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Presse – 1000 Buchen

01.08.2022
Welle der Solidarität für “1000 Buchen”

25.07.2022
Wieder Erinnerungsbäume geschändet – Ramelow unterbricht Urlaub

Wenige Tage, nachdem Gedenkbäume nahe Buchenwald abgesägt wurden, sind bei Weimar erneut Gedenkbäume geschändet worden. Zwei Kastanien wurden abgesägt, an dreien die Rinde abgeschält. Der Fall sorgt für Entsetzen. Die Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Ministerpräsident Bodo Ramelow kündigte an, seinen Urlaub zu unterbrechen. Nur “entschiedenes Handeln” helfe gegen derlei Taten, sagte er.

Bei Weimar-Schöndorf sind am Samstag mehrere geschändete Gedenkbäume entdeckt worden. An drei Kastanien wurde ein Teil der Rinde abgeschält, zwei Bäume wurden abgesägt, von einem sogar die Krone mitgenommen. Laut Polizei ermittelt das Landeskriminalamt wegen politisch motivierter Sachbeschädigung, der Staatsschutz sei eingebunden.

>>Wer öffentliche Denkmäler rechtswidrig zerstört, macht sich wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung strafbar.<<
– Oberstaatsanwalt Hannes Grünseisen

Oberstaatsanwalt Hannes Grünseisen sagte MDR THÜRINGEN, dass ein Ermittlungsverfahren wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung eingeleitet wurde. Die Gedenkbäume hatten den Status öffentlicher Denkmäler. “Wer öffentliche Denkmäler rechtswidrig zerstört, macht sich wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung strafbar”. Es drohen bis zu drei Jahren Haft.

Ramelow: “Geistig unterwegs wie Mörder in Konzentrationslagern”

Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) kündigte an, seinen Urlaub zu unterbrechen. Gegen solche Taten helfe nur “entschiedenes Handeln”, sagte Ramelow am Montag der “taz”.

>>Auf einen zerstörten Baum zwei neue – auf jede feige Tat doppeltes Hinsehen.<<
– Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow

Er werde nun am 31. Juli an einem Gedenkgang für deportierte jüdische Jugendliche in Weimar teilnehmen. “Auf einen zerstörten Baum zwei neue – auf jede feige Tat doppeltes Hinsehen.” Ramelow kritisierte die mutwilligen Zerstörungen scharf. “Wer solche feigen Taten begeht, ist geistig genauso unterwegs wie die Mörder in allen Konzentrationslagern.” Er werde sich an der Neupflanzung der Gedenkbäume beteiligen.

Maier: “Angriff auf Erinnerungskultur”

Innenminister Georg Maier (SPD) bezeichneite die Tat im Gespräch mit dem MDR als einen Angriff auf die Gesellschaft: “Es ist ein Angriff auf unsere Erinnerungskultur – und das ist eine der Grundfesten unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung.”
Die Täter hätten dies durchaus bezweckt, so Maier. “Sie haben es nicht auf die Bäume abgesehen, sondern sie wollen uns deutlich machen, dass sie diese Gesellschaft ablehnen und dass sie auch Gewalt anwenden. Jetzt Gewalt gegen Bäume, aber sie werden sicher nicht zurückschrecken, auch in anderer Art und Weise gegen diesen Staat vorzugehen.”

Paritätischer: “Anschlag auf Demokratie”

Mit Entsetzen hat der Paritätische Thüringen auf die neuerliche Schändung von Gedenkbäumen reagiert. Landesgeschäftsführer Stefan Werner bezeichnete das Absägen von Gedenkbäumen, die an die Opfer des Konzentrationslagers Buchenwald erinnern sollen, als einen Anschlag auf die Demokratie. Die Täter müssten gefasst und bestraft werden, forderte Werner.

Vier neue Bäume für einen zerstörten

Wie Geschäftsführerin Rola Zimmer mitteilte, habe das Lebenshilfe-Werk viel Zuspruch erhalten. Nun könnten sogar für jeden beschädigten Baum vier statt wie bisher zwei neue Bäume nachgepflanzt werden. Neben Ramelow hätten sich sogar zwei Fußballclubs gemeldet, um das Projekt zu unterstützen.

Kastanien wurden nachgepflanzt

Die beiden abgesägten Kastanien gehören zum Projekt “1.000 Buchen”, das jährlich Bäume für KZ-Opfer pflanzt. Sie stehen an der Trasse der ehemaligen Buchenwaldbahn. Baumpaten waren der Landtagsabgeordnete Thomas Gottweiss und Kromsdorfs Ortschaftsbürgermeister Gunter Braniek.

Bereits die jetzt zerstörten Bäume waren nachgepflanzt worden, nachdem an gleicher Stelle im Juli 2020 mehrere Bäume massiv beschädigt worden waren.

Gedenkstätte Buchenwald geschändet

Nahe der Gedenkstätte Buchenwald waren erst vor wenigen Tagen sieben abgesägte Bäume entdeckt worden, die an Opfer des NS-Konzentrationslagers bei Weimar erinnern sollen. Diese Tat hatte weltweit für Entsetzen gesorgt. Die Bäume waren getöteten Kindern von Buchenwald sowie sechs namentlich genannten Häftlingen gewidmet.

168 Bäume wurden bereits an der ehemaligen Marschroute der Häftlinge vom ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar ins bayerische KZ Flossenbürg gepflanzt. So soll Stück für Stück ein lebendiger Erinnerungsweg entstehen.

Quelle: https://www.mdr.de/nachrichten/thueringen/mitte-thueringen/weimar/ramelow-buchenwald-gedenkbaeume-geschaendet-100.html

24.07.2022
Schon wieder Gedenkbäume zerstört

Nahe der Gedenkstätte an das KZ Buchenwald werden zwei Gedenkkastanien zerstört. Ministerpräsident Ramelow unterbricht seinen Urlaub.

Einer der neuen zerstörten Gedenkbäume an die NS-Verbrechen im früheren KZ Buchenwald.
Einer der neuen zerstörten Gedenkbäume nahe dem Ortsteil Schöndorf                               Foto: Bodo Schackow/ dpa

 

WEIMAR/BERLIN taz | Bodo Ramelow reagierte empört. „Wer solche feigen Taten begeht, ist geistig genauso unterwegs wie die Mörder in allen Konzentrationslagern“, sagte Thüringens Ministerpräsident am Sonntag der taz. „Mit dieser Brutalität gegen wehrlose Bäume begeht man diese barbarischen Taten erneut.“

Zuvor hatte das Lebenshilfewerk Weimar/Apolda publik gemacht, dass nahe der Gedenkstätte des NS-Konzentrationslagers Buchenwald erneut zwei Gedenkkastanien zerstört wurden – wenige Tage nachdem sieben weitere Bäume abgesägt und abgebrochen worden waren.

Die zwei zerstörten Kastanien standen an einem Feld nahe dem Weimarer Ortsteils Schöndorf. Auf Fotos ist zu sehen, wie die Kronen abgebrochen wurden. An der Stelle war bereits 2019 eine Rotbuche zerstört worden. Ein Jahr später wurden auch andere Gedenkbäume attackiert. Am Mittwoch, dem Jahrestag des Hitlerattentats, waren nun die sieben anderen aktuell zerstörten Bäume nahe der Gedenkstätte entdeckt worden.

Die Bäume gehören zum Projekt „1000 Buchen“ des Lebenshilfewerks, die seit 1999 entlang der Todesmarschrouten aus dem früheren KZ gepflanzt wurden. Sie werden von Pa­t:in­nen gestiftet und erinnern etwa an die 1.600 Kinder, die das Lager nicht überlebten, oder an die Betroffenen des NS-Euthanasieprogramms zur Beseitigung „unwerten Lebens“. Insgesamt wurden in dem Lager zwischen 1937 und 1945 rund 280.000 Menschen eingesperrt und gefoltert, 56.000 von ihnen starben.

Die Polizei hat bisher keine Tatverdächtigen

Die Polizei ermittelt nun auch zu den zwei neu zerstörten Gedenkbäumen. Hinweise auf Täter hat sie bisher jedoch nicht. Das Lebenshilfewerk hält es aber „nicht für einen Zufall“, dass die Bäume rund um den Jahrestag des Hitlerattentats zerstört wurden.

Jens-Christian Wagner, Stiftungsdirektor der Gedenkstätte Buchenwald, reagierte ebenfalls wütend auf die erneute Zerstörung. „Es ist unfassbar“, twitterte am Wochenende. „Wie kann man so hasserfüllt sein, Bäume zu zerstören, die an KZ-Opfer erinnern?“

Ramelow kündigte in der taz eine offensive Antwort an: „Dagegen hilft nur entschiedenes Handeln. Auf einen zerstörten Baum zwei neue. Auf jede feige Tat doppeltes Hinsehen.“ Ramelow kündigte an, sich an der Neupflanzung der Bäume zu beteiligen und seinen Urlaub zu unterbrechen, um am 31. Juli an einem Gedenkgang für deportierte jüdische Jugendliche in Weimar teilzunehmen.

Schon die erste Attacke auf die Gedenkbäume hatte breites Entsetzen ausgelöst. „Das hier erneut das Andenken an Opfer der NS-Barbarei und des Holocausts geschändet wird, ist unerträglich“, erklärte Rola Zimmer, Vorstandsvorsitzende vom Lebenshilfewerk. Weimars Oberbürgermeister Peter Kleine (parteilos) forderte: „Dieser barbarische und feige Zerstörungsakt darf nicht ohne Konsequenzen für diejenigen bleiben, die ihn verübt haben.“ Er versprach, die Stadt werde die Bäume ersetzen. Diese lobte zudem 10.000 Euro für Hinweise auf die Täter aus.

Auch das Internationale Auschwitz-Komitee erklärte, dass man „diese hasserfüllte und kalkulierte Machtdemonstration von Neonazis als direkten Angriff gegen alle in den Lagern ermordeten Menschen“ empfinde. Stiftungsdirektor Wagner machte auch die AfD mitverantwortlich, die beim NS-Gedenken eine „erinnerungspolitische Wende um 180 Grad“ fordere. Wagner forderte die Politik und Gesellschaft auf, „noch deutlicher gegen Rechtsextremismus vorzugehen“. „Der einzig wirksame Schutz ist eine wachsame, geschichtsbewusste und demokratische Gesellschaft mit klarem ethischem Kompass.“

Quelle: https://taz.de/Gedenken-an-frueheres-KZ-Buchenwald/!5867083/

23.07.2022
Schon wieder Gedenkbäume bei Weimar zerstört

Erst vor wenigen Tagen wurden an der Gedenkstätte Buchenwald bei Weimar Erinnerungsbäume abgesägt – nun knickten Unbekannte erneut Bäume ab, die an KZ-Opfer erinnern sollen.

