblen Einsatzmöglichkeit ist die Verhinderungspflege die wichtigste Entlastungsleistung in der Pflegeversicherung für Familien mit behinderten Kindern.

Der Arbeitsentwurf zum Pflegereformgesetz von Jens Spahn vom 15.3.2021 sieht im neuen § 42a SGB XI einen Gemeinsamen Jahresbetrag in Höhe von 3300 Euro für Leistungen der Verhinderungspflege und Leistungen der Kurzzeitpflege vor. Von diesem Betrag dürfen künftig aber nur 40 Prozent, also 1320 Euro, für Leistungen der stundenweisen Verhinderungspflege eingesetzt werden.

Pflegereform 2021: Jens Spahn ignoriert die Belange von Menschen mit Behinderung und ihren Familien

Du träumst von der Arbeit mit Kindern und möchtest Erzieher*in werden?
Dann bist du bei uns genau richtig!
Wir stehen dir als Praxispartner für die duale Berufausbildung zur Seite.

Am 1. August 2021 beginnt der Ausbildungsjahrgang für die duale Berufsausbildung zum*r staatlich anerkannten Erzieher*in im Programm PiA (Praxisintegrierte Ausbildung) in Thüringen.
Für die Teilnahme bewirb dich bis 31.3.2021 an der Berufsschule.
Genauere Infos findest du hier.
Noch Fragen? Dann melde dich gern bei Kristin Tolk.

Ihre Ansprechpartnerin
Frau Kristin Tolk
Geschäftsbereich Familie und Bildung
Schubertstraße 10
99423 Weimar
Tel.: 03643 / 46 83 412

Dein Partner für die duale Erzieher*innen-Ausbildung

Lange haben wir darauf gewartet: Die Corona-Impfung.
Doch jetzt, wo es Impf-Stoffe gibt, sind viele Menschen unsicher:
Soll ich mich wirklich impfen lassen?
Ist das auch sicher?
Was ist, wenn etwas schief geht?
Wurden die Impf-Stoffe überhaupt ausreichend getestet?

Wir haben uns schlau gemacht
und die wichtigsten Fragen und Antworten zusammen-getragen.

Wie sicher sind die Impfstoffe?

Ob die Impf-Stoffe sicher sind, gut vertragen werden
und auch richtig wirken, wurde sehr genau geprüft.
Auch an Tieren wurde untersucht, ob sie die Impf-Stoffe gut vertragen
und keine Neben-Wirkungen haben.
Die Anforderungen an Impf-Stoffe ist bei uns in Europa besonders hoch.
Das heißt: Nur Impf-Stoffe, die sehr gut sind,
werden zugelassen.

Impfstoffe mit Virus-Genen – ist das nicht gefährlich?

Bei den Corona-Impfstoffen wird ein neues Verfahren angewendet:
Es werden keine Anti-Körper gegen das Virus geimpft,
sondern Informationen dafür,
wie der Körper ein Gegen-Mittel selbst aufbauen kann.
Diese Informationen nennt man mRNA.
Viele Menschen machen sich Sorgen,
dass die mRNA nicht nur das Virus bekämpft,
sondern auch das Erb-gut des Menschen verändert.
Wissenschaftler haben das umfassend geprüft und sagen:
Die neuen mRNA-Impfstoffe können das Erbmaterial des Menschen nicht verändern.

Kann die Impfung gegen Corona mir schaden?

Bislang haben sich nur leichte Neben-Wirkungen gezeigt,
wie man sie auch von anderen Impfungen kennt,
z. B. bei der Grippe-Impfung.
Dazu gehören u. a.

  • Kopfschmerzen
  • leichtes Fieber
  • Müdigkeit und
  • eine schmerzende Schwellung an der Einstichstelle.

In sehr seltenen Fällen gab es allergische Reaktionen.
Auch das ist bei Impfungen völlig normal.
Wenn Sie Allergien haben,
sagen Sie Ihrem Arzt vor dem Impfen Bescheid.
Dann kann er Sie gut beraten und Ihre Reaktionen genauer überwachen.

Kann ich trotz Impfung noch Corona bekommen?

Die bisherigen Impfstoffe haben eine sehr hohe Wirksamkeit.
Nach der zweifachen Imfung waren 95 von 100 Menschen sicher vor Corona geschützt.
Das ist, im Vergleich zu anderen Impfstoffen,
ein sehr guter Wert.
Es ist also sehr wahrscheinlich,
dass Geimpfte die Krankheit nicht mehr bekommen
oder zumindest nur einen ganz milden Verlauf haben.
Mit der Impfung kann man sich selbst also gut schützen.