Nahe des Konzentrationslagers Buchenwald wurde ein Gedenkbaum abgesägt. (20.07.2022)

Nahe des Konzentrationslagers Buchenwald wurde bereits am Mittwoch ein Gedenkbaum abgesägt.
Quelle: Gedenkstätte Buchenwald

 

Wenige Tage nach der Zerstörung von Gedenkbäumen nahe dem ehemaligen NS-Konzentrationslager Buchenwald sind unweit von Weimar erneut beschädigte Bäume zur Erinnerung an KZ-Opfer entdeckt worden. Die beiden Kastanien stehen an einem Weg bei Schöndorf, einem nahe dem Lager gelegenen Ortsteil von Weimar, wie die Geschäftsführerin des Lebenshilfe-Werks Weimar/Apolda, Rola Zimmer, am Samstag der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Frauen aus dem Ort hatten die Beschädigung am Morgen gesehen. Die Polizei sei informiert. Die Landeseinsatzzentrale bestätigte dies. Der Sachverhalt werde derzeit vom Landeskriminalamt geprüft, Einsatzkräfte seien vor Ort, sagte ein Sprecher. Weitere Details waren am Samstag nicht bekannt. Schöndorf liegt wenige Kilometer entfernt vom einstigen KZ.

Erst kürzlich sieben Bäume abgesägt

Die Stelle, an der die beschädigten Bäume gefunden wurden, ist Zimmer zufolge Teil einer Route der “Todesmärsche” von KZ-Häftlingen. Der Begriff steht für die Räumung des Lagers, mit der die Nazis kurz vor dessen Befreiung Anfang April 1945 begonnen hatten. Tausende Häftlinge wurden in Richtung anderer KZ wie Flossenbürg und Dachau getrieben, viele überlebten dies nicht.

Erst vor wenigen Tagen waren an einer anderen Stelle im Umfeld der Gedenkstätte sieben Gedenkbäume für KZ-Opfer von Unbekannten abgesägt worden. Die Tat nahe der Trasse der ehemaligen Buchenwaldbahn, mit der Menschen aus ganz Europa von den Nationalsozialisten in das Konzentrationslager gebracht worden waren, wurde am Mittwoch bekannt.
Sie hat auch international für Empörung gesorgt.

Baumexperte versucht, abgesägte Bäume zu retten

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) kündigte im Kurznachrichtendienst Twitter an, er werde sich an der Neupflanzung von Bäumen beteiligen. Ein Landschaftsgärtner versuchte, die Bäume zu retten, in dem er sie wieder zusammensetzte und mit einem Lehmverband versah.

In das Konzentrationslager Buchenwald hatten die Nazis 280.000 Menschen verschleppt. Etwa 56.000 von ihnen wurden ermordet oder starben an Hunger, Krankheiten und medizinischen Experimenten. Am 11. April 1945 befreiten US-Truppen das Lager. Tausende Häftlinge waren zuvor noch auf sogenannten Todesmärschen ums Leben gekommen.

Die zerstörten Bäume gehörten zu einem vom Lebenshilfe-Werk koordinierten Gedenkprojekt “1.000 Buchen”. Seit 1999 werden hier jährlich Bäume für NS-Opfer gepflanzt.

Quelle: https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/weimar-baeume-abgesaegt-100.html

Unbekannte sägen “Erinnerungsbäume” ab

Es ist eine Nachricht, die für Aufregung und Entsetzen sorgt: Nahe der Gedenkstätte Buchenwald haben Unbekannte sieben sogenannte Erinnerungsbäume abgesägt, die an Opfer des NS-Konzentrationslagers erinnern sollen.

Quelle: https://www.mdr.de/video/mdr-videos/a/video-640654.html

Wir begrüßen diese Initiative der Stadt sehr. Denn die Häufung der Schändungen hat gezeigt, dass hier gezielt vorgegangen wird. Das ist nicht hinnehmbar. Egal ob beschmierte Stolpersteine, geschändete Denkmale oder zerstörte Bäume. Jeder dieser Anschläge ist ein Anschlag auf unsere offene Gesellschaft und ihre Werte.

❗Abgesägte Gedenkbäume: Stadt Weimar setzt 10.000 Euro Belohnung zur Ergreifung der
Täter/innen aus❗

Nach der gestern bekannt gewordenen Schändung von sieben Gedenkbäumen zur Erinnerung an NS-Opfer auf dem Ettersberg hat die Stadt Weimar

➡️ eine Belohnung von 10.000 Euro zur Ergreifung der Täter/innen ausgesetzt.

➡️ Sachdienliche Hinweise sind an die Polizeiinspektion Weimar zu richten.

„Dieser barbarische und feige Zerstörungsakt darf nicht ohne Konsequenzen für diejenigen bleiben, die ihn verübt haben. Die Stadt Weimar wird zusätzlich zum ausgesetzten Belohnungsgeld auch bei der Beschaffung und Pflanzung von Ersatzbäumen unterstützen“, versicherte Oberbürgermeister Peter Kleine.

Die Bäume waren 2015 im Rahmen des Projektes „1.000 Buchen“ in der Nähe des Obelisken gepflanzt worden. Jeder Baum erhielt eine Tafel im Gedenken an unterschiedliche Opfergruppen – unter anderem Kinder – oder auch an einzelne Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald. Auch Angehörige waren damals vor Ort. Die Gedenkbäume werden seit 1999 entlang der Todesmarschroute aus Buchenwald gepflanzt. Schon 2019 und 2020 hatte es Anschläge gegeben.

Presse – 1000 Buchen

Unser Projekt

1999 wurde die Stadt Weimar zur Kulturstadt Europas erklärt. Nicht zuletzt deshalb, weil Weimar eine zentrale Stadt der Klassik ist, in der Goethe, Schiller, Liszt und andere ergreifende und bleibende kulturelle Werke schufen. Gleichzeitig ist Weimar aber auch der Ort, an dem die Nationalsozialisten das erste Mal in einer deutschen Landesregierung wirkten und vor dessen Toren im KZ Buchenwald Tausenden Menschen unglaubliches Leid zugefügt wurde. Im Wissen um die Geschehnisse im KZ, insbesondere auch um die Opfer des „Euthanasie“-Programms der Nationalsozialisten zur Beseitigung „unwerten Lebens“, rief der Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda e.V. im Kulturstadtjahr das inklusive Gedenkprojekt 1000 Buchen ins Leben. Entlang der Routen, auf der Häftlinge aus dem KZ Buchenwald im April 1945 von der SS in Richtung des bayrischen KZ Flossenbürg getrieben wurden, pflanzen seitdem Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam Bäume, die durch Baumpat*innenschaften finanziert werden. So entsteht Stück für Stück ein Weg der lebendigen Erinnerung. Anders, als es der Projektname vermuten lässt, werden nicht ausschließlich Buchen gepflanzt. Mittlerweile befinden sich unter den mehr als 200 Bäumen auch Apfelbäume, Linden und andere Arten – je nach den Gegebenheiten des Standortes und des Wunsches der Baumpat*innen. Durch das Pflanzen der Bäume setzen die Beteiligten gemeinsam ein Zeichen gegen das Vergessen und für eine solidarische und vielfältige Zukunft für alle Menschen. Sie wollen das Projekt unterstützen? Wir freuen uns über Ihre Unterstützung. Jeder Be(i)trag zählt! Wir danken unseren Baumpat*innen, Spender*innen und Unterstützer*innen der zurückliegenden 24 Jahre für ihr großartiges und nachhaltiges Engagement! Informationen für Unterstützer*innen

Das inklusive Gedenkprojekt 1000 Buchen wurde am 8. Mai 2023 mit dem 1. Hauptpreis des Thüringer Demokratiepreises 2022 ausgezeichnet. Der Preis würdigt das Engagement der Menschen, die sich vor Ort mit einem hohen persönlichen Einsatz für eine aufgeschlossene und vielfältige Gesellschaft stark machen. Die Preis wurde von Helmut Holter, im historischen Augustinerkloster Erfurt überreicht. Wir freuen uns über diese Ehrung!

Wir teilen die Freude auch mit allen Baumpat*innen und unermüdlichen Unterstützer*innen unseres lebendigen Gedenkprojekts! Danke!

Und am 27. Januar 2026 präsentierte sich unser Projekt im Thüringer Landtag beim Gedenkakt für die Opfer des Nationalsozialismus: Erinnern heißt handeln

Das 1000 Buchen-Projekt lebt nicht allein durch die Bäume, die wir pflanzen, sondern vor allem durch die vielen Menschen, die sich darin engagieren, spenden, Baumpat*innenschaften übernehmen und somit die Erinnerung lebendig halten. Menschen, die sich für eine weltoffene und vielfältige Gesellschaft ohne Ausgrenzung und Rassismus einsetzen. Wir danken unseren Baumpat*innen, Spender*innen und Unterstützer*innen der zurückliegenden 24 Jahre für ihr großartiges und nachhaltiges Engagement! Wollen auch Sie Teil des 1000 Buchen-Projektes werden? Dann unterstützen Sie uns! Informationen für Unterstützer*innen

Das inklusive Gedenkprojekt 1000 Buchen - Unterstützen Sie uns!

Ihre Ansprechpartnerin
Frau Martina Heller
Projektleiterin 1000 Buchen
Belvederer Allee 19
99425 Weimar
Ihre Ansprechpartnerin
Frau Franziska Jung (1000 Buchen)
Projekt 1000 Buchen
Belvederer Allee 19
99425 Weimar
Tel.: 0173 860 10 29

Das Aktuellste auf Instagram #1000Buchen

1000 Buchen – Ein lebendiges Gedenken

Unser Projekt

Zur Erinnerung an die Todesmärsche aus Buchenwald sowie die Opfer des Euthanasie-Programms der Nationalsozialisten zur Beseitigung „unwerten Lebens“ rief der Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda e.V. im Weimarer Kulturstadtjahr 1999 das inklusive Gedenkprojekt „1000 Buchen“ ins Leben. Entlang der ehemaligen Marschroute der Häftlinge vom ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar ins bayerische KZ Flossenbürg entsteht Stück für Stück ein lebendiger Erinnerungsweg, versinnbildlicht durch Bäume, die Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam pflanzen und durch Baumpatenschaften finanzieren.

Seit dem Beginn des Projektes wurden in 72 Pflanzaktionen insgesamt 168 Bäume gepflanzt.

Unser Projekt lebt nicht allein durch unsere Bäume, sondern vor allem durch die Menschen, die sich darin engagieren. All diejenigen, die spenden und Bäume pflanzen und damit die Erinnerung lebendig halten. Menschen, die sich für eine tolerante, weltoffene und vielfältige Gesellschaft ohne Ausgrenzung und Rassismus einsetzen.

Aktuelles

25.07.2022
Wieder Erinnerungsbäume geschändet – Ramelow unterbricht Urlaub

Wenige Tage, nachdem Gedenkbäume nahe Buchenwald abgesägt wurden, sind bei Weimar erneut Gedenkbäume geschändet worden. Zwei Kastanien wurden abgesägt, an dreien die Rinde abgeschält. Der Fall sorgt für Entsetzen. Die Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Ministerpräsident Bodo Ramelow kündigte an, seinen Urlaub zu unterbrechen. Nur “entschiedenes Handeln” helfe gegen derlei Taten, sagte er.

Bei Weimar-Schöndorf sind am Samstag mehrere geschändete Gedenkbäume entdeckt worden. An drei Kastanien wurde ein Teil der Rinde abgeschält, zwei Bäume wurden abgesägt, von einem sogar die Krone mitgenommen. Laut Polizei ermittelt das Landeskriminalamt wegen politisch motivierter Sachbeschädigung, der Staatsschutz sei eingebunden.