Kann ich trotz Impfung das Virus noch übertragen?

Es ist noch nicht klar, ob eine geimpfte Person andere noch anstecken kann.
Die Impfung sorgt zwar dafür,
dass der Körper das Virus gut bekämpfen kann,
aber man könnte trotzdem noch eine Zeit lang ansteckend für andere sein.
Das muss noch genauer untersucht werden.

Wie kann ich mit meiner Impfung andere schützen?

Durch Impfung schützt man zuerst sich selbst.
Doch es gibt auch Menschen,
die sich nicht impfen lassen können.
Für manche Impfungen sind Kinder noch zu jung.
Andere Menschen können sich wegen chronischer Erkrankungen nicht impfen lassen.
Sie sind darauf angewiesen,
dass die Menschen in ihrem Umfeld geimpft sind
und ihnen Schutz vor der Ausbreitung und Ansteckung mit der Krankheit bieten.
Das nennt man Herden-Immunität.
Der eigene Impfschutz trägt also gleichzeitig
zum Schutz der Gemeinschaft bei.
Lassen sich ausreichend viele Menschen impfen,
findet ein Virus weniger Wirte.
Also weniger Menschen, in denen es sich ausbreiten kann.
Das kann einige Krankheiten sogar so weit zurück-drängen,
dass sie gar nicht mehr auftreten.

Wie lange hält der Impf-Schutz?

Die Impfung wird zum ersten Mal durchgeführt,
es gibt also noch keine Langzeit-Untersuchungen.
Mediziner glauben nicht,
dass eine Impfung gegen Corona ein ganzes Leben lang schützt.
Denn auch, wer einmal Corona hatte,
kann sich erneut anstecken.
Es könnte deshalb sein,
dass man die Impfung regelmäßig wiederholen muss.
Das ist aber bei anderen Impfungen auch so.
Zum Beispiel gegen Tetanus oder Keuchhusten.
Dagegen muss man sich nach 10 Jahren wieder impfen lassen.
Gegen Grippe sogar jedes Jahr.

Thüringen – Wer darf jetzt geimpft werden?

  • Personen über 70 Jahre
  • Personen, die in stationären und teilstationären Pflege-Einrichtungen arbeiten oder betreut werden
  • Pflegekräfte in ambulanten Pflegediensten sowie Gutachter*innen
  • Personal medizinischer Einrichtungen
  • Personen mit Down-Syndrom (Trisomie21 ) oder einer Contergan-Schädigung
  • Personen nach Organtransplantation
  • Personen mit einer Demenz, geistiger Behinderung oder schwerer psychiatrischer Erkrankung
  • Personen mit behandlungsbedürftigen Krebserkrankungen
  • Personen mit chronischer Lungenerkrankung
  • Personen mit Muskeldystrophien oder vergleichbaren neuromuskulären Erkrankungen
  • Personen mit Diabetes mellitus mit Komplikationen
  • Personen mit chronischer Lebererkrankung
  • Personen mit chronischer Nierenerkrankung
  • Personen mit Adipositas (Personen mit Body-Mass-Index über 40)
  • Tätige in der ambulanten oder stationären Versorgung von Personen mit Demenz oder geistiger Behinderung
  • Personal zur Versorgung älterer oder pflegebedürftiger Menschen nach § 45a SGB XI
  • Personal von Kinderbetreuungseinrichtungen, Kindertagespflege, Grundschulen, Sonderschulen oder Förderschulen
  • Personen mit Vorerkrankungen mit hohem Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf
  • Relevantes Personal zur Aufrechterhaltung der Krankenhausinfrastruktur
  • Personal des Öffentlichen Gesundheitsdienstes
  • bis zu zwei enge Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen oder Schwangeren
  • Polizei- und Ordnungskräfte, Soldatinnen und Soldaten, die einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind
  • Bewohner und Tätige in Gemeinschaftsunterkünften

Sie haben noch weitere Fragen?
Melden Sie sich gern bei uns, wir recherchieren für Sie!

 

Quellen:
Bundesgesundheitsministerium
Zusammen gegen Corona
Verbraucherzentrale
Pharmazeutische Zeitung
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

So endet Corona

Die Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nguyen-Kim ergründet in ihrem Youtube-Video,
nach wie vielen Corona-Impfungen wieder ein normaler Alltag möglich ist.