>>Wer öffentliche Denkmäler rechtswidrig zerstört, macht sich wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung strafbar.<<
– Oberstaatsanwalt Hannes Grünseisen

Oberstaatsanwalt Hannes Grünseisen sagte MDR THÜRINGEN, dass ein Ermittlungsverfahren wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung eingeleitet wurde. Die Gedenkbäume hatten den Status öffentlicher Denkmäler. “Wer öffentliche Denkmäler rechtswidrig zerstört, macht sich wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung strafbar”. Es drohen bis zu drei Jahren Haft.

Ramelow: “Geistig unterwegs wie Mörder in Konzentrationslagern”

Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) kündigte an, seinen Urlaub zu unterbrechen. Gegen solche Taten helfe nur “entschiedenes Handeln”, sagte Ramelow am Montag der “taz”.

>>Auf einen zerstörten Baum zwei neue – auf jede feige Tat doppeltes Hinsehen.<<
– Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow

Er werde nun am 31. Juli an einem Gedenkgang für deportierte jüdische Jugendliche in Weimar teilnehmen. “Auf einen zerstörten Baum zwei neue – auf jede feige Tat doppeltes Hinsehen.” Ramelow kritisierte die mutwilligen Zerstörungen scharf. “Wer solche feigen Taten begeht, ist geistig genauso unterwegs wie die Mörder in allen Konzentrationslagern.” Er werde sich an der Neupflanzung der Gedenkbäume beteiligen.

Maier: “Angriff auf Erinnerungskultur”

Innenminister Georg Maier (SPD) bezeichneite die Tat im Gespräch mit dem MDR als einen Angriff auf die Gesellschaft: “Es ist ein Angriff auf unsere Erinnerungskultur – und das ist eine der Grundfesten unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung.”
Die Täter hätten dies durchaus bezweckt, so Maier. “Sie haben es nicht auf die Bäume abgesehen, sondern sie wollen uns deutlich machen, dass sie diese Gesellschaft ablehnen und dass sie auch Gewalt anwenden. Jetzt Gewalt gegen Bäume, aber sie werden sicher nicht zurückschrecken, auch in anderer Art und Weise gegen diesen Staat vorzugehen.”

Paritätischer: “Anschlag auf Demokratie”

Mit Entsetzen hat der Paritätische Thüringen auf die neuerliche Schändung von Gedenkbäumen reagiert. Landesgeschäftsführer Stefan Werner bezeichnete das Absägen von Gedenkbäumen, die an die Opfer des Konzentrationslagers Buchenwald erinnern sollen, als einen Anschlag auf die Demokratie. Die Täter müssten gefasst und bestraft werden, forderte Werner.

Vier neue Bäume für einen zerstörten

Wie Geschäftsführerin Rola Zimmer mitteilte, habe das Lebenshilfe-Werk viel Zuspruch erhalten. Nun könnten sogar für jeden beschädigten Baum vier statt wie bisher zwei neue Bäume nachgepflanzt werden. Neben Ramelow hätten sich sogar zwei Fußballclubs gemeldet, um das Projekt zu unterstützen.

Kastanien wurden nachgepflanzt

Die beiden abgesägten Kastanien gehören zum Projekt “1.000 Buchen”, das jährlich Bäume für KZ-Opfer pflanzt. Sie stehen an der Trasse der ehemaligen Buchenwaldbahn. Baumpaten waren der Landtagsabgeordnete Thomas Gottweiss und Kromsdorfs Ortschaftsbürgermeister Gunter Braniek.

Bereits die jetzt zerstörten Bäume waren nachgepflanzt worden, nachdem an gleicher Stelle im Juli 2020 mehrere Bäume massiv beschädigt worden waren.

Gedenkstätte Buchenwald geschändet

Nahe der Gedenkstätte Buchenwald waren erst vor wenigen Tagen sieben abgesägte Bäume entdeckt worden, die an Opfer des NS-Konzentrationslagers bei Weimar erinnern sollen. Diese Tat hatte weltweit für Entsetzen gesorgt. Die Bäume waren getöteten Kindern von Buchenwald sowie sechs namentlich genannten Häftlingen gewidmet.

168 Bäume wurden bereits an der ehemaligen Marschroute der Häftlinge vom ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar ins bayerische KZ Flossenbürg gepflanzt. So soll Stück für Stück ein lebendiger Erinnerungsweg entstehen.

Quelle: https://www.mdr.de/nachrichten/thueringen/mitte-thueringen/weimar/ramelow-buchenwald-gedenkbaeume-geschaendet-100.html

23.07.2022
Schon wieder Gedenkbäume bei Weimar zerstört

Erst vor wenigen Tagen wurden an der Gedenkstätte Buchenwald bei Weimar Erinnerungsbäume abgesägt – nun knickten Unbekannte erneut Bäume ab, die an KZ-Opfer erinnern sollen.

Nahe des Konzentrationslagers Buchenwald wurde ein Gedenkbaum abgesägt. (20.07.2022)

Nahe des Konzentrationslagers Buchenwald wurde bereits am Mittwoch ein Gedenkbaum abgesägt.
Quelle: Gedenkstätte Buchenwald

 

Wenige Tage nach der Zerstörung von Gedenkbäumen nahe dem ehemaligen NS-Konzentrationslager Buchenwald sind unweit von Weimar erneut beschädigte Bäume zur Erinnerung an KZ-Opfer entdeckt worden. Die beiden Kastanien stehen an einem Weg bei Schöndorf, einem nahe dem Lager gelegenen Ortsteil von Weimar, wie die Geschäftsführerin des Lebenshilfe-Werks Weimar/Apolda, Rola Zimmer, am Samstag der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Frauen aus dem Ort hatten die Beschädigung am Morgen gesehen. Die Polizei sei informiert. Die Landeseinsatzzentrale bestätigte dies. Der Sachverhalt werde derzeit vom Landeskriminalamt geprüft, Einsatzkräfte seien vor Ort, sagte ein Sprecher. Weitere Details waren am Samstag nicht bekannt. Schöndorf liegt wenige Kilometer entfernt vom einstigen KZ.

Erst kürzlich sieben Bäume abgesägt

Die Stelle, an der die beschädigten Bäume gefunden wurden, ist Zimmer zufolge Teil einer Route der “Todesmärsche” von KZ-Häftlingen. Der Begriff steht für die Räumung des Lagers, mit der die Nazis kurz vor dessen Befreiung Anfang April 1945 begonnen hatten. Tausende Häftlinge wurden in Richtung anderer KZ wie Flossenbürg und Dachau getrieben, viele überlebten dies nicht.

Erst vor wenigen Tagen waren an einer anderen Stelle im Umfeld der Gedenkstätte sieben Gedenkbäume für KZ-Opfer von Unbekannten abgesägt worden. Die Tat nahe der Trasse der ehemaligen Buchenwaldbahn, mit der Menschen aus ganz Europa von den Nationalsozialisten in das Konzentrationslager gebracht worden waren, wurde am Mittwoch bekannt.
Sie hat auch international für Empörung gesorgt.

Baumexperte versucht, abgesägte Bäume zu retten

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) kündigte im Kurznachrichtendienst Twitter an, er werde sich an der Neupflanzung von Bäumen beteiligen. Ein Landschaftsgärtner versuchte, die Bäume zu retten, in dem er sie wieder zusammensetzte und mit einem Lehmverband versah.

In das Konzentrationslager Buchenwald hatten die Nazis 280.000 Menschen verschleppt. Etwa 56.000 von ihnen wurden ermordet oder starben an Hunger, Krankheiten und medizinischen Experimenten. Am 11. April 1945 befreiten US-Truppen das Lager. Tausende Häftlinge waren zuvor noch auf sogenannten Todesmärschen ums Leben gekommen.

Die zerstörten Bäume gehörten zu einem vom Lebenshilfe-Werk koordinierten Gedenkprojekt “1.000 Buchen”. Seit 1999 werden hier jährlich Bäume für NS-Opfer gepflanzt.

Quelle: https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/weimar-baeume-abgesaegt-100.html

Wir begrüßen diese Initiative der Stadt sehr. Denn die Häufung der Schändungen hat gezeigt, dass hier gezielt vorgegangen wird. Das ist nicht hinnehmbar. Egal ob beschmierte Stolpersteine, geschändete Denkmale oder zerstörte Bäume. Jeder dieser Anschläge ist ein Anschlag auf unsere offene Gesellschaft und ihre Werte.

❗Abgesägte Gedenkbäume: Stadt Weimar setzt 10.000 Euro Belohnung zur Ergreifung der
Täter/innen aus❗

Nach der gestern bekannt gewordenen Schändung von sieben Gedenkbäumen zur Erinnerung an NS-Opfer auf dem Ettersberg hat die Stadt Weimar

➡️ eine Belohnung von 10.000 Euro zur Ergreifung der Täter/innen ausgesetzt.

➡️ Sachdienliche Hinweise sind an die Polizeiinspektion Weimar zu richten.

„Dieser barbarische und feige Zerstörungsakt darf nicht ohne Konsequenzen für diejenigen bleiben, die ihn verübt haben. Die Stadt Weimar wird zusätzlich zum ausgesetzten Belohnungsgeld auch bei der Beschaffung und Pflanzung von Ersatzbäumen unterstützen“, versicherte Oberbürgermeister Peter Kleine.

Die Bäume waren 2015 im Rahmen des Projektes „1.000 Buchen“ in der Nähe des Obelisken gepflanzt worden. Jeder Baum erhielt eine Tafel im Gedenken an unterschiedliche Opfergruppen – unter anderem Kinder – oder auch an einzelne Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald. Auch Angehörige waren damals vor Ort. Die Gedenkbäume werden seit 1999 entlang der Todesmarschroute aus Buchenwald gepflanzt. Schon 2019 und 2020 hatte es Anschläge gegeben.

21.07.2022
Wieder Anschlag auf Weimarer Gedenkprojekt “1000 Buchen”

Tat am Jahrestag des Hitlerattentats entdeckt

Erneut sind Bäume des lebendigen Gedenkprojekts „1000 Buchen“ zerstört worden. Unbekannte haben sieben von zwölf Bäumen in der Nähe der Gedenkstätte Buchenwald abgesägt oder abgebrochen. Entdeckt wurde die Tat am Jahrestag des Attentats auf Adolf Hitler 1944. Die Stadt Weimar, die Gedenkstätte Buchenwald und das Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda sind entsetzt. Die Gedenkbäume werden seit 1999 entlang der Todesmarschrouten aus Buchenwald gepflanzt. Schon 2019 und 2020 hatte es Anschläge gegeben.

Der stellvertretene Direktor der Gedenkstätte Buchenwald, Philipp Neumann-Thein, hat den Anschlag am Mittwochmorgen bemerkt: „Noch am Montag war alles in Ordnung. Und dann diese massiven Zerstörungen. Ich habe direkt Anzeige bei der Polizei erstattet.“

Die 12 Bäume waren in einem feierlichen Akt im Jahr 2015 gepflanzt worden. Jeder Baum erhielt eine Tafel in Gedenken an unterschiedliche Opfergruppen oder auch an einzelne Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald. Auch Angehörige waren vor Ort.

Das Projekt „1000 Buchen“ wurde vom Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda im Jahr 1999 ins Leben gerufen. Dessen Vorstandsvorsitzende Rola Zimmer ist entsetzt: „Das hier erneut das Andenken an Opfer der NS-Barbarei und des Holocausts geschändet wird, ist unerträglich. Wir hoffen, dass die Polizei diesmal erfolgreich sein wird.“

Auch Weimars Oberbürgermeister Peter Kleine hofft auf Ermittlungserfolge: „Das ist kein Streich, das ist ein Verbrechen. Wir dürfen und werden bei diesen Taten nicht wegschauen. Ich werde mich dafür einsetzen, dass die Stadt die geschändeten Bäume ersetzt.“

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Zur Erinnerung an die Todesmärsche aus Buchenwald sowie die Opfer des Euthanasie-Programms der Nationalsozialisten zur Beseitigung „unwerten Lebens“ rief der Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda e.V. im Weimarer Kulturstadtjahr 1999 das inklusive Gedenkprojekt „1000 Buchen“ ins Leben. Entlang der ehemaligen Marschroute der Häftlinge entsteht Stück für Stück ein lebendiger Erinnerungsweg, versinnbildlicht durch Bäume, die Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam pflanzen und durch Baumpatenschaften finanzieren.

Kontakte:

Pressestelle der Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora, Lebenshilfe-Werk Weimar/ Apolda und Stadt Weimar

11.04.2022
72. Baumpflanzaktion

Am 5. Mai 2022 wurde in unserem lebendigen Gedenkprojekt “1000 Buchen” der 168. Baum am Schwabsdorfer Weg in Denstedt gepflanzt. Baum-Paten sind der Lebenshilfe Landesverband Thüringen und sein Projekt „Barrierefrei erinnern – Das Zentrum für Thüringen“.

Mit dem Projekt „Barrierefrei erinnern – Das Zentrum für Thüringen“ bietet die Lebenshilfe Thüringen seit zwei Jahren inklusive Angebote über die Zeit des Nationalsozialismus an. So gibt es beispielsweise Workshops oder Führung in einfacher oder leichter Sprache.

Für die Pflanzung des Apfelbaums wurde ein besonderer Tag gewählt: Der 5. Mai ist der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Jedes Jahr demonstrieren Menschen mit und ohne Behinderung an diesem Tag, um gleiche Rechte für alle Menschen einzufordern.

11.04.2022
71. Baumpflanzaktion

Am 11. April 2022, pflanzte die Weimarer Ehrenbürgerin und Holocaustüberlebende Éva Fahidi-Pusztai einen Apfelbaum im Rahmen unseres lebendigen Gedenkprojektes „1000 Buchen“.

Der am 11.04.2022 in der Andersenstraße symbolisch gepflanzte Apfelbaum erinnert an Éva Fahidi-Pusztais Schwester Gilike und ihre Eltern. Die vierköpfige Familie Fahidi wurde 1944 ins KZ Auschwitz deportiert und dort getrennt. Éva Fahidi wurde zur Zwangsarbeit in ein Außenlager von Buchenwald geschickt. Die kleine Schwester und die Eltern waren weiter im KZ Auschwitz inhaftiert und kamen dort im selben Jahr noch ums Leben.

Der Apfel hat für Éva Fahidi-Pusztai zeitlebens eine besondere Bedeutung. Während ihrer Haft in Auschwitz tauschte sie sich mit anderen Häftlingen Rezepte aus, wie das Rezept der Apfelsuppe von ihrer Großmutter. Das Sprechen über Essen und das Erinnern an Heimat gab ihr Kraft, die schwersten Tage ihres Lebens zu überstehen.

Die Baumpatenschaft bekam sie von Familie Dr. Bock, Martin Kranz und das Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus Weimar geschenkt.

09.04.2022
70. Baumpflanzaktion

In unserem inklusiven Projekt 1000 Buchen – lebendiges Gedenken wurden am 09.04.2022 8 Bäume in Lehnstedt gepflanzt.

Am 09.04.2022 fand anlässlich des 77. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald in Lehnstedt die 70. Pflanzaktion unseres lebendigen Gedenkprojekts “1000 Buchen” statt.

Viele Menschen sind nach Lehnstedt gekommen, darunter Angehörige und Freund*innen von ehemaligen KZ-Häftlingen, die die Patenschaften der Bäume übernahmen, ehrbarer Weise auch Zeitzeug*innen und Ministerpräsident Bodo Ramelow.

Bei wechselhaftem Wetter wurden symbolisch 8 Kugelahorne gepflanzt, die in Lehnstedt nun an ehemalige Häftlinge des KZ Buchenwald erinnern.

Justus Lencer, Aufsichtsratsvorsitzender des Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda e.V., bat zu Beginn der Veranstaltung die Anwesenden um eine Schweigeminute für Boris Romantschenko. Boris Romantschenko war Buchenwaldüberlebender und Vizepräsident des Internationalen Komitees Buchenwald-Dora und der Kommandos für die Ukraine (IKBD). Er wurde am 18. März 2022 bei einem Bombenangriff auf Charkiw in seiner Wohnung getötet. Am 12. April 2015 sprach Boris Romantschenko auf dem ehemaligen Appellplatz der Gedenkstätte Buchenwald den Schwur von Buchenwald: „Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ideal“.

Bewahren wir Boris Romantschenko in unseren Herzen und kämpfen wir weiter für das Vermächtnis von Buchenwald.

10.09.2021

Außenminister des Weimarer Dreiecks pflanzen einen Gedenkbaum im Projekt „1000 Buchen“

Die Außenminister Heiko Maas (Deutschland), Zbigniew Rau (Polen) und Jean-Yves Le Drian (Frankreich) pflanzten heute eine Süßkirsche im Gedenkprojekt 1000 Buchen des Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda e.V. Die Politiker trafen sich anlässlich des Jubiläums „30 Jahre Weimarer Dreieck”.

Rola Zimmer, Vorstandsvorsitzende des Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda e.V., bezeichnet den Besuch der drei Politiker als wichtiges Signal: „Im lebendigen Projekt 1000 Buchen wird das Gedenken nicht kleiner, es wächst und gedeiht. Das macht dieses Projekt in Deutschland, wenn nicht sogar in Europa so einzigartig. Es fußt auf dem Buchenwaldschwur des „Nie wieder!“.

Der Besuch der drei Außenminister erinnert auch an ihre Vorgänger Hans-Dietrich Genscher, Roland Dumas und Krzysztof Skubiszewski, die vor 30 Jahren das Weimarer Dreieck gründeten. Es war eine Zeit des Aufbruchs, als Grenzen fielen und Europa sich öffnete.

Geprägt war die heutige Pflanzung von einer spürbaren Ergriffenheit der Anwesenden beim Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus und der damit verbundenen Verantwortung für eine friedliche Zukunft Europas.

Das Projekt „1000 Buchen“ rief der Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda e.V. im Weimarer Kulturstadtjahr 1999 zur Erinnerung an die Todesmärsche aus Buchenwald sowie an die Opfer des Euthanasie-Programms der Nationalsozialisten zur Beseitigung „unwerten Lebens“ ins Leben. Entlang der ehemaligen Marschroute der Häftlinge von Buchenwald ins ehemalige KZ Flossenbürg entsteht Stück für Stück ein lebendiger Erinnerungsweg, versinnbildlicht durch Bäume, die Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam pflanzen.

09.06.2021
Das Lebenshilfe-Werk ist „Aktiv für Demokratie und Toleranz“

Im Rahmen des Wettbewerbs „Aktiv für Demokratie und Toleranz 2020“, wählte das Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt (BfDT) der Bundeszentrale für politische Bildung aus 525 Bewerbungen insgesamt 131 Initiativen und Projekte für ihr vorbildliches und nachahmenswertes zivilgesellschaftliches Engagement aus.

Am Mittwoch, den 9. Juni 2021, um 16:00 Uhr, war es dann soweit. Das Bündnis würdigte zusammen mit dem Parlamentarischen Staatssekretär Volkmar Vogel und Prof. Dr. Beate Küpper die Preisträgerprojekte in einer virtuellen Veranstaltung. Während die Preisträger*innen in einer Videokonferenz zugeschaltet waren, konnten die Zuschauer*innen die Veranstaltung via Livestream über Youtube und Facebook verfolgen.

Unser Projekt „1000 Buchen“ war unter den Preisträgern und erhielt neben einer tollen Urkunde als „ideenreiches und wirkungsvolles Beispiel zivilen Engagements“ auch ein Preisgeld in Höhe von 2.000€.

Projektleiterin Martina Heller und unsere Vorstandsvorsitzende Rola Zimmer waren dabei. „Wir sagen Danke an alle Engagierten und Freund*innen dieses Projekts: gemeinsam haben wir diese Auszeichnung erhalten.“

63. Baumpflanzaktion

Anlässlich des 76. Jahrestages der Befreiung der Konzentrationslager Buchenwald und Mittelbau-Dora pflanzen am 11. April 2021 im Rahmen des inklusiven Gedenkprojektes „1000 Buchen“ Angehörige und Freunde von ehemaligen Häftlingen 20 Linden am Schwabsdorfer Weg bei Denstedt in Erinnerung an ihre verstorbenen Angehörigen und Freunde.

Die Pflanzaktion ist in einem Video zu sehen, das neben dem symbolischen Pflanzakt am Schwabsdorfer Weg auch die Grußworte vom Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow, Prof. Dr. Jens-Christian Wagner, Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, und der Botschafterin Frankreichs in Deutschland Anne-Marie Descôtes zeigt.

Ergänzend zum Film gibt es ein Begleitheft, das von den Baumpatinnen und Baumpaten ausgewählte Fotos und Texte zur Erinnerung an ihre Angehörigen und Freunde bewahrt und den Lesenden die Menschen und deren Schicksale näherbringt.

Hinweis: Im Video können über „Einstellungen“ (Zahnrad-Symbol) automatisch erzeugte Untertitel in Ihrer Sprache eingeblendet werden.
Note: Automatically generated subtitles in your language can be displayed in the video via “Settings” (gear symbol).

Begleitheft zur 63. Baumpflanzaktion

26.01.2021
Holocaust-Gedenktag – zerstörte Gedenktafeln im Projekt „1000 Buchen“ ersetzt

Am heutigen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus konnte das Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda zerstörte und entwendete Gedenktafeln des Projektes „1000 Buchen“ ersetzen. Finanziert wurden die Tafeln vom Lokalen Aktionsplan Weimar, der Demokratieprojekte unterstützt. Seit 1999 erinnert das inklusive Gedenkprojekt „1000 Buchen“ an die Opfer der Todesmärsche aus Buchenwald.

2016 wurde in der Weimarer Andersenstraße ein Baum gepflanzt, im Gedenken an Lise London (1916 – 2012). Lise London war französisches Mitglied der Internationalen Brigaden und kommunistische Widerstandskämpferin und überlebte mehrere deutsche Konzentrationslager. 2019 wurde der Baum, wie zahlreiche andere, mutwillig beschädigt und die Gedenktafel entwendet.