Informationen zum Impfstoff

Die Weimarer Amtsärztin Dr. Isabelle Oberbeck klärt allgemeine Fragen rund um den Corona-Inpfstoff: Welcher Impfstoff wird in Weimar derzeit überhaupt verwendet? Wie funktioniert der neuartige Corona-Impfstoff und welche Vorteile hat ein mRNA-Impfstoff gegenüber bisher verwendeten Impfstoffen?

Informationen zum Impfstoff

Dr. Isabelle Oberbeck beantwortet Fragen rund um die Sicherheit der Impfstoffe, klärt auf, wieso der Impfstoff so schnell entwickelt werden konnte und auf welche Erfahrungen in der mRNA-Forschung zurückgeblickt werden kann.

Ihre Ansprechpartnerin
Frau Dr. Tina König
Stabsstelle für interne und externe Kommunikation
Belvederer Allee 19
99425 Weimar
Tel.: 03643 / 540 420

Impfen lassen? Auf jeden Fall!

Die Frauen-Beauftragte ist eine Mitarbeiterin der Werkstatt.
Wenn eine Frau in der Werkstatt Probleme hat,
kann sie mit der Frauenbeauftragten reden.
Die Frauen-Beauftragte setzt sich für alle Frauen in der Werkstatt ein.
Einmal im Monat trifft sich die Frauenbeauftragte
mit der Werkstatt-Leitung und dem Werkstatt-Rat zu einer Sitzung.
Die Frauen-Beauftragte macht sich für ihre Kolleginnen stark.

Aufgaben der Frauenbeauftragten

  • Gleichstellung von Mann und Frau
    Die Frauen sollen die gleichen Rechte
    haben wie die Männer.
  • Arbeit und eine Familie haben
    sollen zusammen möglich sein.
    Arbeitszeiten und Familie sollen
    gut zusammen passen.
  • Schutz vor Gewalt
    Es darf keine Gewalt gegen Frauen geben.
    Keine körperliche,
    keine sexuelle,
    keine seelische Gewalt.

Jede Frau ist herzlich willkommen!

Frauen-Beauftragte Apolda

Ihre Ansprechpartnerin
Frau Simone Zeiger
Frauen-Beauftragte
Betriebstätte „Diehl Metering“
Tel.: 03644 / 51 54 73
Ihre Ansprechpartnerin
Frau Katharina Winter
Stellvertretende Frauen-Beauftragte
Haupt-Werkstatt
Tel.: 03644 / 65 11 35

Frauen-Beauftragte Kromsdorf | Egendorf

Ihre Ansprechpartnerin
Frau Julia Nicolai
Frauen-Beauftragte
Werkstatt Kromsdorf | Egendorf
Tel.: 03643 / 83 22 73 (nur montags erreichbar)
Ihre Ansprechpartnerin
Frau Franziska Möwes
Stellvertretende Frauen-Beauftragte
Werkstatt Kromsdorf | Egendorf
Tel.: 03642 / 83 22 72

Frauen-Beauftragte Tröbsdorf | Legefeld

Ihre Ansprechpartnerin
Frau Ines Jansche
Frauen-Beauftragte
Werkstatt Tröbsdorf | Legefeld
Tel.: 03643 / 740 20 37
Ihre Ansprechpartnerin
Frau Claudia Klein
Stellvertretende Frauen-Beauftragte
Werkstatt Tröbsdorf | Legefeld
Tel.: 03643 / 740 20 37

Frauen-Beauftragte

Der Werkstatt-Rat vertritt die Interessen der Mitarbeitenden
in den Werkstätten des Lebenshilfewerkes.
Er ist Ansprech-Partner für die Wünsche und Probleme der Mitarbeitenden.
Der Werkstatt-Rat setzt sich dafür ein,
dass alle Mitarbeitenden gleich behandelt werden.
Einmal im Monat trifft sich der Werkstatt-Rat mit der Werkstatt-Leitung
und den Frauen-Beauftragten zu einer Sitzung.
Der Werkstatt-Rat gibt die Anregungen, Fragen, Wünsche
und Beschwerden der Mitarbeitenden an die Werkstatt-Leitung weiter.

Aufgaben des Werkstatt-Rats

Der Werkstatt-Rat kennt die Gesetze und Regeln,
die für die Mitarbeitenden wichtig sind.
Er achtet darauf,
dass sie eingehalten werden.