Die Beschädigungen oder Zerstörungen von Gedenkbäumen und -tafeln in 2019 und 2020 hatten tiefe Betroffenheit, Solidarität und eine Welle der Hilfsbereitschaft weit über Weimars Stadtgrenzen hinaus ausgelöst, die bis heute anhält. Die jüngste Unterstützung kommt vom Lokalen Aktionsplan Weimar (LAP), der die Fördergelder für die Ersatzanschaffung von acht Gedenktafeln bereitgestellt hat. „Wir waren bestürzt, als wir vom Vandalismus an den Bäumen und Schildern erfahren haben. Mit unserer Unterstützung möchten wir auch ein Zeichen für Vielfalt und gegen Hass, Gewalt und Menschenfeindlichkeit setzen“, so Anika Thiele, Koordinatorin des LAP Weimar.

Dank der Förderung wurden heute fünf zerstörte Gedenktafeln in Erinnerung an ehemalige Häftlinge und Häftlingsgruppen in der Ettersburger Straße und in der Andersenstraße ersetzt. Die französische Botschafterin in Deutschland, Anne-Marie Décôtes, zeigte sich bewegt: „Ich bin dem Lebenshilfe-Werk dankbar, dass es sich der Pflege des Gedenkens widmet und mutwillig zerstörte Bäume und Tafeln ersetzt. Ich freue mich, dass zum diesjährigen Holocaust-Gedenktag die Tafel erneuert wurde, die der französischen Résistance-Kämpferin Lise London (1916-2012) gewidmet ist.“

Rola Zimmer, Vorstandsvorsitzende des Lebenshilfe-Werks, ist dankbar für die Solidarität und breite Unterstützung, die dem inklusiven Projekt seither entgegengebracht wird. „Unser Gedenkprojekt bewahrt die Erinnerung an die Opfer der Todesmärsche aus dem KZ Buchenwald, es steht aber auch für das Gedenken an alle Menschen, die dem Nationalsozialismus zum Opfer fielen. Es freut mich, auch in Zeiten der Corona-Pandemie weitere Anwärter*innen für Baumpatenschaften und Unterstützung an unserer Seite zu wissen, die uns helfen den lebendigen Erinnerungsweg zu bewahren und weiter anwachsen zu lassen.“

Zur Erinnerung an die Todesmärsche aus Buchenwald sowie die Opfer des Euthanasie-Programms der Nationalsozialisten zur Beseitigung „unwerten Lebens“ rief das Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda im Weimarer Kulturstadtjahr 1999 das inklusive Gedenkprojekt „1000 Buchen“ ins Leben. Entlang der ehemaligen Marschroute der Häftlinge entsteht Stück für Stück ein lebendiger Erinnerungsweg, versinnbildlicht durch Bäume, die Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam pflanzen und durch Baumpatenschaften unterstützt werden.

Der Lokale Aktionsplan wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms »Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit« und vom Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport im Rahmen des Thüringer Landesprogramms »denkbunt – für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit«.

Beiliegend 2 Bilder:
1. Bild: Von links nach rechts: Rola Zimmer, Vorstandsvorsitzende des Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda, und Anika Thiele, Koordinatorin Lokaler Aktionsplan Weimar, am ersetzten Gedenkschild und Baum von Lise London (1916 – 2012)
2. Bild: Ersetztes Gedenkschild für den 2016 gepflanzten Gedenkbaum in Erinnerung an Lise London (1916 – 2012). Das Schild ist bei einem Angriff auf die Gedenkbäume 2019 entwendet worden

02.12.2020
Ein Ahorn zum Gedenken an Euthanasie-Opfer

Im Rahmen unseres Erinnerungsprojekts „1000 Buchen“ pflanzte Familie Geiken in der Weimarer Asbachstraße am 1. Dezember einen Baum zum Gedenken an die zahlreichen Opfer der nationalsozialistischen Euthanasiemorde. Claudia Geiken, stellvertretende Vorsitzende der Lebenshilfe Ortsvereinigung Weimar und Mitglied im Aufsichtsrat des Lebenshilfe-Werks Weimar/Apolda, engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich für die Belange von Menschen mit geistigen Behinderungen. Sie hielt eine bewegende Rede an den Baum.

Mit einem Runderlass vom 18. August 1939 begann zur Zeit des Nationalsozialismus der systematische Massenmord an tausenden Kindern, wenig später unter der “Aktion T4” auch an Erwachsenen. Insgesamt wurden unter dem NS-Regime hunderttausende Menschen mit Krankheiten und Behinderungen ermordet.

18.09.2020
58. Pflanzaktion – Egendorfer Esche erinnert an “Euthanasie-Mode”

Im Blankenhainer Ortsteil Egendorf haben gestern (14.09.) Menschen mit und ohne Behinderung den 123. Baum des Gedenkprojektes gepflanzt. Die bereits 58. Pflanzaktion des Projekts 1000 Buchen fand dieses Mal nicht entlang einer ehemaligen Marschroute der Häftlinge des KZ Buchenwaldes statt, sondern direkt am Haus Nr. 1 in Egendorf. Der Grund dieser einmaligen Abweichung entspringt dem bewussten Umgang mit der Vergangenheit dieses Hauses: Es diente während des NS-Regimes als Ausbildungsstätte für Ärzt*innen in „Euthanasie-Praktiken“.

Heute ist das Haus Nr. 1 in Egendorf ein Ort, an dem jeder Mensch so sein darf, wie er ist. Es ist ein Zuhause und ein Arbeitsort für Menschen mit Behinderung geworden. Mit der Esche wollen die Menschen aus Egendorf ein Zeichen für Gleichberechtigung und Würde aller Menschen setzen und den Opfern dieser schrecklichen Morde gedenken.

Parallel dazu findet noch bis zum 20.09. die Ausstellung „Euthanasie-Morde“ im Kulturzentrum mon ami in Weimar statt. Die Führungen werden von Menschen mit Behinderung begleitet. Die Ausstellung ist eine Kooperation des Lebenshilfe Ortsvereins Weimar und der Thüringer Landeszentrale für politische Bildung. Um vorherige Anmeldung wird gebeten unter lebenshilfe.weimar(at)gmail.com oder 0177-3914007.

Das Projekt 1000 Buchen rief der Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda e.V. im Weimarer Kulturstadtjahr 1999 zur Erinnerung an die Todesmärsche aus Buchenwald sowie die Opfer des „Euthanasie-Programms“ der Nationalsozialisten zur Beseitigung „unwerten Lebens“ ins Leben.

30.07.2020
57. Pflanzaktion – Wir pflanzen weiter Gedenkbäume

am Erst am Wochenende wurden Gedenkbäume in Weimar zerstört, heute wurden im Rahmen des inklusiven Erinnerungsprojektes „1000 Buchen“ zwei weitere Bäume entlang der ehemaligen Todesmarschroute gepflanzt.

Die Sonne schien und die Kinder und Jugendlichen aus der Wohnstätte in der Tiefurter Allee in Weimar strahlten hinter ihren Masken mit der Sonne um die Wette. Dazu hatten sie auch allen Grund: Denn sie pflanzten ihren eigenen Baum. Für diesen hatten sie monatelang Geld gesammelt. Es ist ein Apfelbaum, den sie pflanzten. „Ein Baum, der für die Erinnerung steht und Früchte für die Zukunft tragen soll“, so die Leiterin der Wohnstätte Simone Noch.

Den zweiten Apfelbaum hat an diesem Tag Familie Dressel aus Kromsdorf gepflanzt. Sie sind auf das Gedenkprojekt aufmerksam geworden und wollten mit einer Baumpatenschaft das Projekt unterstützen. Mit dem heutigen Tag wurden 122 Bäume im Projekt gepflanzt.

27.07.2020
Erneut Gedenkbäume zerstört

am 26. Juli entdeckte die Weimarer Polizei drei vor Kurzem durchgebrochene Bäume, die im Rahmen unseres Gedenkprojektes „1000 Buchen“ unterhalb von Schöndorf gepflanzt worden waren. Bei den Bäumen handelt es sich um Ersatzpflanzungen vom Oktober 2019, die für zwei im Juli 2019 massiv beschädigte Kastanien, an gleicher Stelle gepflanzt worden sind.

Thomas Gottweiss, Landtagsabgeordneter der CDU und einer der betroffenen Baumpaten, schrieb gestern dazu auf seiner Facebook-Seite: „Der Baum, den ich gemeinsam mit Gunter Braniek für das 1000 Buchen Projekt in Kromsdorf gepflanzt habe, wurde abgesägt. Wir werden uns dadurch nicht entmutigen lassen! Es ist unsere Verantwortung an die Gräuel des Faschismus zu erinnern.“

Immer wieder werden Bäume unseres inklusiven Gedenkprojektes angegriffen. 2019 wurden sieben Gedenkbäume in Weimar an- oder abgesägt. Wir vermuten auch dieses Mal einen rechtsextremen Hintergrund und haben Anzeige erstattet.

Rola Zimmer, Vorstandsvorsitzende des Lebenshilfe-Werkes, betont: „Unser Projekt lebt nicht allein durch unsere Bäume, sondern vor allem durch die Menschen, die sich darin engagieren, spenden oder Bäume pflanzen und damit die Erinnerung lebendig halten. Menschen, die sich für eine tolerante, weltoffene und vielfältige Gesellschaft ohne Ausgrenzung und Rassismus einsetzen.

Wir lassen uns nicht einschüchtern, sondern werden unser Engagement rund um die „1000 Buchen“ fortsetzen und weiter Bäume in Erinnerung an die Todesmärsche aus Buchenwald und die Opfer des Euthanasie-Programms der Nationalsozialisten pflanzen.

25.10.2019
Neupflanzungen im Projekt „1000 Buchen“

Tiefe Betroffenheit, grenzüberschreitende Solidarität und eine Welle der Hilfsbereitschaft lösten im Sommer die zwei Angriffe auf Bäume des integrativen Gedenkprojekts „1000 Buchen“ in Weimar aus. Dabei waren mindestens sieben Bäume, die an die Todesmärsche von Buchenwald erinnern, an- oder abgesägt worden. Im Rahmen der inzwischen 53. Pflanzaktion pflanzte die Weimarer Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen am Donnerstag in Kromsdorf einen Apfelbaum
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Wir geben nicht auf!

Bekanntheit weit über die Landesgrenzen hinaus erlangte das Projekt im Juni 2019 durch einen sehr traurigen Anlass: Zum wiederholten Male wurden Bäume und die zugehörigen Gedenktafeln attackiert. Zuletzt wurden am 3. Juli 2019 zwei stark beschädigte Kastanien bei Weimar/Schöndorf entdeckt. Wir gehen von gezielten, politisch motivierten Taten aus und haben selbstverständlich Anzeige erstattet. Um auf diese erschütternden Anschläge und die damit verbundene Abwertung des Gedenkens an die Opfer des KZ Buchenwald aufmerksam zu machen, haben wir uns entschlossen, an die Öffentlichkeit zu gehen. Das Thema fand immense Resonanz in den Medien.

Wir sind überwältigt von dem Zuspruch und der Unterstützung, die uns seither zuteil wird. Das bedeutet uns sehr viel und wir möchten uns von ganzem Herzen bei allen bedanken, die sich öffentlich gegen diese Schandtaten positionieren, uns Mut machen, Hilfe bei Neupflanzungen zusagen und für das Projekt spenden. Danke Ihnen allen! Wir lassen uns nicht einschüchtern, sondern werden unser Engagement rund um die „1000 Buchen“ fortsetzen. Jetzt erst recht.

Dominique Durand, Präsident des Comité international Buchenwald-Dora:

Das International Komitee Buchenwald-Dora und Kommandos prangert diese Taten an, und bekämpft sie im Namen des Schwures von Buchenwald. Es wird sicher weiter an die Gedenkinitiative „1000 Buchen für Buchenwald“ beteiligen. Neulich wurden alle Mitglieder des Komitees in einem Rundschreiben gebeten, sich aktiv an die Baumpflanzung anlässlich des 75. Jubiläums der Befreiung von Buchenwald zu beteiligen. Im April 2020 werden wir an Ihrer Seite und die der Lebenshilfe-Werks Weimar/ Apolda stehen.

Christoph Heubner, Vizepräsident Internationales Auschwitz Komitee (IAK):

Die Schändungen des Weimarer Gedenk-Projektes an die Todesmärsche vom Lager Buchenwald sind für Auschwitz-Überlebende ein erneuter Beleg dafür, mit welchem Hass und Zerstörungswillen Rechtsextreme und Neonazis in Deutschland in die Gesellschaft dringen.

Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow:

Man schämt sich, wenn man von solchem Frevel hört. Wie tief muss „Mensch“ sinken um solche erbärmlichen und feigen Taten zu begehen? Was für dumme „Helden“ die so etwas machen?! Pfui Teufel!

Landtagspräsidentin Birgit Diezel:

Wer diese Bäume zerstört, der beschmutzt unsere historische Verantwortung und stört unser friedliches Gedenken an die unzähligen Opfer von Holocaust und Euthanasie.

Umweltministerin Anja Siegesmund:

Unfassbar und abscheulich, dass Menschen nicht davor halt machen, einen Erinnerungsort an die Todesmärsche zu zerstören! Wieder ein Beweis, dass aus fürchterlichen Worten Taten folgen.

Diana Lehmann, Sprecherin für Strategien gegen Rechts der SPD-Fraktion:

Diese feigen Taten verurteile ich. Wer die Auseinandersetzung mit Gewalt statt Worten wählt, hat nicht verstanden, welche Rolle Menschenrechte und Demokratie in unserer Gemeinschaft spielen. Jeder von uns muss sich die Frage stellen, in was für einer Gesellschaft er leben will. Wir brauchen eine lebendige Erinnerungskultur und Projekte wie dieses, die deutlich machen, welche Verantwortung wir noch heute für die Taten des NS-Regimes und seiner Anhänger tragen.

Wahlkreisbüro Steffen Dittes (Die Linke):

Mit Betroffenheit und Empörung hat Herr Dittes von der Zerstörung der fünf Bäume in der Kromsdorfer Straße erfahren, die Teil des Projekts 1000 Buchen sind. Gemeinsam haben wir uns überlegt, dass wir gern als Wahlkreisbüro Steffen Dittes die Patenschaft für die Neu-Errichtung eines Baumes übernehmen wollen.

Stadt Weimar:

Die Stadtspitze der Stadt Weimar zeigt sich entsetzt über diesen Vandalismus und verurteilt diesen Akt auf das Schärfste. Um den Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda e.V. weiter beim Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus zu unterstützen, wird die Stadt Weimar die entsprechenden Ersatzpflanzungen zur Verfügung stellen.

Ann-Sophie Bohm-Eisenbrandt, grüne Fraktionsvorsitzende im Weimarer Stadtrat:

Während in der Stadtpolitik noch darüber diskutiert wird, ob man Antidemokraten einen Ausschuss des Stadtrates leiten lassen sollte, passiert an einer anderen Stelle der Stadt eine zutiefst feige Tat mit deutlichem politisch motivierten Hintergrund.

Anika Thiele, Lokaler Aktionsplan Weimar:

[M]it Entsetzen habe ich den Medien entnommen, dass Bäume im Rahmen Ihres Projektes „1000 Buchen“ zerstört wurden.

Roswitha und Reinhold Loch:

Nach der Baumschändung an der Kromsdorfer Straße müssen wir uns wieder einmal mit dem Zerstörungswillen und dem Hass von Rechtsextremen und Neonazis auseinandersetzen. […] Dieser Vandalismus zeigt aber auch wie wichtig Ihr Projekt ist, um die Erinnerung wachzuhalten und sich dafür zu engagieren und wachsam zu sein, dass sich Ausgrenzung, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit nicht durchsetzen. […] Es liegen bereits Anfragen aus Norwegen, Frankreich und Deutschland vor, Bäume zur Erinnerung an Häftlingsgruppen und einzelne Häftlinge zu pflanzen. […] Auch das Internationale Komitees Buchenwald/Dora und Kommandos (IKBD) und die Lagerarbeitsgemeinschaft Buchenwald/Dora e.V. würden sich über eine Zusage sehr freuen.

Rica Braune:

Wenn Ihr im Herbst nachpflanzt, sprecht uns gerne wieder an. Wir werden gerne noch einen Baum pflanzen oder Euch Geld spenden für einen.

Wolf Stötzel, Sohn von August Stötzel, Häftling des KZ-Lagers Buchenwald:

Sicherlich haben Sie sich nicht vorstellen können, dass Ihre humanistische antifaschistische Haltung zum Politikum werden könnte. Ich möchte Sie ermutigen, ungeachtet der jüngsten Ereignisse, weiter zu machen.

Ulrike aus Weimar:

[I]ch habe gelesen, dass erneut zwei Buchen abgesägt wurden. Ich will mich gar nicht empören, sondern lieber fröhlich spenden, dass für jeden abgesägten Baum zwei neue gesetzt werden können. Bitte teilen Sie mir mit, wohin ich spenden, oder auch gerne mit pflanzen kann.

Jenny aus Köln:

Ich habe gelesen, dass eure Bäume beschädigt wurden. Wo kann man spenden?

 

Diese Reaktionen zeigen uns deutlich, dass wir mit unserem Projekt nicht nur die Erinnerung an die Opfer des KZ Buchenwald lebendig halten, sondern auch ein wichtiges Zeichen für Menschlichkeit und Toleranz setzen.

Viele Menschen haben sich bereit erklärt, die Neupflanzung und Pflege unserer Bäume zu unterstützen. Die Kosten pro Baum umfassen etwa 400 Euro. Wenn Sie sich ebenfalls beteiligen möchten, können Sie dies über unser Spendenkonto tun:

Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda e.V.
Sparkasse Mittelthüringen
IBAN DE21 8205 1000 0301 0085 07
BIC HELADEF1WEM
Verwendungszweck: „1000 Buchen“

Ihre Ansprechpartnerin
Frau Franziska Jung
Assistenz des Vorstands
Belvederer Allee 19
99425 Weimar
Tel.: 03643 / 540 438

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1000 Buchen – Ein lebendiges Gedenken

Der vergangene Woche bekannt gewordene Arbeitsentwurf aus dem Bundesgesundheitsministerium zum Pflegereformgesetz stößt bei den Fachverbänden für Menschen mit Behinderung auf große Verärgerung. Vorgesehen ist darin, dass ein Teil der sogenannten Verhinderungspflege künftig einer längeren Verhinderung der Pflegeperson vorbehalten bleibt. Für die stundenweise Inanspruchnahme der Verhinderungspflege sollen dagegen ab dem 1. Juli 2022 nur noch maximal 40 Prozent des Gesamtjahresbetrags zur Verfügung stehen.

„Im Ergebnis werden durch diese Regelung die Mittel für die flexible Einsetzbarkeit der Verhinderungspflege um fast 50 Prozent gekürzt“, erläutert Helga Kiel, Vorsitzende des Bundesverbandes für körper- und mehrfachbehinderte Menschen (bvkm). „Derzeit stehen für die stundenweise Inanspruchnahme von Verhinderungspflege jährlich 2418 Euro zur Verfügung, künftig sollen es nur noch 1320 Euro im Jahr sein. Das ist ein Schlag ins Gesicht für Eltern behinderter Kinder.“

Die Fachverbände treten deshalb den Plänen von Gesundheitsminister Jens Spahn zur Einschränkung der derzeitigen Flexibilität von Verhinderungspflege entschieden entgegen. Gerade die Möglichkeit, Verhinderungspflege stundenweise in Anspruch zu nehmen, ist für Familien mit behinderten Kindern von besonderer Bedeutung, da hierdurch kurzfristige Auszeiten von der Pflege im nicht immer planbaren Pflege- und Familienalltag realisiert werden können. Für viele Familien ist die stundenweise Inanspruchnahme auch die einzige Möglichkeit, Verhinderungspflege geltend zu machen, da insbesondere für Kinder mit hohem Unterstützungsbedarf nicht genügend geeignete Ersatzpflegeangebote für längere Zeiträume zur Verfügung stehen. Entlastung kann nur effektiv sein, wenn sie flexibel, ganz nach Bedarf genutzt werden kann. Auf Eltern behinderter Kinder, die durch die Corona-Pandemie ohnehin schon hochgradig belastet sind, sollte gerade jetzt besonders Rücksicht genommen werden.

Mehrfach hatten sich die Fachverbände deshalb auch bereits im Vorfeld des nun bekannt gewordenen Arbeitsentwurfs an Jens Spahn gewandt, um auf die besondere Situation von Familien mit behinderten Kindern und die Bedeutung der Verhinderungspflege für diesen Personenkreis aufmerksam zu machen. „Eine Antwort auf unsere Schreiben haben wir bis heute nicht erhalten“, macht Kiel deutlich. „Unsere Gesprächsangebote zu diesem Thema wurden geflissentlich ignoriert. Stattdessen werden wir nun mit dem Arbeitsentwurf zum Pflegereformgesetz vor vollendete Tatsachen gestellt.“

Auch an vielen anderen Stellen macht sich Protest gegen die Pläne von Jens Spahn breit. So hat eine Petition unter www.openpetition.de/!pflegereform mit dem Titel „Keine Einschränkung der Flexibilität von Verhinderungspflege durch die Pflegereform 2021!“ bereits über 20.000 Unterstützende gefunden, darunter viele Eltern behinderter Kinder. Zur Motivation für die Unterzeichnung der Petition schreibt dort ein Unterzeichner treffend: „Ich bin Vater eines schwerbehinderten Kindes. Die Planungen für das neue Gesetz sind offensichtlich auf der Grundlage von Überlegungen geschehen, die mit unserer Realität nichts zu tun haben.“

Zum Hintergrund:

Verhinderungspflege nach § 39 SGB XI wird gewährt, wenn eine Pflegeperson wegen Krankheit, Urlaub oder aus sonstigen Gründen an der Pflege gehindert ist. Für die Verhinderungspflege steht derzeit ein jährlicher Betrag von 1612 Euro zur Verfügung, der um bis zu 806 Euro aus Mitteln der Kurzzeitpflege auf insgesamt 2418 Euro aufgestockt werden kann. Anders als die Kurzzeitpflege, die nur in bestimmten stationären Einrichtungen in Anspruch genommen werden darf, ist die Verhinderungspflege sehr flexibel einsetzbar. So kann sie beispielsweise durch nicht erwerbsmäßig pflegende Personen, wie Angehörige oder Nachbarn oder Familienunterstützende Dienste, erbracht werden. Sie kann mehrere Wochen am Stück, aber auch tage- oder stundenweise in Anspruch genommen werden. Aufgrund ihrer flexiblen Einsatzmöglichkeit ist die Verhinderungspflege die wichtigste Entlastungsleistung in der Pflegeversicherung für Familien mit behinderten Kindern.