Der Werksatt-Rat bestimmt bei vielen Regeln mit.
Zum Beispiel:

  • Was soll in der Werkstatt-Ordnung stehen?
  • Wie soll die Arbeitszeit sein?
  • Wie sollen die Pausen sein?
  • Wieviel Geld bekommt man für die Arbeit?

Werkstatt-Rat Apolda

Ihr Ansprechpartner
Herr Kai Brecht
Vorsitzender
Haupt-Werkstatt
Tel.: 03644 / 65 11 16
Ihre Ansprechpartnerin
Frau Eva Seehrich-Heunemann
Stellvertretende Vorsitzende
Haupt-Werkstatt
Tel.: 03644 / 65 11 32
Ihr Ansprechpartner
Herr Thomas Köhler
Beisitzer
Betriebstätte „Diehl Metering“
Tel.: 03644 / 51 54 74

Werkstatt-Rat Kromsdorf | Egendorf

Ihre Ansprechpartnerin
Frau Sandra Heimbürge
Vorsitzende
Werkstatt Egendorf
Tel.: 03649 / 449 45
Ihr Ansprechpartner
Herr Lars Kocik
Stellvertretender Vorsitzender
Werkstatt Kromsdorf
Tel.: 03642 / 83 22 33
Ihr Ansprechpartner
Herr Maik Hanse
Beisitzer
Bereich Außenarbeitsplätze

Werkstatt-Rat Tröbsdorf | Legefeld

Ihr Ansprechpartner
Herr Robert Boxberg
Vorsitzender
Werkstatt Tröbsdorf
Tel.: 03643 / 740 20 35
Ihre Ansprechpartnerin
Frau Doreen Hadlich
Stellvertretende Vorsitzende
Werkstatt Legefeld
Tel.: 03643 / 90 851 812 (nur freitags erreichbar)
Ihr Ansprechpartner
Herr Daniel Hohoff
Beisitzer
Werkstatt Tröbsdorf
Tel.: 03643 / 740 20 33

Werkstatt-Rat

Im Lebenshilfe-Werk sollen Menschen mit Behinderungen
in allen Bereichen mit-bestimmen:
„Nichts über uns ohne uns”.
Die Werkstatt-Räte setzen sich ein
für mehr Selbst-Bestimmung und
für die Interessen der Werkstatt-Mitarbeitenden.
Seit 2017 gibt es auch Frauen-Beauftrage.
Sie machen sich für die Rechte von Frauen in den Werkstätten stark.
Alle Selbst-Vertretungen werden unterstützt
durch Vertrauens-Personen.
Und sie machen regelmäßig Weiter-Bildungen.

Aktuelles

4. März 2021
Es gibt immer mehr Fragen zum Thema „Impfungen“.
Wir beantworten viele Fragen auf unserer Impf-Seite.
Dort zeigen wir auch,
warum wir uns impfen lassen wollen.

Noch mehr Informationen in leichter Sprache gibt es hier.
 
10. Februar 2021
Im Weiterbildungs-Katalog gibt es viele Angebote
für Menschen mit Behinderungen.
Schauen Sie doch mal rein.

Ihre Ansprechpartnerin
Frau Sabrina Weihrauch
Vertrauens-Person der Selbst-Vertretungen
Über der Nonnenwiese 5
99428 Weimar
Tel.: 03643 / 740 20 63

Unsere Selbst-Vertretungen

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen der Corona-Pandemie müssen wir unser Café leider ab dem 2. November 2020 schließen. Wir hoffen, Sie möglichst bald wieder als unsere Gäste begrüßen zu dürfen. Wir bitten um Verständnis.

Bitte bleiben Sie gesund!

 

Due to the current pandemic developments, we have to close our Café from 1st november 2020 on. We hope to see you again as soon as possible. We ask for your understanding.

Stay healthy, please!

 

 

 

Herzlich willkommen in unserem inklusiven Café!

Seit dem 1. Juli 2020 bietet das Café Paul auf dem Gelände der Gedenkstätte Buchenwald seinen Gästen saisonale Tagesgerichte, Kaffee, Kuchen und kleine Erfrischungen an. Auch für Radfahrende ist gesorgt. Sie erhalten u. a. energiereiche Snacks und kostenloses Trinkwasser.

Besonders ist nicht nur die kleine, aber feine Auswahl an regionalen Gerichten und nachhaltigen Produkten, sondern auch das Konzept: Bei uns arbeiten Menschen mit und ohne Behinderung zusammen.