Der Arbeitsentwurf zum Pflegereformgesetz von Jens Spahn vom 15.3.2021 sieht im neuen § 42a SGB XI einen Gemeinsamen Jahresbetrag in Höhe von 3300 Euro für Leistungen der Verhinderungspflege und Leistungen der Kurzzeitpflege vor. Von diesem Betrag dürfen künftig aber nur 40 Prozent, also 1320 Euro, für Leistungen der stundenweisen Verhinderungspflege eingesetzt werden.

Pflegereform 2021: Jens Spahn ignoriert die Belange von Menschen mit Behinderung und ihren Familien

Am 26. September 2021 finden die Bundestagswahlen statt. Damit haben alle Bürger*innen die Möglichkeit, die Politik in unserem Land aktiv mitzugestalten. Dabei zählt jede einzelne Stimme!

Vielleicht fragen Sie sich, ob politische Veränderung überhaupt möglich ist. Wir sagen: Ja!
Wahlen können verändern und das nicht erst am Wahltag. Bereits im Wahlkampf entscheidet sich, welche Themen nach der Wahl politisch aufgegriffen und bearbeitet werden, welche Fragen die zukünftige Regierung nicht ignorieren kann.

Wir brauchen politischen Druck und Mehrheiten für eine Sozialpolitik, die alle mitnimmt und keinen zurücklässt.
Wir brauchen politisches Engagement und eine breite Wahlbeteiligung aller.
Also machen Sie von Ihrem demokratischen Recht Gebrauch und geben Sie Ihre Stimme ab für eine vielfältige, solidarische und sozial gerechte Gesellschaft!

Wir gehen wählen

In diesem Jahr gibt es viele wichtige Wahlen
in ganz Deutschland.
Darum sagt man auch:
Es ist ein Super-Wahl-Jahr.

Am 26. September 2021 wählen wir
den Bundestag.

Bitte gehen Sie wählen!

Denn Wahlen sind wichtig.
Durch Wahlen können Sie mit-bestimmen:
Welche Politik wird in Deutschland gemacht?
Ihre Stimme ist wichtig.

Wer wird gewählt?

Bei der Bundestags-Wahl
werden Personen und Parteien gewählt.
Sie haben zwei Stimmen.
Das bedeutet:
Sie dürfen zwei Kreuze auf dem Stimm-Zettel machen.

Eine Stimme ist für eine Person.
Die andere Stimme ist für eine Partei.

Wer die meisten Stimmen bekommt,
gewinnt die Wahl.

Wahl-Kampf: Was ist das?

Viele Personen und Parteien wollen die Wahl gewinnen.
Deshalb machen sie Werbung für sich
und für ihre Partei.
Das nennt man auch: Wahl-Kampf.

Sie hängen Plakate auf.
Sie machen Werbung im Internet, in der Zeitung,
im Radio oder Fernsehen.
Sie machen Info-Stände.
Sie sagen den Menschen:
• Das ist mir wichtig.
• Dafür setze ich mich ein.

Wie soll ich mich entscheiden?

Bevor Sie wählen,
müssen Sie wissen:
Was wollen die Parteien oder Personen?
Das steht im Wahl-Programm der Partei.
Das finden Sie im Internet.
Oft auch in Leichter Sprache.

Sie können auch Fragen stellen
bei Info-Ständen von Parteien.

Oder Sie nutzen den Wahl-O-Mat.
Das ist ein Angebot im Internet.
Das gibt es immer
etwa drei Wochen vor einer Wahl.
Der Wahl-O-Mat stellt viele Fragen.
Aus verschiedenen Antworten
können Sie auswählen:
Welche Antwort passt zu mir?
Zum Schluss zeigt der Wahl-O-Mat:
Diese Parteien passen gut zu Ihrer Meinung.
Dann wissen Sie,
wen Sie am besten wählen.

Noch mehr Informationen zu den Wahlen
finden Sie hier:

https://www.lebenshilfe.de/informieren/regional/wahlen
https://www.bpb.de/politik/grundfragen/politik-einfach-fuer-alle/246949/bundestagswahl-2021

Wir gehen wählen! Du auch?

Lange haben wir darauf gewartet: Die Corona-Impfung.
Doch jetzt, wo es Impf-Stoffe gibt, sind viele Menschen unsicher:
Soll ich mich wirklich impfen lassen?
Ist das auch sicher?
Was ist, wenn etwas schief geht?
Wurden die Impf-Stoffe überhaupt ausreichend getestet?

Wir haben uns schlau gemacht
und die wichtigsten Fragen und Antworten zusammen-getragen.

Wie sicher sind die Impfstoffe?

Ob die Impf-Stoffe sicher sind, gut vertragen werden
und auch richtig wirken, wurde sehr genau geprüft.
Auch an Tieren wurde untersucht, ob sie die Impf-Stoffe gut vertragen
und keine Neben-Wirkungen haben.
Die Anforderungen an Impf-Stoffe ist bei uns in Europa besonders hoch.
Das heißt: Nur Impf-Stoffe, die sehr gut sind,
werden zugelassen.

Impfstoffe mit Virus-Genen – ist das nicht gefährlich?

Bei den Corona-Impfstoffen wird ein neues Verfahren angewendet:
Es werden keine Anti-Körper gegen das Virus geimpft,
sondern Informationen dafür,
wie der Körper ein Gegen-Mittel selbst aufbauen kann.
Diese Informationen nennt man mRNA.
Viele Menschen machen sich Sorgen,
dass die mRNA nicht nur das Virus bekämpft,
sondern auch das Erb-gut des Menschen verändert.
Wissenschaftler haben das umfassend geprüft und sagen:
Die neuen mRNA-Impfstoffe können das Erbmaterial des Menschen nicht verändern.

Kann die Impfung gegen Corona mir schaden?

Bislang haben sich nur leichte Neben-Wirkungen gezeigt,
wie man sie auch von anderen Impfungen kennt,
z. B. bei der Grippe-Impfung.
Dazu gehören u. a.

  • Kopfschmerzen
  • leichtes Fieber
  • Müdigkeit und
  • eine schmerzende Schwellung an der Einstichstelle.

In sehr seltenen Fällen gab es allergische Reaktionen.
Auch das ist bei Impfungen völlig normal.
Wenn Sie Allergien haben,
sagen Sie Ihrem Arzt vor dem Impfen Bescheid.
Dann kann er Sie gut beraten und Ihre Reaktionen genauer überwachen.

Kann ich trotz Impfung noch Corona bekommen?

Die bisherigen Impfstoffe haben eine sehr hohe Wirksamkeit.
Nach der zweifachen Imfung waren 95 von 100 Menschen sicher vor Corona geschützt.
Das ist, im Vergleich zu anderen Impfstoffen,
ein sehr guter Wert.
Es ist also sehr wahrscheinlich,
dass Geimpfte die Krankheit nicht mehr bekommen
oder zumindest nur einen ganz milden Verlauf haben.
Mit der Impfung kann man sich selbst also gut schützen.

Kann ich trotz Impfung das Virus noch übertragen?

Es ist noch nicht klar, ob eine geimpfte Person andere noch anstecken kann.
Die Impfung sorgt zwar dafür,
dass der Körper das Virus gut bekämpfen kann,
aber man könnte trotzdem noch eine Zeit lang ansteckend für andere sein.
Das muss noch genauer untersucht werden.

Wie kann ich mit meiner Impfung andere schützen?

Durch Impfung schützt man zuerst sich selbst.
Doch es gibt auch Menschen,
die sich nicht impfen lassen können.
Für manche Impfungen sind Kinder noch zu jung.
Andere Menschen können sich wegen chronischer Erkrankungen nicht impfen lassen.
Sie sind darauf angewiesen,
dass die Menschen in ihrem Umfeld geimpft sind
und ihnen Schutz vor der Ausbreitung und Ansteckung mit der Krankheit bieten.
Das nennt man Herden-Immunität.
Der eigene Impfschutz trägt also gleichzeitig
zum Schutz der Gemeinschaft bei.
Lassen sich ausreichend viele Menschen impfen,
findet ein Virus weniger Wirte.
Also weniger Menschen, in denen es sich ausbreiten kann.
Das kann einige Krankheiten sogar so weit zurück-drängen,
dass sie gar nicht mehr auftreten.

Wie lange hält der Impf-Schutz?

Die Impfung wird zum ersten Mal durchgeführt,
es gibt also noch keine Langzeit-Untersuchungen.
Mediziner glauben nicht,
dass eine Impfung gegen Corona ein ganzes Leben lang schützt.
Denn auch, wer einmal Corona hatte,
kann sich erneut anstecken.
Es könnte deshalb sein,
dass man die Impfung regelmäßig wiederholen muss.
Das ist aber bei anderen Impfungen auch so.
Zum Beispiel gegen Tetanus oder Keuchhusten.
Dagegen muss man sich nach 10 Jahren wieder impfen lassen.
Gegen Grippe sogar jedes Jahr.

Thüringen – Wer darf jetzt geimpft werden?

  • Personen über 70 Jahre
  • Personen, die in stationären und teilstationären Pflege-Einrichtungen arbeiten oder betreut werden
  • Pflegekräfte in ambulanten Pflegediensten sowie Gutachter*innen
  • Personal medizinischer Einrichtungen
  • Personen mit Down-Syndrom (Trisomie21 ) oder einer Contergan-Schädigung
  • Personen nach Organtransplantation
  • Personen mit einer Demenz, geistiger Behinderung oder schwerer psychiatrischer Erkrankung
  • Personen mit behandlungsbedürftigen Krebserkrankungen
  • Personen mit chronischer Lungenerkrankung
  • Personen mit Muskeldystrophien oder vergleichbaren neuromuskulären Erkrankungen
  • Personen mit Diabetes mellitus mit Komplikationen
  • Personen mit chronischer Lebererkrankung
  • Personen mit chronischer Nierenerkrankung
  • Personen mit Adipositas (Personen mit Body-Mass-Index über 40)
  • Tätige in der ambulanten oder stationären Versorgung von Personen mit Demenz oder geistiger Behinderung
  • Personal zur Versorgung älterer oder pflegebedürftiger Menschen nach § 45a SGB XI
  • Personal von Kinderbetreuungseinrichtungen, Kindertagespflege, Grundschulen, Sonderschulen oder Förderschulen
  • Personen mit Vorerkrankungen mit hohem Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf
  • Relevantes Personal zur Aufrechterhaltung der Krankenhausinfrastruktur
  • Personal des Öffentlichen Gesundheitsdienstes
  • bis zu zwei enge Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen oder Schwangeren
  • Polizei- und Ordnungskräfte, Soldatinnen und Soldaten, die einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind
  • Bewohner und Tätige in Gemeinschaftsunterkünften

Sie haben noch weitere Fragen?
Melden Sie sich gern bei uns, wir recherchieren für Sie!