Durch ihre Kooperation setzen das Lebenshilfe-Werk und die Gedenkstätte ganz bewusst ein Zeichen für die Rechte von Menschen mit Behinderung und für ein gutes und gelingendes Miteinander.

Sie sind neugierig geworden?
Besuchen Sie uns gern. Wir freuen uns auf Sie!

 

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag von 10.00 bis 17.00 Uhr

Telefonisch ist unser Café-Team unter 03643 / 430 300 für Sie erreichbar.

Welcome to Café Paul!

Since 1 July 2020, Café Paul serves its guests with seasonal meals, coffee, cake, and light refreshments at Buchenwald memorial.  There are special offers for people going by bike, too. They get, for instance,  energising snacks  and free drinking water.

Not only the small, but delicate variety of regional meals and sustainable products is very special, but also the idea: Here, people with and without handicaps are working together.

With their cooperation, the Lebenshilfe-Werk and the memorial consciously take a stand for the rights of people with handicaps and a good and successful living together.

You are curious?
Come on, visit us! We are looking forward to seeing you!

 

We are open
from Tuesday to Sunday, 10 a.m. to 5 p.m.

Ihre Ansprechpartnerin
Frau Grit Dathe
Beherbergung und Café
Buchenwald 5
99427 Weimar
Tel.: 03643 / 43 03 01

Café Paul

Bisher haben nur Eltern minderjähriger Kinder einen Ausgleich für ihren Verdienstausfall erhalten, wenn sie in der Corona-Krise ihre Söhne und Töchter zuhause betreuen müssen. Dass auch Eltern von erwachsenen Kindern mit Behinderung eine solche Entschädigung beanspruchen können, hatte die Bundesvereinigung Lebenshilfe in den vergangenen Wochen immer wieder mit Nachdruck gefordert. Am 28. Mai 2020 hat der Bundestag einer entsprechenden Änderung im Paragraf 56 des Infektionsschutzgesetzes zugestimmt.

Dazu erklärt die Bundesvorsitzende der Lebenshilfe, Ulla Schmidt, MdB und Bundesministerin a.D.: „Das ist eine ungeheure Entlastung für Eltern und ein großer Erfolg für die Lebenshilfe. Nachdem Werkstätten und andere Einrichtungen der Tagesbetreuung wegen der Corona-Pandemie geschlossen wurden, betreuen und pflegen tausende Familien ihre erwachsenen Angehörigen mit Behinderung rund um die Uhr zuhause und gehen damit an ihre Belastungsgrenze. Nun haben sie immerhin einen Anspruch auf Entschädigung für ihren Verdienstausfall.”

Leistungen bei Verdienstausfall auch für Eltern von erwachsenen Kindern mit Behinderung

Deutschland steht still. Wegen des Corona-Virus werden Konzerte abgesagt, Kinos geschlossen und Fußballspiele verboten. Das gesellschaftliche Leben, das gemeinsame Miteinander ist stark eingeschränkt. Gleichzeitig machen karitative Vereine und soziale Einrichtungen, medizinisches Personal und alle systemrelevanten Einrichtungen, die die Versorgungskette aufrechterhalten, in ganz Deutschland einen großartigen Job – weit über ihre personellen und wirtschaftlichen Kapazitätsgrenzen hinaus. Leon Goretzka und Joshua Kimmich, Profi-Fußballer beim FC Bayern München und in der deutschen Nationalmannschaft, haben das Spendenprojekt „WeKickCorona“ ins Leben gerufen. Damit wollen sie denen helfen, die anderen helfen. Gemeinsam mit Unterstützer*innen aus Sport, Musik, Film und vielen weiteren Branchen spendeten sie bereits über 3,7 Mio. Euro an karitative Vereine und deren soziale Einrichtungen aus allen gesellschaftlichen Bereichen. Angefangen von Einrichtungen der Tafel über medizinische Geräte in Krankenhäusern bis hin zur lokalen Obdachlosenhilfe oder Blutspendedienste, die jetzt auf sofortige Hilfe angewiesen sind.
Das Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda erhielt eine Spende in Höhe von 3000 Euro für die Herstellung weiterer Mundschutzmasken in unserem Nähprojekt. Wir bedanken uns ganz herzlich für die Unterstützung, mit der es uns möglich ist, unsere Mitarbeitenden im Dienst für Menschen mit Behinderungen mit den dringend benötigten Behelfsmasken auszustatten.

Wer selbst das Projekt „WeKickCorona“ unterstützen möchte, kann dies auf https://www.wekickcorona.com/ tun.