 

Quellen:
Bundesgesundheitsministerium
Zusammen gegen Corona
Verbraucherzentrale
Pharmazeutische Zeitung
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

So endet Corona

Die Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nguyen-Kim ergründet in ihrem Youtube-Video,
nach wie vielen Corona-Impfungen wieder ein normaler Alltag möglich ist.

Informationen zum Impfstoff

Die Weimarer Amtsärztin Dr. Isabelle Oberbeck klärt allgemeine Fragen rund um den Corona-Inpfstoff: Welcher Impfstoff wird in Weimar derzeit überhaupt verwendet? Wie funktioniert der neuartige Corona-Impfstoff und welche Vorteile hat ein mRNA-Impfstoff gegenüber bisher verwendeten Impfstoffen?

Informationen zum Impfstoff

Dr. Isabelle Oberbeck beantwortet Fragen rund um die Sicherheit der Impfstoffe, klärt auf, wieso der Impfstoff so schnell entwickelt werden konnte und auf welche Erfahrungen in der mRNA-Forschung zurückgeblickt werden kann.

Krank trotz Impfung

Bei sogenannten Impf-Durchbrüchen können sich Menschen trotz Impfung infizieren und erkranken. Aber: Das passiert nur selten. Und alle zugelassen Impfstoffe verhindern sehr zuverlässig schwere, schwerste und tödliche Verläufe.

Ihre Ansprechpartnerin
Frau Dr. Tina König
Stabsstelle für interne und externe Kommunikation
Belvederer Allee 19
99425 Weimar
Tel.: 03643 / 540 420

Impfen lassen? Auf jeden Fall!

Die Frauen-Beauftragte ist eine Mitarbeiterin der Werkstatt.
Wenn eine Frau in der Werkstatt Probleme hat,
kann sie mit der Frauenbeauftragten reden.
Die Frauen-Beauftragte setzt sich für alle Frauen in der Werkstatt ein.
Einmal im Monat trifft sich die Frauenbeauftragte
mit der Werkstatt-Leitung und dem Werkstatt-Rat zu einer Sitzung.
Die Frauen-Beauftragte macht sich für ihre Kolleginnen stark.

Aufgaben der Frauenbeauftragten

  • Gleichstellung von Mann und Frau
    Die Frauen sollen die gleichen Rechte
    haben wie die Männer.
  • Arbeit und eine Familie haben
    sollen zusammen möglich sein.
    Arbeitszeiten und Familie sollen
    gut zusammen passen.
  • Schutz vor Gewalt
    Es darf keine Gewalt gegen Frauen geben.
    Keine körperliche,
    keine sexuelle,
    keine seelische Gewalt.

Jede Frau ist herzlich willkommen!

Frauen-Beauftragte Apolda

Ihre Ansprechpartnerin
Frau Cathleen Meier
Frauen-Beauftragte
Werkstatt Apolda
Tel.: 03644 / 65 11 32
Ihre Ansprechpartnerin
Frau Corinna Koch
Stellvertretende Frauen-Beauftragte
Werkstatt Apolda
Tel.: 03644 / 65 11 26

Frauen-Beauftragte Kromsdorf | Egendorf

Ihre Ansprechpartnerin
Frau Franziska Möwes
Frauen-Beauftragte
Werkstatt Kromsdorf | Egendorf
Tel.: 03643 / 83 22 72
Ihre Ansprechpartnerin
Frau Nicol Schmiedt
Stellvertretende Frauen-Beauftragte
Werkstatt Kromsdorf | Egendorf
Tel.: 03642 / 83 22 76

Frauen-Beauftragte Tröbsdorf | Legefeld

Ihre Ansprechpartnerin
Frau Ines Jansche
Frauen-Beauftragte
Werkstatt Tröbsdorf | Legefeld
Tel.: 03643 / 740 20 36
Ihre Ansprechpartnerin
Frau Sandra Ulrich
Stellvertretende Frauen-Beauftragte
Werkstatt Tröbsdorf | Legefeld
Tel.: 03643 / 90 85 18 12

Frauen-Beauftragte

Der Werkstatt-Rat vertritt die Interessen der Mitarbeitenden
in den Werkstätten des Lebenshilfewerkes.
Er ist Ansprech-Partner für die Wünsche und Probleme der Mitarbeitenden.
Der Werkstatt-Rat setzt sich dafür ein,
dass alle Mitarbeitenden gleich behandelt werden.
Einmal im Monat trifft sich der Werkstatt-Rat mit der Werkstatt-Leitung
und den Frauen-Beauftragten zu einer Sitzung.
Der Werkstatt-Rat gibt die Anregungen, Fragen, Wünsche
und Beschwerden der Mitarbeitenden an die Werkstatt-Leitung weiter.

Aufgaben des Werkstatt-Rats

Der Werkstatt-Rat kennt die Gesetze und Regeln,
die für die Mitarbeitenden wichtig sind.
Er achtet darauf,
dass sie eingehalten werden.

Der Werksatt-Rat bestimmt bei vielen Regeln mit.
Zum Beispiel:

  • Was soll in der Werkstatt-Ordnung stehen?
  • Wie soll die Arbeitszeit sein?
  • Wie sollen die Pausen sein?
  • Wieviel Geld bekommt man für die Arbeit?

Werkstatt-Rat Apolda

Ihr Ansprechpartner
Herr Kai Brecht
Vorsitzender
Haupt-Werkstatt
Tel.: 03644 / 65 11 32
Ihre Ansprechpartnerin
Frau Katharina Winter
Stellvertretende Vorsitzende
Haupt-Werkstatt
Tel.: 03644 / 65 11 35
Ihr Ansprechpartner
Herr Thomas Köhler
Beisitzer
Betriebstätte „Diehl Metering“
Tel.: 03644 / 51 54 74

Werkstatt-Rat Kromsdorf | Egendorf

Ihre Ansprechpartnerin
Frau Sandra Heimbürge
Vorsitzende
Werkstatt Egendorf
Tel.: 03649 / 449 45
Ihre Ansprechpartnerin
Frau Michelle Komossa
Stellvertretende Vorsitzende
Werkstatt Kromsdorf
Tel.: 03642 / 83 22 33
Ihr Ansprechpartner
Herr Kevin Kretzschmar
Beisitzer
Bereich Außenarbeitsplätze
Tel.: 03 64 3 / 83 22 76

Werkstatt-Rat Tröbsdorf | Legefeld

Ihr Ansprechpartner
Herr Robert Boxberg
Vorsitzender
Werkstatt Tröbsdorf
Tel.: 03643 / 740 20 35
Ihr Ansprechpartner
Herr Florian Ulrich
Stellvertretende Vorsitzende
Werkstatt Legefeld
Tel.: 03 64 3 \ 90 85 18 12
Ihre Ansprechpartnerin
Frau Doreen Hadlich
Werkstatt-Rat
Tel.: 03 64 3 / 54 04 18

Werkstatt-Rat

Im Lebenshilfe-Werk sollen Menschen mit Behinderungen
in allen Bereichen mit-bestimmen:
„Nichts über uns ohne uns”.
Die Werkstatt-Räte setzen sich ein
für mehr Selbst-Bestimmung und
für die Interessen der Werkstatt-Mitarbeitenden.
Seit 2017 gibt es auch Frauen-Beauftrage.
Sie machen sich für die Rechte von Frauen in den Werkstätten stark.
Alle Selbst-Vertretungen werden unterstützt
durch Vertrauens-Personen.
Und sie machen regelmäßig Weiter-Bildungen.

Aktuelles

24. April 2021
Die Lebenshilfe will Selbstvertretung stark machen.
Dazu gibt es die neue Broschüre „Selbstvertreter*innen bestimmen mit!“.
Das Heft zeigt,
wie sich Selbstvertreter*innen in der Lebenshilfe einbringen können.
Als Mitglied im Verein und als Vorstandsmitglied.

 

16. April 2021
Die LIGA Selbstvertreung Thüringen startet
einen Runden Tisch für Frauen mit Behinderungen.
Dort kann man über alle Themen sprechen
und sich vernetzen.
Jede kann dabei sein:
Frauen mit Behinderungen, Familienangehörige
und alle anderen Interessierten.
Die Termine der Treffen und die Anmeldung finden Sie hier.

 

4. März 2021
Es gibt immer mehr Fragen zum Thema „Impfungen“.
Wir beantworten viele Fragen auf unserer Impf-Seite.
Dort zeigen wir auch,
warum wir uns impfen lassen wollen.

Noch mehr Informationen in leichter Sprache gibt es hier.

 

10. Februar 2021
Im Weiterbildungs-Katalog gibt es viele Angebote
für Menschen mit Behinderungen.
Schauen Sie doch mal rein.

Ihre Ansprechpartnerin
Frau Sabrina Weihrauch
Vertrauens-Person der Selbst-Vertretungen
Über der Nonnenwiese 5
99428 Weimar
Tel.: 03643 / 740 20 63

Unsere Selbst-Vertretungen

Herzlich willkommen in unserem neugestalteten Café!

Unsere neue Webseite/ Our new Website CAFEPAUL.DE

Seit dem 1. Juli 2020 bietet das Café Paul auf dem Gelände der Gedenkstätte Buchenwald seinen Gästen saisonale Tagesgerichte, Kaffee, Kuchen und kleine Erfrischungen an. Auch für Radfahrende ist gesorgt. Sie erhalten u. a. energiereiche Snacks und kostenloses Trinkwasser.

Besonders ist nicht nur die kleine, aber feine Auswahl an regionalen Gerichten und nachhaltigen Produkten, sondern auch das Konzept: Bei uns arbeiten Menschen mit und ohne Behinderung zusammen.

Durch ihre Kooperation setzen das Lebenshilfe-Werk und die Gedenkstätte ganz bewusst ein Zeichen für die Rechte von Menschen mit Behinderung und für ein gutes und gelingendes Miteinander.

Sie sind neugierig geworden?
Besuchen Sie uns gern. Wir freuen uns auf Sie!

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Samstag von 10.00 bis 17.00 Uhr
(Ruhetag: Sonntag und Montag)

Telefonisch ist unser Café-Team unter 03643 / 430 300 für Sie erreichbar.

 

Wenn es Ihnen bei uns gefallen hat: Geben Sie gern den Hinweis weiter, dass wir Personal suchen. Stellenausschreibung als pDF

Welcome to Café Paul!

Since 1 July 2020, Café Paul serves its guests with seasonal meals, coffee, cake, and light refreshments at Buchenwald memorial.  There are special offers for people going by bike, too. They get, for instance,  energising snacks  and free drinking water.

Not only the small, but delicate variety of regional meals and sustainable products is very special, but also the idea: Here, people with and without handicaps are working together.

With their cooperation, the Lebenshilfe-Werk and the memorial consciously take a stand for the rights of people with handicaps and a good and successful living together.

You are curious?
Come on, visit us! We are looking forward to seeing you!

We are open
from Tuesday to Saturday, 10 a.m. to 5 p.m.

Ihre Ansprechpartnerin
Frau Grit Dathe
Beherbergung und Café
Buchenwald 5
99427 Weimar
Tel.: 03643 / 43 03 01
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